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Erfolg im Supermoto: Steffi Köberle feiert sensationellen Heimsieg

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Steffi Köberle feierte bei der 10. Auflage des Fridolfinger Supermoto einen überragenden Heimsieg. (Foto: www.Fotoimpressionen.org)

Was für ein perfektes Wochenende für Steffi Köberle: Sie konnte beim 10. Fridolfinger Supermoto im Rahmen des Grenzlandcups ihren Heimvorteil nutzen und im Gewerbegebiet Kaltenbrunn in der Klasse Young Racer einen Sieg einfahren – und dabei hat sie in dieser Saison ihren Schwerpunkt ja nicht auf die Supermoto-Rennserie gelegt.


Den zahlreichen Zuschauern wurden in den zehn Wertungsklassen jedenfalls Motorsport vom Feinsten geboten, zudem gab's ja auch ein buntes Rahmenprogramm. Insgesamt gingen rund 150 Aktive aus fünf Nationen an den Start.

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Hoch her ging es in der Prestige-Klasse. Dort trafen ja die schnellsten Piloten aus der Deutschen, der Österreichischen und der Tschechischen Meisterschaft aufeinander. Am Ende sicherte sich Bernhard Hitzenberger vom MSV Schwanenstadt den Gesamtsieg. Auf Platz drei landete der Inzeller Peter Mayerbüchler – eine starke Leistung. Von den drei weiteren heimischen Fahrern schaffte der Freilassinger Kevin Zahorak mit dem 8. Gesamtplatz den Sprung in die Top 10. Ludwig Eschlberger aus Surheim belegte den 11. Platz und einen Rang dahinter reihte sich noch der Fridolfinger Moritz Weindl ein.

In der Klasse Young Racer lief es für die Fridolfingerin Steffi Köberle bereits im freien Training gut. Dort konnte sie die Strecke, die in diesem Jahr durch viele Änderungen komplett neu war, bestens kennenlernen. »Auch das Zeittraining lief perfekt«, freute sie sich. Und so holte sich Steffi Köberle den ersten Startplatz mit einem Vorsprung von fast Zweizehntelsekunden.

Auch ihre Schwester Niccole Köberle fuhr in der Klasse Amateure Beginner in den Trainings gute Zeiten. Und sie hatte eine große Konkurrenz, schließlich starteten in dieser Klasse in diesem Jahr 32 Teilnehmer in Fridolfing. Sie kam im Zeittraining mit den ständig wechselnden Verhältnissen aber nicht mehr so gut zurecht. Immerhin erreichte sie im sechzehnten und letzten Umlauf noch den sehr guten zwölften Startplatz.

Am Renntag selber gab's dann wieder einmal schwierige Bedingungen in Fridolfing: Durch die lang anhaltenden Regenfälle in der Nacht war der anspruchsvolle Offroad-Anteil zum Warmup nicht fahrbar und es musste auf die Regenvariante ausgewichen werden. Bis zum ersten Rennen bereitete der Gastgeber, der AMC Freilassing, die Strecke aber einmal mehr bestens vor und so konnte das volle Programm durchgezogen werden.

In der Klasse Amateure Beginner legte Nicole Köberle wie gewohnt einen sehr guten Start hin und lag bereits in der ersten Kurve auf Platz acht. Durch einen kleinen Rutscher zum Ende des Rennens verlor sie jedoch noch zwei Plätze und erreichte den 13. Rang.

Im zweiten Lauf fuhr Nicole Köberle erneut stark und lag zeitweise auf Platz sechs. Am Ende fuhr sie als Achte über die Ziellinie und war damit sehr zufrieden. In der Gesamtwertung kam sie auf Platz zehn. Den Gesamtsieg sicherte sich Andreas Roser vom Team Grinningskull. Er setzte sich damit vor dem Surheimer Thomas Dandl (AMC Freilassing/MSC-TK/MCE Thurnberg) durch. Der Kirchanschöringer Tobias Gitzinger vom MSC Tittmoning-Kirchanschöring wurde in der Gesamtwertung Siebzehnter.

Vor etwa 1000 Zuschauern behielt Steffi Köberle in der Klasse Young Racer die Nerven. In dieser Klasse starten die »jungen Wilden« mit Motorrädern bis 450 ccm und einer maximalen Leistung von über 60 PS. Diese Klasse ist im Grenzlandcup die zweitschnellste hinter der Klasse Prestige.

Nach dem Erlöschen der Startampel setzte sich der von Platz drei startende Thomas Hiebl an die Spitze. Es entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen ihm und der Fridolfingerin, die in dieser Saison erst rund drei Stunden mit dem Supermoto-Motorrad trainiert hatte. Köberle hatte keine Möglichkeit, an Hiebl vorbeizukommen und dieser siegte mit rund zwei Sekunden Vorsprung.

Auch im zweiten Lauf ging Steffi Köberle motiviert an den Start. Für sie wird es in dieser Saison ja das einzige Supermoto-Rennen bleiben, sonst fährt sie im Motocross in der ADAC-Südbayernserie und teilweise auch im österreichischen Alpencup und im Chiemgau-Cross-Cup. Damit war der Druck von Anfang an nicht zu groß und sie konnte das Rennen gelassen angehen.

In diesem Lauf hatte sie den deutlich besseren Start und setzte sich diesmal vor Hiebl. Ihr Konkurrent riskierte viel und schließlich zwang ihn ein Fahrfehler im Offroadteil zu Boden, damit fiel er auf Platz neun zurück. Auch die anderen Gegner verloren durch Fahrfehler zum Schluss des Rennens den Anschluss. Und so konnte Steffi Köberle einen klaren Start-Ziel-Sieg mit einem Vorsprung von über Zweizehntelsekunden verbuchen. In der Gesamtwertung setzte sie sich damit an die Spitze.

In der Klasse Amateure Elite hatte am Ende Thomas Köberle (AMC Freilassing), der Cousin von Steffi und Nicole Köberle, aus Petting die Nase vorn. Rudolf Lechner von Lechner Racing hatte kein Glück. Der Fridolfinger musste sich mit Platz 23 in der stark besetzten Klasse zufrieden geben.

Der Österreicher Martin Derfler gewann die Klasse Crazy Old Boys, in der die Fahrer der Ü 40 starten. Michael Kozlirsch (MSC Tittmoning-Kirchanschöring) belegte den 6. Platz. In der Klasse Gentlemann Ü 50 hatte der Surheimer Bernd Zahlauer das Sagen (ZZ-Racing/AMC Freilassing) und in der Stoppel-Klasse siegte Ralf Amicht (Danube Racing Team). Der Kirchanschöringer Markus Kleinwötzl holte sich den 12. Platz und Dennis Buckmann aus Fridolfing belegte den 23. Rang. SB