Erfolgsjahr für Traunreuter Judoka

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Stark präsentierten sich die Judoka des TuS Traunreut sowohl im Ligabetrieb der Männer, wie hier Tom Kühnel (blauer Anzug) im Duell mit dem Teisendorfer Ralf Böhm, sowie in der Nachwuchsarbeit. (Foto: Wittenzellner)

Auf ein rundherum erfolgreiches Jahr kann die Judo-Abteilung des TuS Traunreut zurückblicken. Erster Abteilungsleiter Volker Weberpals präsentierte den rund 30 Mitgliedern im vereinseigenen TuS-Heim eine gute Bilanz und eine aufstrebende Abteilung. Traditionell schloss sich an die Begrüßung der Rückblick auf das vergangene Jahr durch den stellvertretenden Abteilungsleiter Bernd Röder an.


Altersklasse U 15 war sehr aktiv

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»Das Sportjahr 2014 war eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der Abteilung« freute sich Bernd Röder. Die Erfolge hätten sich im Berichtsjahr praktisch in allen Bereichen und Altersklassen eingestellt. So erkämpften in den jüngsten Altersklassen bei den Landkreismeisterschaften 19 Teilnehmer neun Titel. In der Mannschaftswertung spiegelte sich das Ergebnis mit Platz zwei unter elf Vereinen wieder. Lediglich der AC Bad Reichenhall erkämpfte hier mit 33 Teilnehmern zwei Punkte mehr. Die Altersklasse U 15 war im vergangenen Jahr wohl die aktivste. Allein bei den Ranglistenturnieren erkämpfte sie für den TuS 17 Medaillen.

Mit Konstantin Filatov und Kevin Miller qualifizierten sich zwei Athleten des jüngsten Jahrgangs sogar für die Süddeutsche Meisterschaft und belegten dort einen 5. und 7. Platz. Theresa Maric scheiterte grippegeschwächt erst im Stichkampf an der Qualifikation zu dieser Gruppenmeisterschaft. Mit Johanna Pichler, Sarah Weberpals und Dominik Röder qualifizierten sich gleich drei Aktive für die Bayerische Meisterschaft der U 18.

Michael Ehrenlechner sicherte sich den 2. Platz bei der Oberbayerischen Meisterschaft und wurde ebenso wie Kevin Miller und Theresa Maric für den Rene-de-Smet-/Bayernpokal nominiert. Xaver Schwarz verteidigte im Erwachsenenbereich seinen Titel auf Bezirksebene und erreichte einen guten 7. Platz bei der Bayerischen Meisterschaft. Bei den Deutschen Meisterschaften der Ü 30 sicherte sich Gela Dressler zum dritten Mal in Folge den Platz ganz oben auf dem Stockerl. Werner Schneider holte sich die Bronzemedaille.

Im Ligabetrieb erkämpften sich die Jugendmannschaften weiblich und männlich in der Kampfgemeinschaft mit dem AC Bad Reichenhall jeweils den dritten Platz in Oberbayern. Die Bezirksligamannschaft der Männer holte sich wiederum den Titel in der Bezirksliga Süd und gewann auch das Finalturnier in Ingolstadt. So ging der Oberbayerntitel erstmals nach Traunreut. Im Katabereich rechtfertigten Dominik Röder und Markus Coman mit einem 6. Platz ihre Nominierung für die Deutsche Jugend-Kata-Meisterschaft. Der zweite Platz unter 24 Paaren auf der Offenen Oberösterreichischen Meisterschaft zeigte, dass die beiden Jugendlichen auch im Erwachsenenbereich gut mithalten können.

Mit Stefan Maier als Lehrreferent im Bezirk und Volker Weberpals als Kata-Beauftragter für Oberbayern hat der TuS zwei Mitglieder des DAN-Prüferteams in seinen Reihen. Bernd Röder als neuer stellvertretender Kampfrichter-Referent ist Mitglied im erweiterten Gesamtvorstand des Bayerischen Judoverbands. Mit Dominik Röder verfügt die Abteilung über einen weiteren aktiven Kampfrichter.

Finanzieller Bereich macht Probleme

»Die herausragenden Ergebnisse bedeuten natürlich einen enormen Aufwand für die Abteilungsverantwortlichen«, betonte Abteilungschef Volker Weberpals und rief alle Vereinsmitglieder auf, sich aktiv in die Abteilung einzubringen sowie Trainer und Betreuer zu unterstützen. Ein weiteres Problem liege im finanziellen Bereich, nachdem der Hauptverein den Abteilungsetat bereits im Berichtsjahr gekürzt habe und dies auch für das laufende Jahr zu befürchten sei. »Es wird schwierig werden, den Sportbetrieb auf diesem Niveau ohne weitere Einnahmequellen zu bestreiten« machten die Abteilungsverantwortlichen Volker Weberpals und Bernd Röder deutlich.

Dennoch gab es auch einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr: Erstmalig wird der TuS mit einer Damenmannschaft in der Landesliga Süd an den Start gehen. Die Mannschaftsführerin Steffi Schneider werde eine schlagkräftige Mannschaft an den Start bringen und habe bereits zahlreiche Zusagen von lokalen Sponsoren für den Ligabetrieb. Auch werde man an Pfingsten wieder mit einer Gruppe Judoka in die Partnerstadt Lucé reisen. awi

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