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»Endlich wieder ein Rennen«

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Frederic Funk zeigte beim Mostiman in Österreich trotz seines kaputten Rennanzugs eine starke Leistung. Der Unterwössener Profi-Triathlet wurde am Ende Fünfter.

Auch hinter der 11. Auflage des Mostiman in Österreich hat lange Zeit ein dickes Fragzeichen gestanden – letztlich konnte die Triathlonveranstaltung unter strengen Corona-Auflagen stattfinden und viele Topleute aus ganz Europa nutzten die Gelegenheit, um endlich das erste Mal in diesem Jahr an der Startlinie stehen zu können. Auch der junge Triathlet Frederic Funk aus Unterwössen war in Niederösterreich dabei und kam bei dem top besetzten Sprintrennen, bei dem auch die Österreichischen Staatsmeister ermittelt wurden, auf den starken fünften Platz.


»Endlich wieder ein Rennen«, freute sich der 22 Jahre alte Profi auch noch einige Tage nach dem Wettkampf im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Für ihn war es der erste Einsatz in diesem Jahr. Und auch deshalb »war die Vorfreude darauf ziemlich groß«. Funk ergänzte: »Es war einfach mal wieder schön, diese Nervosität vor dem Start zu spüren.« Zudem könne man in einem Wettkampf einfach ein paar Prozent mehr aus sich herausholen als im Training, betonte Funk.

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Beim Mostiman mussten die Triathleten 750 Meter Schwimmen, 19 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Bei den Frauen ging der Sieg an die Österreicherin Therese Feuersinger (1:00:56 Stunden). Bei den Männern gewann der Norweger Kristian Blummenfelt, der 2016 bei den Olympischen Spielen gestartet ist, in 54:02 Minuten. Direkt dahinter reihten sich der Deutsche Simon Henseleit (54:43) und der Österreicher Alois Knabl (54:48), der sich damit die Österreichische Staatsmeisterschaft sicherte, ein.

Funk benötigte für die Strecke 55:01 Minuten. »Die Abstände waren also sehr gering«, betonte der sympathische Sportler. Er kam damit übrigens vor dem amtierenden Ironman-Weltmeister 70.3 ins Ziel: Der Norweger Gustav Iden wurde am Ende Zehnter (55:48).

Der Mostiman wurde ja unter Corona-Bedingungen durchgeführt und so gingen die Teilnehmer im Einzelstart mit zehn Sekunden-Startintervallen ins Wasser. Die Auflagen störten Funk wenig. »Es hat alles recht gut funktioniert«, betonte er. »Andere Veranstalter können sich da sicherlich etwas abschauen«, hob er noch hervor.

Insgesamt sei der Wettkampf sehr positiv für ihn verlaufen, bilanzierte der Schützling von Trainer Dan Lorang. Nur mit dem Schwimmen in Wallsee war er nicht ganz so zufrieden. Beim ersten Wechsel ging dann wieder der Reißverschluss seines Wettkampfanzugs kaputt. »Mit etwas mehr Ruhe hätte ich es reparieren können, aber die hat man halt im Wettkampf nicht.« Also ging der Athlet des Teams Erdinger Alkoholfrei mit einem halb offenen Anzug aufs Rad. »Das hat mich sicherlich ein paar Sekunden gekostet«, sagte Funk.

Allerdings schaffte er trotz des Handicaps die schnellste Radzeit – und war damit sehr zufrieden. Beim Laufen lief ebenfalls alles rund – bis auf eine kleine Zeitstrafe, die kassierte Funk dafür, dass er sein Rad in der Wechselzone falsch herum eingehängt hatte. »Bis auf die paar kleinen Missgeschicke war es also unter dem Strich ein gutes Rennen«, fasste Frederic Funk zusammen.

Und jetzt? Der Unterwössener darf es diese Woche ruhig angehen lassen, ab nächster Woche wird dann wieder richtig trainiert. Ansonsten heißt es weiter: Abwarten und geduldig sein. »Ich hoffe, dass im September vielleicht noch der eine oder andere Wettkampf sein wird«, sagte Funk, der auch sein Online-Studium »Internationales Management« weiter vorantreibt.

Endgültig abgesagt wurde jetzt die Ironman-WM 70.3 in Taupo (Neuseeland). Funk hatte ja bis zuletzt gehofft, dass ein neuer Termin dafür im Januar oder Februar gefunden wird. Sein Startrecht behält er trotzdem: Frederic Funk darf nun bei der Ironman-WM 70.3 in St. George im Bundesstaat Utah dabei sein. Bleibt zu hoffen, dass die Triathleten im neuen Jahr dann auch endlich wieder richtig durchstarten dürfen. SB

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