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Elektronischer Schießstand in Betrieb genommen

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Einen Probeschuss, um die neue Technik im Nußdorfer Schießstand kennenzulernen, machten Pater Florin (von links), Bürgermeister Hans Gnadl, Schützenmeisterin Marlene Tögel und der stellvertretende Gauschützenmeister Tobias Gerauer. (Foto: Volk)

Bei einer kleinen Feierstunde mit Segnung und einem Tag der offenen Tür wurde die neue elektronische Schießstandtechnik bei der Schützengesellschaft Nußdorf offiziell in Betrieb genommen. Pünktlich zum 60-jährigen Bestehen beginne für die Schützengesellschaft damit eine neue Ära und für den Schießsport ein großer Schritt in die Zukunft, so Schützenmeisterin Marlene Tögel.


Pater Ionutz, der mit seinen Mitbrüdern Pater Liviu und Pater Florin eine kurze Andacht zelebrierte, betonte er segne vor allem die gute Gemeinschaft und das Miteinander im rührigen Nußdorfer Schützenverein. Die Offenheit für alle, die zum Verein kommen, und die Toleranz sowie das gemeinsame Engagement verdiene Anerkennung und Wertschätzung, lobte der Seelsorger.

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Verzicht auf große Jubiläumsfeier

Schützenmeisterin Marlene Tögel freute sich, dass nach vier Jahren eisernen Sparens der neue elektronische Schießstand beschafft werden konnte. Eigentlich hätte heuer das 60-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden können, doch die Vorstandschaft entschied auf eine große Feier zu verzichten und stattdessen in die Zukunft des Vereins zu investieren und eine neue, moderne Standtechnik anzuschaffen. Rund 35 000 Euro kostete die neue Technik. Die Schützenchefin würdigte die finanzielle Unterstützung von Sponsoren und Spendern, auch der Gemeinde Nußdorf, die eine großzügige Zuwendung gab. Vor allem aber schufen die Vereinsmitglieder selbst den finanziellen Grundstock für den neuen Schießstand, indem in den letzten Jahren mehrere große Schießwettbewerbe, vom Gau- und Gaujugendschießen bis hin zu den Dorf- und Gemeindeschießen ausgerichtet wurden, bei denen die Aktiven unermüdlich tätig waren, um die benötigte Summe für den Kauf der neuen Anlage zu erarbeiten. Durch viele Stunden an Eigenleistung, die von den aktiven Schützen erbracht wurden, konnte zudem viel gespart werden. Einigen besonders engagierten Mitgliedern überreichte Tögel Geschenke.

Bürgermeister Hans Gnadl freute sich mit dem Schützenverein über die neue Schießanlage. Schon 1999 beim Bau des Bürger- und Vereinsheims, in dessen Untergeschoß der Schützenverein beheimatet ist, wurde Zusammenhalt bewiesen und durch Eigenleistung Enormes geleistet. »Nun haben die Schützen erneut bewiesen, welch hoher Gemeinsinn herrscht und dass zusammengehalten wird.« Die Gemeinde habe selbstverständlich finanziell geholfen, denn der Schützenverein sei ein aktiver und wichtiger Teil des Dorf- und Gemeindelebens.

Tobias Gerauer, stellvertretender Gauschützenmeister des Alzgaus, beglückwünschte die Nußdorfer zur neuen Anlage. Die Schützengesellschaft dürfe stolz auf das Geschaffene sein und habe mit der Beschaffung einen mutigen Schritt in den Fortbestand eines aktiven Vereinslebens gemacht.

Nach der Feierstunde wurde gleich getestet

Nach der Feierstunde gab es Gelegenheit, die neue Schießstand- und Auswertungstechnik zu testen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Zuvor eröffnete Schützenmeisterin Tögel den neuen Schießstand mit dem Leitspruch aus der Chronik, wie er vor 60 Jahren bei der Gründung verfasst wurde: »Kameradschaft stets zu pflegen, zu üben sich in Ziel und Schuss, rief man den Verein ins Leben. ,Gut Ziel‘ ist unser Schützengruß.« pv