weather-image

»Ergebnis stimmt – Leistung noch nicht«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Sie durften sich diesmal beide als Torschützen für den SB Chiemgau feiern lassen: Davut Tahir (links) und Stefan Mauerkirchner. (Foto: Weitz)

TSV Velden: Worschech, Rusch (ab 70. Dax), Weindl, Heller, Abel, Höfelschweiger, Klingmann, Reichvilser, Acipinar, Holzeder (ab 64. Nitzl), Koller.


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Kaltenhauser, Petzka, Bauer, Thudt, Berz, Schön (ab 13. Köppl), Mauerkirchner, Tahir (ab 80. Schützinger), Willberger, Kennedy (ab 46. Marchl).

Anzeige

Schiedsrichter: Herdegen (DJK Regensburg).

Zuschauer: 220.

Tore: 1:0 Koller (17.), 1:1 Tahir (28., Foulelfmeter), 1:2 Mauerkirchner (57.), 1:3 Willberger (63.).

Gelb-Rote Karte: Acipinar (61.) / - .

Die Landesliga-Fußballer des SB Chiemgau Traunstein haben zwar ihrem neuen Trainer Ludwig Trifellner einen 3:1-Sieg beim TSV Velden zum Einstand geschenkt, doch das Gelbe vom Ei war die Vorstellung der Crew um Kapitän Max Bauer nicht. »Das Ergebnis stimmt, die Leistung leider noch nicht«, so das Fazit des ehemaligen Bayern-Torhüters, der beim SBC nicht nur als Interimstrainer fungiert, sondern auch als Nachwuchsleiter für die Trainer-Ausbildung und Trainingssteuerung verantwortlich zeichnet.

Gerade in der ersten halben Stunde hatten die Chiemgauer gravierende Probleme und waren mit dem einen Veldener Treffer durch Michael Koller (17.) noch gut bedient. »Da sind wir immer wieder in Konter gelaufen, haben viel zu oft unsere Ordnung verlassen«, klagt Trifellner. In dieser Phase sei »extrem viel daneben gegangen, und wir hatten auch Schwierigkeiten, uns auf die geilen Druckbälle von Ralf Klingmann (früher TSV Buchbach, d. Red.) einzustellen«.

Hinzu kam das frühe Ausscheiden von Patrick Schön, der schon vor der Veldener 1:0-Führung wegen einer Gehirnerschütterung die Segel streichen musste – für ihn brachte »Lu« Trifellner Neuzugang Andre Köppl (ESV Freilassing) ins Spiel. Doch die Traunsteiner – »die vielleicht auch etwas zu willig waren«, so der Trainer – fingen sich rechtzeitig und schafften durch Davut Tahir den Ausgleich. Er ließ mit einem an Stefan Mauerkirchner verursachten Strafstoß TSV-Schlussmann Fabian Worschech keine Abwehrchance (28.). »Schon vor diesem Elfer haben wir die eine oder andere gute Kombination gezeigt«, freute sich Trifellner über diverse positive Ansätze.

In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Traunsteiner stabiler und bogen nach einer Stunde Spielzeit mit einem Doppelschlag auf die Siegerstraße ein: Zunächst bediente Tobias Berz Offensivmann Mauerkirchner, der Worschech zum 2:1 überlupfte (57.), und nur sechs Minuten verwertete Daniel Willberger einen sehenswerten Angriff über Tahir und Mauerkirchner zum 3:1, indem er sich im Strafraum schnell drehte und per Linksschuss ins lange Eck abschloss. Zu diesem Zeitpunkt waren die Veldener nur noch zu zehnt, denn der Unparteiische Stephan Herdegen (DJK Regensburg) hatte Yüksel Acipinar mit Gelb-Rot vom Platz geschickt (61.).

In der Folge waren die Gäste dem vierten Treffer näher als das niederbayerische Kellerkind dem Anschluss, »doch jetzt haben wir unsere Konter nicht so zu Ende gespielt wie ich mir das vorstelle«, redet der Trainer Klartext. Trotz dieser kritischen Töne von Ludwig Trifellner gab es auch ein Lob für die SBC-Truppe – und das galt indirekt seinem Vorgänger Adam Gawron: »Körperlich ist die Mannschaft fit!«

Das soll sie nun auch im Heimspiel am kommenden Samstag (15 Uhr) gegen den Kirchheimer SC bestätigen. Ein Gegner, der wie Velden in die Kategorie »schlagbar« einzuordnen ist. cs