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EM-Einsatz mit ganz viel Pech

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Lukas Bombik (rechts) von der Ju-Jutsu Abteilung des TSV Bergen kam bei der EM in Bosnien auf den 9. Platz – damit war er nicht zufrieden.

Pleiten, Pech und Pannen: Lukas Bombik von der Ju-Jutsu Abteilung des TSV Bergen hatte bei seinem Auftritt bei der Europameisterschaft in Banja Luka (Bosnien) kein Glück. Am Ende wurde der Junioren-Weltmeister von 2011 nur Neunter.


Bombik, der nach einer langwierigen Schulterverletzung rechtzeitig fit wurde, reiste mit hohen Erwartungen an. Doch schon bei der Auslosung hatte er nach einer 14-stündigen Anreise Pech, denn er erwischte starke Gegner. Dennoch begann der Wettkampf für ihn vielversprechend. Im ersten Kampf gewann Bombik gegen den Schweizer Eberle souverän mit 16:8.

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Auch im nächsten Duell lief es für Bombik zunächst. Er ging gegen den Russen Marchenko (Weltranglistenplatz 5) mit acht Punkten Vorsprung in Führung. Doch dann drehte der Russe den Spieß um und erhöhte den Druck. Durch einige Unachtsamkeiten und taktische Fehler musste der Bergener diesen Kampf unglücklicher Weise in den letzten Sekunden um einen Punkt abgeben. Die Hauptrunde war damit für Bombik gelaufen. Er hatte nur noch die Chance, auf einen 3. Platz. Und dazu musste er auf seiner ersten großen Seniorenmeisterschaft die nächsten drei Kämpfe gewinnen.

Gebrochene Augenhöhle, gebrochene Nase

Der Beginn der Trostrunde war dann allerdings nicht vom Glück verfolgt. Sein Gegner war der World-Games-Starter Nastenko aus der Ukraine, der in der Hauptrunde wegen unsportlichen Verhaltens disqualifiziert wurde. Nach einer Minute Kampfzeit – es war ein ausgeglichenes Duell – ging Lukas Bombik nach einem unkontrollierten Schlag seines Gegners zum Kopf zu Boden und musste behandelt werden. Bereits innerhalb weniger Sekunden war das rechte Auge zugeschwollen und die Sicht stark eingeschränkt. Bei Punktegleichstand, einer gebrochenen Augenhöhle, einer aufgeplatzten Lippe und einer blutenden und gebrochenen Nase ging es für Bombik weiter. Einige fragwürdige Kampfrichter-Entscheidungen führten dann in den letzten Sekunden zum knappen Sieg (nur ein Punkt Unterschied) für den Ukrainer.

Lukas Bombik musste sich damit mit dem 9. Platz zufrieden geben. Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Das nächste Ziel ist nun die Deutsche Meisterschaft in Limburg. Nun hofft der Sportler vor allem, dass bis dahin seine Blessuren verheilen und er vor allem um eine drohende Operation kommt. fb

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