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»Endlich kann ich richtiges Krafttraining machen«

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Er greift auch in der kommenden Saison wieder an: der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher. (Foto: Weitz)

Die vergangene Saison hatte für ihn perfekt begonnen – und dann abrupt geendet: Eisspeedway-Pilot Stefan Pletschacher aus Ruhpolding hatte sich auf direktem Wege in der WM-Qualifikation einen Platz im Grand Prix gesichert. Dann aber folgte ein Sturz bei einem Testrennen in Steingaden, und so war die Saison für ihn beendet, noch ehe sie richtig begonnen hatte.


Doch jetzt sind die Auswirkungen der Verletzung endlich überwunden: »Seit einem Monat kann ich wieder richtiges Krafttraining machen«, zeigt sich der 38-Jährige erleichtert. Denn bei dem Sturz hatte er sich an der Schulter verletzt, einige Bänder waren gerissen.

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Trotz gelungener Operation dauerte es monatelang, bis er seinen Arm wieder heben konnte, auch im Beruf als Busfahrer fiel er lange aus. »Es war einfach zu viel kaputt«, so Pletschacher.

Doch nun steigt die Vorfreude auf seine mittlerweile 21. Saison im Eisspeedway. Diese beinhaltet für ihn ja als Saisonhöhepunkt den Eisspeedway-Grand-Prix in Inzell (17./18. März 2018). Schließlich kann er auf bewährtes Material setzen. »Es war ja in der vergangenen Saison alles schon für die WM vorbereitet, und beim Sturz ist an der Maschine fast nichts kaputtgegangen.« Zudem bildet der Ruhpoldinger wieder mit dem Niederösterreicher Harald Simon das Team Stahlwerk Annahütte.

Ein erster Test, ob die Verletzung auch vom fahrerischen her gut überstanden ist, steht für Pletschacher ab Ende November an. Vom 28. November bis 5. Dezember steht nämlich in Kamensk-Uralsky (Russland) ein Trainingslager an, »und ich habe mich dafür angemeldet.«

Er hofft, dass sich die 5000 Kilometer weite Anreise lohnt und er wichtige Rückschlüsse für die folgenden Rennen ziehen kann. Insgesamt sieht er deren Verlauf zuversichtlich entgegen: »Der Platz für die WM-Qualifikation steht mir zu, und ich habe nichts zu verlieren.«

Um sich für die Grand-Prix-Serie (WM) zu qualifizieren, muss Pletschacher bereits im Januar in sehr guter Form sein. Denn bei den zwei WM-Qualifikationen, die am 12./13. Januar 2018 in Finnland (in Ylitornio) sowie in Schweden (Ort noch nicht definitiv bekannt) zeitgleich geplant sind, ist die Auslese hart. Nur wenige Piloten pro Veranstaltung schaffen es zur WM.

Einer der 16 Plätze pro Hauptfeld ist dem Titelverteidiger vorbehalten, zudem gibt es je eine Veranstalter-Wildcard und voraussichtlich bis zu vier permanente Wildcards des Weltverbandes FIM. Trotzdem: Der Ruhpoldinger sieht seine Chancen, sich für die Serie zu qualifizieren, durchaus intakt.

Los geht es mit dem Grand Prix dann am Wochenende 3./4. Februar. Es schließt sich eine Woche später die Team-WM in Schadrinsk (Russland) an, wiederum eine Woche später geht es im GP in Togliatti (Russland) weiter.

Nach einer kleinen Pause folgt am Donnerstag, 1. März die Deutsche Meisterschaft in Berlin und am 3./4. März der GP – ebenfalls in Berlin. Zwei Wochen Pause gibt es dann vor dem GP in Inzell, aber gleich drei danach noch vor dem GP-Abschluss in Heerenveen (Niederlande/7. und 8. April): »Das ist für alle Fahrer eigentlich viel zu spät«, klagt der 38-Jährige.

Doch davon will er sich die Vorfreude auf die Saison nicht nehmen lassen – schon gar nicht die Vorfreude auf sein »Heimspiel« in der Max-Aicher-Arena in Inzell. Zwar hat die veranstaltende Landesgruppe Südbayern des DMV vom Weltverband FIM noch keine definitive Terminbestätigung erhalten, dennoch laufen die Planungen auf Hochtouren. Auch der Vorverkauf hat bereits seit einiger Zeit begonnen. Die DMV-Landesgruppe betont, dass sie besonders stolz darauf sei, dass die Eintrittspreise stabil gehalten wurden. Zudem versprechen die Veranstalter »die ein oder andere Neuerung« für das Rennen.

Bewährt bleiben soll aber, dass möglichst viele heimische Teilnehmer dem GP-Feld angehören. Neben Günther Bauer (Schleching) und Max Niedermaier (Edling) dürfte dabei auch Pletschacher gute Chancen haben, sich einen Platz für den GP zu sichern. Und dann will er auf dem Inzeller Eis der Konkurrenz gehörig »einheizen« ... who

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