weather-image
25°

EM-Silber in der Staffel für Annika Knoll

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Sie holte mit der deutschen Staffel Silber bei der Biathlon-EM in Estland: Annika Knoll (vorn) vom Stützpunkt Ruhpolding. (Foto: Wukits)

Gelungener Abschluss für die deutschen Biathletinnen bei den Europameisterschaften in Otepää (Estland): In der Staffel gab es das ersehnte Edelmetall für Annika Knoll (SC Friedenweiler/Stützpunkt Ruhpolding), Tina Bachmann (SG Stahl Schmiedeberg), Maren Hammerschmidt (SK Winterberg) und Karolin Horchler /WSV Clausthal-Zellerfeld). Sie wurden Zweite hinter der Ukraine. Dagegen mussten sich die Herren mit dem fünften Platz begnügen.


Die Damen lieferten sich mit der Ukraine, Frankreich, Polen und Weißrussland einen spannenden Kampf um die ersten Plätze. Nach der ersten Runde lag Gastgeber Estland dank einer starken Leistung von Kadri Lehtla in Führung, fiel letztlich aber auf den 9. Platz zurück. Fast gleichauf mit Lehtla war Frankreichs Startläuferin Anais Chevalier (+ 0,1), dahinter folgten Annika Knoll (+ 10,1), Julia Dzchyma (Ukraine/+ 10,6) und Polens Monika Hojnisz (+ 40,6).

Anzeige

Trotz zweier Nachlader brachte Tina Bachmann (SG Stahl Schmiedeberg) die deutsche Mannschaft 0,4 Sekunden vor Polen (Magdalena Gwizdon) nach vorn, Frankreich, Weißrussland und die Ukraine folgten. Weronika Nowakowska-Ziemniak brachte Polen als dritte Läuferin knapp vor Maren Hammerschmidt (SK Winterberg), Frankreich, der Ukraine und Weißrussland auf den ersten Platz. Die ukrainische Schlussläuferin Irina Varynett schoss fehlerfrei und holte sich Gold vor der DSV-Staffel mit Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+18,6), Frankreich (+ 21,4), Polen (+ 39,9) und Weißrussland (+ 1:14,9). Erfreulich waren auch die Schießleistungen: Knoll schoss fehlerfrei, bei Bachmann (2), Hammerschmidt (3) und Horchler (1) waren es nur wenige Nachlader.

Die Herren traten mit Matthias Bischl (SV Söchering), Florian Graf (WSV Eppenschlag), Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl/beide Stützpunkt Ruhpolding) sowie dem Oberhofer Christoph Stephan an – und vergaben ihre Medaillenchancen letztlich am Schießstand.

Bischl (1 Nachlader) übergab mit 1,2 Sekunden hinter Russland und 0,9 Sekunden hinter Kasachstan als Dritter auf Florian Graf. Dieser verlor beim ersten Schießen (drei Nachlader und eine Strafrunde) viel Zeit und war danach zunächst Sechster (+ 45,7 Sekunden). Doch im zweiten Schießen unterlief ihm nur noch ein Fehler, und mit starker läuferischer Leistung übergab er als Fünfter. Es führte Russland vor Weißrussland (+ 3,5), der Ukraine (+ 11,4), Kasachstan (+ 33,0) und Deutschland (+ 38,0).

Johannes Kühn schoss zunächst fehlerfrei und hatte nur noch 8,5 Sekunden Rückstand auf den drittplatzierten Weißrussen Dimitri Abaschew. Doch im zweiten Schießen patzte auch der Tüßlinger, der zu seinen drei Nachladern auch noch eine Strafrunde kassierte. 40 Sekunden Rückstand auf Rang 3 und nur gut 2 Sekunden Vorsprung vor Norwegen waren die Folge. Kühn verkürzte bis zum Wechsel den Rückstand auf Rang 3 (Weißrussland) auf 32 Sekunden und bauten den Vorsprung auf Norwegen auf 4,2 Sekunden aus. Schlussläufer Christoph Stephan fiel zwar nach dem ersten Schießen knapp hinter Norwegen zurück, hatte aber dennoch den Rückstand auf Rang 3 (Weißrussland) deutlich verkürzt.

Doch sein einziger Fehler beim zweiten Schießen kostete ihn die Chance, noch in den Kampf um Bonze eingreifen zu können. Letztlich gewann Russland vor der Ukraine (+ 9,6), Norwegen (+ 1:14,4), Weißrussland (+ 1:19,3) und Deutschland (+ 1:41,7). So bleib es bei den deutschen Herren ähnlich wie bei den Wettkämpfen zuvor: Sie hatten sich gut verkauft, aber zu einer Medaille hatte es wieder nicht ganz gereicht. who