weather-image
19°

Elfmeter entschied Nachbarschaftsduell

0.0
0.0

Der SV Seeon/Seebruck musste vor 300 Fans eine weitere Heimniederlage in der Fußball-Kreisklasse Gruppe II hinnehmen. Besonders bitter war, dass es ausgerechnet das Nachbarschaftsduell gegen den TSV Trostberg war. Die Kopecky-Elf entführte mit einem 2:1-Sieg die Punkte und schwebt nach drei Siegen am Stück auf der Erfolgswelle.


Beide Mannschaften neutralisierten sich und agierten aus einer gut geordneten Defensive heraus. Dadurch waren Torchancen im Derby Mangelware. Nach sieben Minuten nahm Tommi Mitterer eine Flanke von Christian Zehetmaier per Kopf, zielte aber daneben. Kurz darauf trat Thomas Parzinger gegen seine Ex-Kollegen erstmals in Aktion, sein Kopfball landete in den Armen von SVS-Schlussmann Christoph Weidinger.

Anzeige

Ein erneuter Vorstoß von Tommi Mitterer war der Auslöser zur Führung für die Rößler-Elf. Er setzte sich am linken Flügel durch und bediente Michi Gernhäuser, der Michael Prambs im Gästegehäuse mit einem Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit ließ (18.). Der Trostberger Torhüter bewahrte dann seine Farben vor dem 0:2. Christian Zehetmaier kam 20 Meter vor dem Tor zum Schuss und Prambs lenkte den Flachschuss mit einer Hand zur Ecke. Das war es bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste aus der optischen Überlegenheit auch etwas Zählbares. Zuerst prüfte Alex Lanzl mit einem Volleyschuss Christoph Weidinger, der mit dem Aufsetzer Probleme hatte (52.). Eine Minute später war es aber passiert. Stephan Bozner zog eine Flanke vors Tor, die verlängert wurde und sträflich ungedeckt kam Thomas Parzinger an den Ball, der das Leder nur noch ins lange Eck einschieben brauchte.

Der Ausgleich schockte die Heimelf, die fortan im Angriffsspiel nichts mehr zustande brachte. In der 75. Minute holte Ewald Nagler im Mittelfeld Mario Huber unsanft von den Beinen und erhielt dafür von Schiedsrichter Nicolai Wildner (SB Chiemgau Traunstein) nur Gelb. Als er kurz darauf in einer weiteren Foulsituation auch noch den Ball wegschlug, ging er sogar straffrei aus. In der 84. Minute pfiff der Unparteiische Michi Gernhäuser zurück, der deutlich nicht im Abseits stand und alleine auf Prambs zusteuerte.

Im Gegenzug fiel die Entscheidung, Yavus Kaplan setzte sich gegen die Innenverteidigung durch und Holger Ganss schubste ihn zu Boden. Diesmal gab Wildner zurecht Strafstoß. Ewald Nagler – der eigentlich schon nicht mehr auf dem Rasen stehen hätte dürfen – verwandelte eiskalt zum 2:1.

In den Schlussminuten warf der SVS alles nach vorne und kam auch noch zur großen Ausgleichschance. Tommi Mitterer tauchte alleine vor Prambs auf, der machte sich aber breit und wehrte ab, der Nachschuss ging am Tor vorbei. SVS-Trainer Ralf Rößler bilanzierte: »Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, aber wieder durch zwei Fehler verloren.« Sein Trostberger Gegenüber Günther Kopecky war erstaunt: »Mit dem Sieg hatte ich nicht mehr gerechnet, ich wäre auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen.« td