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SVK-Tormann Egon Weber hofft, dass er heute Abend erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum zu Null spielen kann. (Foto: Butzhammer)

Erster Heimsieg geplant

Vor knapp einem Jahr hat der SV Kirchanschöring in einem begeisternden Auftritt im BFV-Toto-Pokal den TSV 1860 Rosenheim, damals noch Fußball-Regionalligist, mit 3:0 aus dem Stadion an der Laufener Straße geschossen. Ein Ergebnis, mit dem sich die Fans der Gelb-Schwarzen auch heute (Anstoß: 18.30 Uhr) wieder bestens anfreunden könnten, wenn die Crew von der Mangfall zum fälligen Punktspiel der 6. Runde der Bayernliga Süd im Rupertiwinkel aufkreuzt. 


Die Chancen stehen ohne jegliche Übertreibung gut, denn während der SVK einen Lauf hat (sieben Punkte aus den jüngsten drei Auftritten), mussten die Sechziger – derzeit Tabellenvorletzter im 18er-Feld – zuletzt vier Niederlagen am Stück schlucken. Lediglich am 1. Spieltag – beim 1:0 zuhause gegen den FC Gundelfingen – konnten sie anschreiben.

In der Bayernliga trafen die beiden Inn/Salzach-Konkurrenten bislang nur in der Saison 2015/16 aufeinander. Damals siegten die Rosenheimer zuhause 4:2 (dreifacher Torschütze war der derzeitige Traunstein-Spielertrainer Danijel Majdancevic), und in »Anschöring« gab’s ein torloses Remis. Mit Florian Hofmann und dem aktuell verletzten Manuel Omelanowsky sind auf SVK-Seite nur noch zwei Mann vom damaligen Kader übrig geblieben. Bei 1860 ist es mit Christoph Wallner nur noch ein Spieler. Bekanntester Akteur in der damaligen 1860-Mannschaft ist der gebürtige Priener Raphael Obermair, der mittlerweile in der 2. Bundesliga sein Können zeigen darf: Beim jüngsten 4:2-Sieg seines SC Paderborn vor 11 528 Zuschauern über Hannover 96 spielte er übrigens 90 Minuten durch.

Doch nicht nur für Obermair war der TSV 1860 ein Karriere-Sprungbrett, sondern auch für einige andere Stars wie Andreas Voglsammer (1. FC Union Berlin) oder Julian Weigl (Benfica Lissabon) – ganz zu schweigen von 2014er-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, der bis zur C-Jugend an der Mangfall kickte.

Dass die Sechziger aktuell ganz andere Sorgen haben, dokumentiert ihre Zuschauerzahl vom vergangenen Freitag: Das 1:3 gegen den TSV Landsberg wollten in der »Eishockey-Stadt« Rosenheim, in der schon seit Jahrzehnten das Fußballinteresse eher gering ist, nur 100 Fans sehen – und das, obwohl die Gäste mit Sascha Mölders antanzten, der prompt zwei »Buden« machte. Diese enttäuschende Kulisse lässt auch vermuten, dass heute nur wenige 1860-Fans die Fahrt in den Rupertiwinkel antreten werden. Die SVK-Anhänger können also davon ausgehen, in der Überzahl zu sein.

SVK-Tormann Egon Weber hofft, dass er erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum zu Null spielen kann, auswärts ist ihm dieses Kunststück ja schon zweimal geglückt, nämlich am 1. Spieltag beim 0:0 beim TSV 1860 München II und zuletzt beim 1:0-Sieg beim VfR Garching. Auch der erste Heimsieg soll endlich Realität werden, bisher steht ja erst ein einziges Pünktchen vor eigenem Anhang zu Buche. Da dieses 2:2 gegen Tabellenführer FC Deisenhofen jedoch einem begeisternden Auftritt entsprang, sind die Hoffnungen der SVK-Fans sehr groß, dass heute der dritte Saison-Dreier gefeiert werden kann.

cs

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