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Elektronische Schießstände im Gespräch

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Nach wie vor kann die SG Gscheuerwand Unterwössen wegen des Hallenbadumbaus ihre dortigen Vereinsräume und den Schießstand nicht nutzen. Dieser Umstand hinterlässt Spuren – vor allem in der Kasse. Das ergaben die Berichte der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Schützenheim der Gebirgsschützen am Streichenweg.


In der Kasse fehlen die Einnahmen aus dem Gästeschießen und der Getränkeverkauf bei den Schießen. Erwartungsvoll sehen die Schützen ihrem Einzug in die umgebauten Räume entgegen und die Vorstandschaft hat vorgeplant.

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Verein bewirbt sich für das Gauschießen 2022

Wie Schützenmeisterin Gabi Daxenberger-Wieland bekannt gab, bewirbt sich der Verein als Ausrichter für das Gauschießen im Jahr 2022. Es wäre zugleich das 150-jährige Bestehen der Gesellschaft. Zu diesem Jubiläum könnte der Gauball abgehalten werden.

Da stelle sich die Frage, ob im Rahmen des Neubezugs nicht von den Seilzuganlagen auf elektronische Schießstände umgestellt werden sollte. Das bedeute allerdings einen großen finanziellen Aufwand. Als Beispiel nannte Daxenberger-Wieland die Kosten für einen Schießstand mit acht Bahnen in der Region. 35 000 Euro kostete dort die Umrüstung. Daxenberger-Wieland: »Wir waren damals Vorreiter mit unseren Seilzuganlagen. Da sollten wir jetzt mitziehen und uns den Neuerungen anschließen. Vielleicht zieht das bei der Jugend und wir bekommen neue Mitglieder.« Die Versammlung sprach sich einhellig dafür aus, in die Planungen einzusteigen.

Der Hauptmann der Gebirgsschützen, Georg Haslberger, meldete sich zu Wort. Er lobte das gute Zusammenspiel der drei Schützengesellschaften in Unterwössen. »Wir haben nicht vergessen, dass ihr uns beim Einzug in unser Schützenheim finanziell unterstützt habt. Wenn ihr jetzt eine große Investition in eure Schießanlage plant, dann fragt uns mal.« Bürgermeister Ludwig Entfellner ermutigte, auch an die Gemeinde und den Gemeinderat heranzutreten, wenn die Planungen ausgereift seien.

Der Verein hat derzeit 117 Mitglieder, davon elf Zweitmitglieder, berichtete die Schützenmeisterin. Die SG Gscheuerwand wäre vergangenes Jahr Ausrichterin des Drei-Vereine-Schießens gewesen. Durch den Hallenbadumbau fiel die Veranstaltung aus, bedauerte Gabi Daxenberger-Wieland. Die Ausschusssitzung wurde in die Schreinerwerkstatt zur Schützenmeisterin verlegt.

Zum neuen Schützenjahr stellte die Oberwössner Schützengesellschaft Hochwand dem Nachbarverein für seine Vortelschießen den dortigen Schießstand zur Verfügung. Und als die Gscheuerwandschützen dort ihr Sauschießen ausrichteten, luden sie die Oberwössner Schützen als Dank dazu ein. Die nutzten ihren Heimvorteil und belegten die ersten drei Plätze.

Der Gauball bot besonderen Anlass zu feiern: Sieglinde Stuffer wurde dritte Gaukönigin bei den Auflageschützen. Seit der Saison 2017/18 hat die Schützengesellschaft eine Pistolen- und eine Auflagemannschaft in den Rundenwettkämpfen gemeldet. Günter Waack führt die Auflagemannschaft, berichtete Sportwart Josef Döllerer. Die Ergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück. Für das Auflageteam gab es den fünften und letzten Platz, für die Pistolenmannschaft bedeutete der fünfte und letzte Platz sogar den Abstieg von der Gauklasse in die A-Klasse.

In der Gaumeisterschaft sah der Sportwart gute Ergebnisse. Gabi Daxenberger-Wieland belegte den zweiten Platz in der Klasse Senioren I Auflage. Christian Stuffer erreichte den fünften Platz in der Klasse Senioren I. Günter Waack landete auf dem vierten Platz, Martin Stocker auf dem sechsten in der Klasse Senioren III. Die Klasse Herren V gewann Manfred Enzinger mit der Luftpistole. Mit dem Kleinkaliber auf 100 m erreichte Anton Fritschka senior in der Klasse Herren II den zweiten Platz.

Für den entschuldigten ersten Kassier Siegfried Drexl gab Marc Rohleder den Kassenbericht. Trotz sich abzeichnender Ausfälle investierte der Verein. Er überholte die Auswertungsmaschine und schaffte einen Laptop an. Angesichts der Rücklage und der Zahlen aus den Vorjahren sehen beide Kassierer den Verein gut aufgestellt. Auf Anfrage der Schützenmeisterin sprach sich die Versammlung einhellig für eine Erhöhung der Schießeinlage und des Nachkaufs um 0,50 Euro aus.

Seit 60 Jahren Vereinsmitglied

Der Zweite Gaußschützenmeister Karl Hirtreiter freute sich besonders über eine Ehrung. Helga Aicher gehört dem Verein seit 60 Jahren an. Martin Stocker junior ist seit 25 Jahren dabei. Nachgeholt wird die Ehrung von Anni Ager für 50-jährige Mitgliedschaft. 25 Jahre im Verein sind außerdem Markus Ager, Johanna Utton und Martin Wiendl.

Nach Bürgermeister Ludwig Entfellner bewährt sich die Neuregelung um den Volkstrauertag mit nur einem Termin im Wechsel zwischen Ober- und Unterwössen. In seinem Grußwort betonte er zudem, dass er den Hallenbadumbau im Zeitplan sehe. In diesem Zusammenhang erwähnte der Bürgermeister, dass der Ehrenschützenmeister Martin Stocker mit Rat und Tat »unzählige Male« im Hallenbad dabei war. Der Bürgermeister sieht schon einen Einweihungstermin – und zwar den 15. September. Entfellner dankte den Schützen für ihr Engagement. »Ihr seid gesellschaftlich stark orientiert und jeder Verein ist eine Bereicherung für das Dorf.« lukk

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