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Ersatzgeschwächte Burghauser stolpern

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Sein Kampf begeisterte die Traunsteiner Zuschauer: Christoph Köberlin (rotes Trikot) war gegen den Mietrachinger Simon Scholler stets Chef auf der Matte. (Foto: Wittenzellner)

In die Rückrunde ging es für die regionalen Ringervereine. Dabei gab es einige überraschende Ergebnisse. Insgesamt konnten die Männerteams aus dem Ringerbezirk Inn-Chiem vier Mal die Matte als Sieger verlassen.


Alles andere als wunschgemäß verlief der Rückrundenauftakt für den Zweitliga-Spitzenreiter SV Wacker Burghausen, der gegen den ASV Urloffen eine unerwartete 14:19-Niederlage einstecken musste. Allerdings war die Mannschaft des SVW auf drei Positionen mit Ringern aus der zweiten Reihe beziehungsweise dem Jugendbereich besetzt. Die Salzachstädter bleiben aber punktgleich mit Nürnberg und Wes-tendorf Tabellenführer.

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Für eine Überraschung sorgte der SC Anger. Bei der bisher besser platzierten RKG Freiburg gewann das Team aus dem Berchtesgadener Land mit 14:11. Sechs Siege gingen auf das Konto der SCA-Ringer, die sich mit 8:8 Punkten nun aktuell auf dem fünften Tabellenplatz einreihen.

Der TSV Trostberg bot in der Oberliga im Duell mit dem SV Untergriesbach die faktisch beste zur Verfügung stehende Mannschaft auf – inklusive der beiden Ungarn Szabo und Boná. Gereicht hat es am Ende vor 250 Zuschauern trotzdem nicht. Die Alzstätter gewannen vier Mattenduelle zwar jeweils mit der maximalen vier Punkte Ausbeute, was aber letztlich doch zu wenig war. Trostberg bleibt weiterhin Schlusslicht, hat aber einen Kampf weniger als der AC Penzberg, der direkte Konkurrent um den Klassenerhalt.

In der Bayernliga sorgten neun Traunsteiner Ringer gegen den SV Mietraching fast noch für eine faustdicke Überraschung und holten gegen den aufstiegsambitionierten Zweitplatzierten ein achtbares 15:15 und hätten mit etwas mehr Glück insbesondere beim umstrittenen Ausgang des Freistil-Leichtgewichtskampfes zwischen Eduard Tatarinov und dem ungarischen Juniorenmeister Adrian Kranitz (4:6 Punkte) sogar den Sieg in der Tasche gehabt.

Stark präsentierte sich in der Landesliga Süd erneut die Reserve des SC Anger, die beim ATSV Kehlheim beim 23:6 nie in Gefahr kam und sieben der zehn Mattenduelle für sich entscheiden konnte. Mühe hatte der TSV Berchtesgaden vor 200 Zuschauern in eigener Halle beim 19:18 gegen den TSV Kottern. Da die Gäste aber nur acht Ringer auf die Matte brachten, wurde der Kampf mit 40:0 für Berchtesgaden gewertet. Interessant: Die Gastgeber gewannen auf der Matte die ersten fünf Gewichtsklassen, Kottern die nachfolgenden Klassen. Die Tabelle wird weiterhin vom Zweitliga-Aussteiger SC Unterföhring angeführt.

In der Gruppenliga bleibt die Reserve des SV Wacker Burghausen nach einer 23:30-Niederlage bei der TSG Augsburg Tabellenletzter.

Wieder einmal hat der AC Wals seine Ausnahmestellung gezeigt und das Finale in der ersten Österreichischen Bundesliga erreicht. 35:22 hieß es am Ende beim KSK Klaus, neben dem KSV Götzis der schärfste Rivale der Walser. Davon ausgehend, dass der letzte Heimkampf in der Play-Off-Runde in zwei Wochen gewonnen wird, genießt Wals im letzten der beiden Finalkämpfe am 29. November Heimrecht.

In der Schüler-Grenzlandliga teilten sich die Favoriten Olympic Salzburg und SC Anger die Siege. Stark trumpfte der TV Traunstein in Berchtesgaden mit zwei Erfolgen auf und hatte gegen die KG Vigaun/Abtenau zwei Mal das Nachsehen. Burghausen setzte sich in Trostberg durch. awi