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Erfolgreiche Premiere auf der Nordschleife

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Markeninterner Zweikampf um den Sieg in der Klasse der GT-4-Fahrzeuge. Christopher Haase (Nr. 173) vor dem KTM X-Bow der Gebrüder Stuck. (Foto: Gruppe C GmbH)

Sieg bei einer neuen Herausforderung: Als Gastfahrer ging der Kirchanschöringer Christopher Haase im 250-Meilen-Rennen auf dem Nürburgring im KTM X-Bow GT 4 ins Rennen – und feierte prompt mit seinem Teamkollegen Arne Hoffmeister den Klassensieg. Für KTM war es eine erfolgreiche Premiere auf der Nordschleife.


Haase fuhr für das Team Isert. »Ich war bei diesem Rennen im KTM unterwegs, da ich noch immer sehr guten Kontakt zu meinem früheren Sponsor (flatex) sowie zu meinem langjährigen Begleiter Uwe Isert habe, der nun seit diesem Jahr selbst ein Motorsportteam aufbaut (Team Isert)«, so der 29-Jährige.

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»Der Audi-Motor schiebt ordentlich nach vorne«

»Außerdem ist im KTM X-Bow ein starker Audi-Motor verbaut, der ordentlich nach vorne schiebt«, freut sich der Audi-Werksfahrer. Und: »Mit der alten GT-4-Version des KTM-X-Bow wurde ich 2008 zum ersten Mal Europameister, auch daher war es für mich mit KTM eher ein Treffen alter Bekannter.«

Dazu kommt, dass der Leichtgewichts-Supersportwagen aus Österreich in Zusammenarbeit mit dem Team Reiter Engineering aus Kirchanschöring entwickelt wurde – auch für dieses Team fuhr Haase schon in seiner Karriere.

Schon im Zeittraining legten Haase/Hoffmeister in der Klasse der GT-4-Fahrzeuge die Bestzeit hin. Sie lagen vor ihren KTM-Markenkollegen Johannes und Ferdinand Stuck aus dem oberösterreichischen True Racing Team.

Da die Strecke zum Rennbeginn noch nass war, setzten zunächst alle Teams auf Regenreifen. Im 153 Autos starken Feld erwischten sowohl Christopher Haase als auch Ferdinand Stuck einen guten Start. Bis die ersten Boxenstopps absolviert wurden, lagen sie im Gesamtfeld – in dem sich auch stärker motorisierte Fahrzeuge der GT-4-Klasse befanden – auf dem 14. und 16. Gesamtplatz.

In der GT-4-Klasse lagen Haase und Stuck ganz vorne. Das Team der Gebrüder Stuck setzte bei abtrocknender Strecke auf einen frühzeitigen Reifenwechsel, um so bald wie möglich bessere Zeiten fahren zu können. Dagegen blieb Haase etwas länger auf der Strecke was sich später auszahlen sollte.

Nach den Fahrerwechseln nach gut zwei Stunden, die mit den ersten Stopps verbunden waren, lieferten sich dann Johannes Stuck und Arne Hoffmeister einen packenden Zweikampf. Doch kurz vor Schluss musste das True Racing Team nochmals einen kurzen Boxenaufenthalt einlegen, und so waren Haase/Hoffmeister doch klar vorn. Dritte der Klasse wurden Norbert Bermes/Wolfgang Weber/Hendrik Still/Timo Mölig mit einem Aston Martin Vantage V8 GT 4.

Gesamtsieg für Dominik und Mario Farnbacher

Das Gesamtrennen gewannen Dominik und Mario Farnbacher im Lexus RC-F GT Prototype. Sie schafften in 4:06:09 Stunden ihre 28 Runden und setzten sich mit 33,5 Sekunden Vorsprung vor Alexander Sims (Großbritannien) und Stef Dusseldorp (Norwegen) im BMW M6 GT 3 durch. Dritte wurden die ADAC-GT-Masters-Gesamtsieger Connor de Philippi/Christopher Mies in ihrem Audi R 8 LMS des Teams Montaplast by Land-Motorsport. Für das Freilassinger Team Schnitzer Motorsport wurden Jens Klingmann/Nico Menzel im BMW M6 GT 3 Sechste.

»Die GT-3-Fahrzeuge können eine schnelle Runde schon mal in 7:59 Minuten absolvieren, bei uns sind es gut 8:41 Minuten«, erklärt Haase den Unterschied zwischen den Fahrzeug-Kategorien. Doch auch das ergibt noch einen Schnitt von über 168 Stundenkilometer – beim GT-3-Auto sind es sogar über 180 km/h.

In der vertrauten GT-3-Kategorie wird er dann am letzten Oktober-Wochenende im Einsatz sein. Vom 28. bis 30. Oktober wird er in Zhuhai (China) einen Gaststart in der Asian-Le-Mans-Series absolvieren. Dort hofft er dann zum Saisonabschluss wieder auf eine vordere Platzierung. who