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»Er ist ein Glücksfall für uns«

Insgesamt gut 3000 Zuschauer verbuchte der Eisschnelllauf-Weltcup in Inzell an diesem Wochenende. »Damit bin ich sehr zufrieden«, so Hubert Graf, der OK-Chef des Weltcups. Denn an beiden Tagen hielten die Biathlon-WM, die alpine Ski-WM sowie Faschingszüge in der Region sicher einige Fans davon ab, in die Max-Aicher-Arena zu kommen.

Aber mit dieser Zuschauerzahl komme man finanziell »ganz gut über die Runden«. Wichtiger aber sei: »Wir haben beim Weltverband ISU gezeigt, dass wir auch so einen Weltcup mit einem sehr langatmigem Programm gut über die Bühne bekommen«, freute sich der Inzeller. Angesichts der Regularien hatte man ja noch zwischen den Rennen teilweise offizielle Trainingszeiten für die A-Gruppen anbieten müssen.

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Deshalb und wegen der TV-Übertragungszeiten hatte man auch den Zeitplan angepasst: »Normal hätten wir die B-Gruppen alle am Vormittag und die A-Gruppen nachmittags laufen lassen.« Da die Übertragungen aber mittags stattfanden, rückten die A-Gruppen in die »Mitte« – und es gab vor und nach den A-Rennen noch B-Wettbewerbe.

»Aber wir sind froh über die Live-Übertragungen im Fernsehen, und die ARD hat gestern sogar noch einige kurze Einblendungen zu späteren Zeiten gebraucht«, freute sich Graf.

Er bedauerte das Pech von Lokalmatador Hubert Hirschbichler. Zunächst hatte dessen Gegner einen Fehlstart verursacht. Egal, wer dann für den zweiten Fehlstart sorgt – dieser Sportler wird disqualifiziert. Das passierte dem jungen Inzeller. »Der Starter hat sehr unterschiedlich lange gewartet, sodass es für die Sportler eh schon schwierig war. Und beim zweiten Start war Hubert schon lange in Position, sein Gegner hat lange gewartet. Dann hat Hubert sich nur leicht bewegt, und schon war er weg«, so Graf. Dennoch hofft er, dass der junge Inzeller seinen Weg weiter machen wird.

Der »absolute Glücksfall für uns« sei aber natürlich Moritz Geisreiter. »Nicht nur, wie er läuft, sondern auch, wie er sich präsentiert, ist toll für uns.«

Toll war auch wieder die Qualität des Eises, und dafür hatte man viel getan. Zum einen hatte man für die Eisbereitung vor den wichtigsten Läufen 55 Minuten Zeit eingeplant, zum anderen »haben wir nur eine Tür geöffnet und da noch ein Zelt davor gehabt, um die Feuchtigkeit rauszuhalten. Alles unter 48 Prozent ist gut«, so Graf, dessen Team diesmal rund 100 Helfer umfasst hatte.

»Wir haben der ISU gezeigt, dass wir parat stehen. Denn wir wollen ja auch möglichst nächstes Jahr wieder einen Weltcup bekommen«, so Graf. Mit gutem Eis, guter Organisation und guter Stimmung dürfte man diesem Ziel näher gekommen sein ... who