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Erst Junglöwen, dann Jung-Hochzeit

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Ballsicher: So wie hier Martin Söll wollen sich die Kirchanschöringer Spieler auch im Gastspiel beim TSV 1860 München II gut präsentieren. (Foto: Zucker)

Die Startformation, die der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring am morgigen Samstag (11.30 Uhr) im ersten Saison-Auswärtsspiel beim TSV 1860 München II auf den Rasen des Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße 114 schickt, könnte sich zu einem kleinen Puzzle gestalten. Das liegt nicht nur daran, dass Spielertrainer Yunus Karayün und sein Bruder Sahin jeweils gesperrt fehlen, sondern auch der eine oder andere weitere Spieler nicht (voll) trainieren konnte.


»Vor Freitagabend wird die Aufstellung diesmal sicher nicht feststehen«, erklärte Yunus Karayün, der wie sein Bruder eine Drei-Spiele-Sperre aufgebrummt bekam. Ein weiterer Aspekt ist die Aufstellung der Junglöwen – und die hängt auch ein wenig vom heutigen Auftritt der »Ersten« im Regionalliga-Derby gegen den SV Wacker Burghausen ab. Löwen-Kicker, die gegen die Elf des ehemaligen Kirchanschöringer Trainers Patrick Mölzl nicht zum Zug kommen, könnten morgen durchaus erste Wahl gegen den SVK sein.

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Es gibt also noch viele Fragezeichen, doch Yunus Karayün sieht – mit einigen Tagen Abstand – auch positive Dinge beim Rückblick aufs Derby gegen den SB Chiemgau Traunstein (0:1): »Insgesamt war ich zufrieden, wir haben eine solide Leistung gezeigt und – solange wir nicht zwei Mann weniger auf dem Platz hatten – auch wenig zugelassen.«

Es sei auch morgen wieder sehr wichtig, in der Defensive gut zu stehen und dann entsprechende Nadelstiche nach vorne zu setzen. Grundsätzlich wolle man jedes Spiel gewinnen, so der Spielertrainer, »doch man muss auch schauen, wie das Spiel läuft.« Unter Umständen wäre er also gegen die Truppe des früheren 1860-Rosenheim-Trainers Wolfgang Schellenberg auch schon mit einem Unentschieden zufrieden. Dann könnte man die Hochzeit von Christian Jung (mit ihm ist auch im SVK-Dress bald wieder zu rechnen) und seiner Lisa bei bester Stimmung genießen – zu dieser Feier ist das »Anschöringer« Team nach dem Spiel an den Wolfgangsee eingeladen.

Die »Zweite« der Sechziger startete mit einem 1:1 bei der DJK Vilzing in die neue Spielzeit. Der Punkt war eher glücklich für die Gäste. Mohamad Awata hatte die Junglöwen in Führung gebracht (13.), ehe Vilzings Neuzugang André Luge (spielte schon für Jena, RB Leipzig und Jahn Regensburg in der III. Liga) den Gleichstand herstellte (30.). »Ich bin absolut zufrieden, wie sich die Mannschaft präsentiert hat«, meinte Schellenberg. Man dürfe nicht vergessen, dass bis auf vier seiner Spieler alle Akteure aus der U 19 kamen.

Yunus Karayün findet es übrigens eine »prima Sache und einen guten Schachzug«, dass die Löwen mit ihrer zweiten Garnitur in der 5. Liga antreten. Er selbst hat auch schon oft gegen 1860 gespielt. »In der Jugend hab’ ich mehrere Derbys mit dem FC Bayern erlebt, und mit dem SV Wacker Burghausen hab’ ich mal in der Regionalliga unter Trainer Mario Demmelbauer mit 2:3 im Grünwalder Stadion gegen 1860 II verloren. Einerseits bitter, weil das Siegtor der Sechziger erst in der Nachspielzeit gefallen ist, doch damals ist mir ein absolutes Traumtor gelungen«, erinnert sich der SVK-Spielertrainer an den 6. September 2014. cs