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Entscheidung im Siebenmeterwerfen

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Ein dramatisches Pokalspiel, das nach zweieinhalb Stunden durch Siebenmeterwerfen entschieden wurde, boten die Handballdamen des SB Chiemgau Traunstein jetzt in der Halle des Chiemgau-Gymnasiums. Nach einem Freilos bekamen es die Kreisstädterinnen in der 2. Runde des Oberbayerischen Pokalwettbewerbs mit dem TSV München-Solln zu tun, der mit 27:26 bezwungen werden konnte.


Gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt machte sich neben der Winterpause auch das Fehlen von Spielmacherin Claudia Enzinger (verhindert) sowie von Andrea Strasser und Christina Zech (beide verletzt) deutlich bemerkbar. Das Spiel der Sportbund-Damen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus der benachbarten Bezirksklasse Gruppe I ließ in der ersten Halbzeit aufgrund einer Vielzahl von technischen Fehlern deutlich zu wünschen übrig.

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Dem Angriffsspiel des Tabellenführers der Bezirksklasse Gruppe III fehlte jede Effektivität und auch die Abwehrleistung verlief viel zu nachlässig. Einzig Nachwuchsspielerin Sandra Köhn sorgte in der ersten Viertelstunde der Begegnung für Akzente. Ansonsten blieben die Chiemgauerinnen überraschend harmlos.

Somit hatten die Münchnerinnen nur wenig Mühe, das Spiel in die Hand zu nehmen und für eine zwischenzeitliche 7:2-Führung zu sorgen. Eine Auszeit des Traunsteiner Trainergespanns sorgte dann aber zumindest im Defensivbereich der Kreisstädterinnen für eine wesentliche Steigerung. München-Solln gelang fortan bis zur Halbzeitpause kein einziger Torerfolg mehr.

Im Gegenzug scheiterten die Gastgeberinnen jedoch immer wieder an der starken Münchner-Torfrau. Dennoch schaffte es der SBC sich bis zur Halbzeitpause wieder heranzukämpfen. Regine Grandl nach Zuspiel von Melanie Jobst und Kreisspielerin Julia Behr sorgten in der 24. Minute für das 4:7, ehe Sabine Rist nach einer starken Eins-gegen-Eins-Situation in der 30. Minute der Treffer zum 5:7-Halbzeitstand gelang.

Nach der Halbzeitpause brauchten Traunsteins Damen wieder lange, um ins Spiel zu finden, während Solln viel agiler und entschlossener im Angriffsspiel wirkte und in der 35. Minute die Führung erneut ausbauen konnte.

Über die an diesem Tag sehr stark spielende Sabine Rist sowie durch Nachwuchsspielerinnen Leslie Geisberger und die erst 16-jährige Regine Grandl kämpften sich die Kreisstädterinnen in die Begegnung zurück. Stark herausgespielte Eins-gegen-Eins-Situationen sorgten nun für den Erfolg und setzten die Münchner-Abwehr zunehmend unter Druck. Die Begegnung gestaltete sich nun immer ausgeglichen.

Zum Ende des Spiels wurde es dann noch mal hektisch. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit die Partie für sich zu entscheiden. Traunstein führte mit 18:17, ehe München-Solln sich mit einem verwandelten Siebenmeter zum 18:18 in die Verlängerung retten konnte.

In der ersten Hälfte der Verlängerung präsentierten sich die Münchnerinnen als die bessere Mannschaft und führten in der 65. Minute verdient mit 19:21. Traunstein hingegen verlor zu diesem Zeitpunkt mit Sabine Rist eine seiner stärksten Spielerinnen durch eine überzogene Rote Karte. Trotz der darauf resultierenden Unterzahlsituation kämpften die Gastgeberinnen um jeden Ball. Köhn aus dem Rückraum und Geisberger durch einen verwandelten Siebenmeter sorgten für den 21:22-Anschlusstreffer. Sandra Köhn sorgte mit einem souverän verwandelten Gegenstoß für das 22:22.

München-Solln warf nun alles in die Waagschale. Vor allem über die zweite Reihe waren die Gäste jetzt erfolgreich. Doch Traunstein blieb dran und erkämpfte ein 25:25. Somit musste die Pokalpartie im Siebenmeterwerfen entschieden werden. Hier hatte der SB Chiemgau Traunstein durch Melanie Jobst und Leslie Geisberger die Nase vorne, zumal die Münchner Spielerinnen vor Torfrau Christine Augustin zu sehr mit ihren Nerven haderten.

Für den SBC Traunstein spielten: Christina Augustin und Louisa Hofmann im Tor sowie Christine Luppa, Sandra Forche, Sandra Köhn (6), Melanie Jobst (1), Leslie Geisberger (6/2), Julia Behr (1), Regine Grandl (8), Antonia Voelske, Sabine Rist (5) und Angela Eder. ala