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»Er hat den Fußball in Oberbayern verkörpert«

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Er war eine feste Größe im Bayerischen Fußball-Verband: Horst Winkler. (Foto: BFV)

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) trauert um seinen Vizepräsidenten Horst Winkler. Der oberbayerische Bezirksvorsitzende verstarb in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Alter von 67 Jahren in München.


Nach dem Besuch des Champions League-Spiels FC Bayern München gegen Twente Enschede (Frauen) im Grünwalder Stadion erlitt Horst Winkler einen Herzinfarkt. Sanitäter konnten ihn zunächst wiederbeleben und in ein Krankenhaus einliefern. Dort erlag Winkler jedoch einige Stunden später den Folgen des Infarkts.

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»Den Fußball im Bezirk hervorragend aufgestellt«

»Wir sind geschockt und fassungslos. Unsere Gedanken sind in diesem schweren Moment bei seiner Familie«, sagt BFV-Präsident Rainer Koch. »Wir haben eine herausragende Persönlichkeit verloren. Horst Winkler hat den Fußball in seinem Bezirk Oberbayern hervorragend aufgestellt und darüber hinaus im Vorstand und Präsidium des BFV auch für den Amateurfußball in ganz Bayern exzellente Arbeit geleistet.«

Oberbayerns stellvertretender Bezirks-Vorsitzender Robert Schraudner sagt: »Horst Winkler hat den Fußball in Oberbayern verkörpert, entscheidend geprägt und weiterentwickelt. Sein großes Interesse galt immer allen Bereichen, dem Herren- und Frauenfußball, dem Jugendfußball und den Schiedsrichtern. Neben der Familie war Fußball der wichtigste Bestandteil in seinem Leben. Er war hoch engagiert, hatte immer ein offenes Ohr für die Vereine und konnte, wenn es nötig war, auch klare Worte sprechen.«

Horst Winkler begann seine BFV-Funktionärslaufbahn 1976 als Gruppen-Spielleiter im Kreis Inn/Salzach. 1990 übernahm er den Posten des Kreis-Spielleiters, 1999 wurde er zudem Kreis-Ehrenamtsbeauftragter. Auf Bezirksebene war Winkler vier Jahre lang Bezirks-Spielleiter, ehe er 2006 den oberbayerischen Bezirks-Vorsitz von Alfred Fackler übernahm und Mitglied im Verbandsvorstand wurde.

Auf dem Verbandstag 2014 wählten die Delegierten den Rosenheimer (Heimatverein DJK Kolbermoor) in Bad Gögging mit großer Mehrheit zum Vizepräsidenten. Im Vorstand und Präsidium des BFV war Winkler insbesondere für die Online-Strategie verantwortlich. Leidenschaftlich und mit viel Herzblut setzte er sich dafür ein, dass der Verband technisch stets »am Puls der Zeit« war. Mit seinem Know-how trug er maßgeblich dazu bei, dass sich der Elektronische Spielbericht (ESB), die BFV-App und der BFV-Liveticker in kürzester Zeit zu absoluten Erfolgsmodellen entwickelten.

Führende Rolle bei »Pro Amateurfußball«

Eine führende Rolle übernahm Horst Winkler auch in der BFV-Steuerungsgruppe »Pro Amateurfußball« sowie den BFV-Kommissionen »Zukunftsentwicklung des Fußballs« und »Bildung«. Als zahlreiche bayerische Vereine 2013 vom Hochwasser betroffen waren, organisierte er als Vorsitzender der Arbeitsgruppe »Fluthilfe« materielle und finanzielle Unterstützung durch BFV und DFB.

Für seine Verdienste um den Fußball hat Winkler im Laufe seiner knapp 40-jährigen Funktionärslaufbahn zahlreiche Auszeichnungen erhalten – darunter die Verbands-Ehrenmedaillen und die Verbands-Verdienstnadeln in Silber und Gold sowie die DFB-Verdienstnadel.

Horst Winkler hinterlässt seine Frau und vier Kinder. fb

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