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Erst der 28. Neunmeter brachte die Entscheidung

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Jonas Neuholzer vom SV Ruhpolding (am Ball) wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Weitere Aufnahmen von der Ruperti-Hallenmeisterschaft finden Sie im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de. (Foto: Weitz)

»Das Finale war der Wahnsinn! Da ist so manchen das Herz in die Hose gerutscht«, resümierte Turnierleiter Andreas Mayländer den Endspiel-Krimi um die Ruperti-Hallenmeisterschaft. Am Ende gab es mit dem SV Ruhpolding einen Überraschungssieger.


Die Mannschaft von Willi Aigner holte mit einem 12:11-Sieg nach Neunmeter-Schießen gegen Pokalverteidiger TSV Altenmarkt den Sieg. Darüber hinaus wurde der SVR von den Trainern und Schiedsrichtern zur fairsten Mannschaft und Jonas Neuhofer zum besten Spieler des Turniers gekürt. Nur eine Ehrung, nämlich die des besten Torhüters, ging nicht ins Biathlon-Mekka, sondern an Matthias Grundl aus Altenmarkt.

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In der Grabenstätter Mehrzweckhalle wurde von Anfang an nach den alten Hallenregeln, aber mit einem Futsal-Ball ansehnlicher »Budenzauber« geboten. »Der Spielplan mit einem echten Endspiel hatte auch mehr Reiz«, betonte Mayländer. Zwar wurde um die Tore und Punkte hart gekämpft, doch die beiden Schiedsrichter Anton Feil (TSV Bad Reichenhall) und Christian Trompke (SC Baldham-Vaterstetten) hatten alles im Griff.

Schon in den ersten Partien war zu sehen, wer vor den gut 200 Zuschauern auf den Halbfinalzug aufspringen würde. In der Gruppe A kam der TSV Altenmarkt ungeschlagen als Gruppenerster ins Ziel. Die ersten beiden Partien gegen Traunwalchen und Teisendorf waren knapp, die Entscheidung um Platz eins entschied die Fleißner-Crew mit 3:0 gegen Ruhpolding für sich. Damit waren beide im Halbfinale, nachdem der SVR die ersten beiden Spiele ohne Gegentor gewonnen hat.

Auch in Gruppe B gab es ein Leistungsgefälle. Der TuS Traunreut kam mit drei Siegen souverän ins Semifinale, wobei das letzte Spiel gegen den SV Kirchanschöring schon verloren schien. 0:2 und 1:3 lag der TuS zurück, ehe mit einem furiosen Endspurt auch den dritten Sieg mit 4:3 gelang. Die »Anschöringer« waren die Überraschung der B-Gruppe: »Wir sind für unsere Zweite Mannschaft eingesprungen, die nicht genug Leute hatte«, informierte Spielertrainer Mühlbacher. Der A-Klassist schreckte die Favoriten. Hart ging es im bedeutungslosen Chiemseederby zwischen Grabenstätt und Chieming zu, das trotzdem die Gemüter erhitzte, aber schlussendlich 3:3 endete.

Die Halbfinals brachten zwei spannungsgeladene Partien: Altenmarkt setzte sich gegen Kirchanschöring mit 5:1 durch, hier war Dominik Seifert der entscheidende Spieler. Zwei Tore und zwei Vorlagen gaben dem Traum von der Titelverteidigung weiter Nahrung. Zur Überraschung kegelte der Kreisklassen-Aufsteiger SV Ruhpolding den Kreisligisten TuS Traunreut aus dem Rennen. 4:3 stand es am Ende, wobei die Aigner-Truppe immer zwei Tore in Führung lag. Zwei Tore entstanden aus Ecken.

Eine klare Sache war die Begegnung um Platz drei, Traunreut sicherte sich mit einem 8:0-Sieg den Bronzeplatz. Hoch her ging es im Finale: Burak Aydin brachte Ruhpolding in Führung, Josef Schmid egalisierte mit einem »Bauernspitz« zum 1:1. In der Schlussminute trafen beiden Mannschaften nochmals den Pfosten, bei zwei weiteren Chancen waren die Torhüter Grundl und der ebenfalls prächtige Tobias Freimoser zur Stelle.

So musste ein Neunmeterschießen entscheiden. Altenmarkt begann mit zwei Fehlschüssen, dann war auf einmal Ruhpolding im Hintertreffen und musste mit dem fünften Schützen Christian Kecht treffen; das gelang. So ging es in die Verlängerung, die Schützen traten teilweise dreimal an, auch beide Torhüter kamen je zweimal zum Zug. Dann war es soweit: Freimoser wehrte den Schuss von Tobias Daxenberger ab und Xaver Utzinger bereitete dem Spektakel ein Ende, es war der 28. Neunmeter, der zur Entscheidung führte.

Bei der Siegerehrung bedankte sich Andreas Mayländer beim Sponsor des Turniers, der Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern, dem TSV Grabenstätt für die Organisation und allen Beteiligten des Turniers und überreichte mit dem Kreisvorsitzenden Bernd Schulz den Siegerpokal.

Die Faschingsgarde des TSV Grabenstätt hatte vor den beiden Finalspielen einen viel beachteten Auftritt, sie zeigten ihr Können unter tosendem Applaus der Zuschauer und sorgten für zusätzliche Unterhaltung der rundum gelungenen Veranstaltung. - td