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Fridolfinger Altschützen präsentieren neue Anlage – Lob für großen Einsatz der Mitglieder und Hilfe durch die Gemeinde

Elektronik hält Einzug ins Schützenheim

Nach dem Umbau der Schießanlage auf elektronische Schießstände präsentierten die Altschützen Fridolfing die neue Anlage am Tag der offenen Schießstand-Tür. Den Schießstand hatten die Altschützen mit viel Engagement und Eigenleistung während ihrer Sommerpause umgebaut und auf Vordermann gebracht.

Schützenmeister Otto Huß (2. von links) freut sich nicht nur über die großzügige Spende von der Volksbank Raiffeisenbank Südost, die Hans Praxenthaler (links) überreichte, sondern auch über die Spende in gleicher Höhe von der örtlichen Firma Elektro Büchele, die Stefan (2. von rechts) und Herbert Büchele (rechts) übergaben. (Foto: Caruso)

So finden die Freunde von Luftgewehr und Luftpistole nun hervorragende Bedingungen, weil die elf Stände umfassende Anlage von konventionellem Seilzug auf eine moderne elektronische umgerüstet wurde und damit auf dem neuesten Stand ist. Die Lage jedes Schusses wird nun an einen Tablet-PC am Schießstand übertragen. Der Schütze hat somit jederzeit den Überblick über sein Gesamtergebnis und die Lage der einzelnen Treffer.

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Um sicher zu sein, dass alles bestens funktioniert, veranstalteten die Altschützen schon mehrere Testschießen. Zudem hielt man seit der Abnahme der neuen Schießstatt darauf bereits drei Vereinsschießen ab.

»Ein dickes Dankeschön für die Altschützen selbst«

Auf einem der elf Luftgewehrstände ist auch schon länger munitionsloses Schießen möglich. Damit dürfen auch Jugendliche unter zwölf Jahren den Schießsport ausüben.

Schützenmeister Otto Huß freute sich über die vielen Gäste, die ins Vereinslokal gekommen waren, darunter auch der Ehrenschützenmeister der Altschützen, Bernhard Heßberger sowie zahlreiche Vertreter der Gemeinde und einige Schützenmeisterkollegen.

Otto Huß dankte der Gemeinde mit Bürgermeister Johann Schild und den Gemeinderäten, die das Erneuern und Modernisieren der Anlage mit einem »großzügigen Zuschuss« von 30 000 Euro unterstützten. Er lobte auch die Firmen, »für die sehr gute, termingerechte und zuverlässige Arbeit« sowie die Sponsoren. »Ein besonders dickes Dankeschön gebührt jedoch den Altschützen selbst, die neben ihren finanziellen Spenden auch bereit waren, die Ärmel hochzukrempeln und 748 ehrenamtliche Arbeitsstunden zu leisten«, so Huß.

Die Schützen mussten neben dem gemeindlichen Zuschuss von 30 000 Euro bis zum Eintreffen der finanziellen Zuwendung durch den Bayerischen Sportschützenbundes – der ein Viertel der förderfähigen Kosten des Vorhabens mitträgt – 10 000 Euro zwischenfinanzieren, was ebenfalls die Gemeinde Fridolfing übernahm. Den Rest der Gesamtkosten von 72 000 Euro musste der Verein aber selbst stemmen. Dies schaffte der Bauherr durch viel Eigenleistung von handwerklich geschickten Vereinsmitgliedern sowie dank Spenden- und Sponsorengeldern. »Wir sind heute alle besonders stolz und glücklich, das geschafft zu haben«, freute sich Huß.

Anschließend würdigte Bürgermeister Johann Schild besonders die freiwillig erbrachten Arbeitsstunden und betonte, wie stolz Fridolfing sein dürfe, dass die ehrenamtliche Arbeit auch bei den Altschützen so stark verankert sei. Dies sei vor allem Otto Huß zu verdanken, der seit 35 Jahren an deren Spitze steht. Die Altschützen dürften zudem stolz sein auf ihre Mitgliederzahl (aktuell bei 157). »Ein Fünftel davon sind Jugendliche, was auf die hervorragende Jugendarbeit des Vereins zurückzuführen ist.«

Gauschützenmeister Anton Stutz überbrachte die Grüße des Rupertigaus und blickte auf das Jahr 1978 zurück, als der Verein mit dem Neubau der Rupertihalle eine neue Heimat gefunden und daraufhin eine deutliche Steigerung der Mitgliederzahl erfahren hatte. »Jetzt ist die Zeit der Modernisierung eingetreten. Die Digitalisierung schreitet voran«, sagte er. Überdies gratulierte Stutz zum gelungenen Werk und wünschte den Altschützen »viel Freude damit sowie eine Menge Ringe und Blattl« bei ihren Veranstaltungen.

Zur freudigen Überraschung aller kamen die Altschützen dann noch in den Genuss von Geldspenden: Einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro überreichte Hans Praxenthaler von der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern-Südost, um das Vereinsleben zu unterstützen. Einen weiteren Scheck, der ebenfalls auf 1000 Euro ausgestellt war, übergaben Stefan und Herbert Büchele von der Firma Elektro Büchele in Fridolfing, die die neue Beleuchtung geliefert und montiert hatte.

Interessierte sind jederzeit willkommen

Zudem verwiesen die Altschützen darauf, dass sie sich freitags im Schützenheim (Rupertihalle) ab 19 Uhr zum Vereinsschießen treffen. Interessierte sind jederzeit willkommen, ebenso wie beim Jugendschießen, das freitags um 18 Uhr beginnt. Für weitere Fragen steht Schützenmeister Otto Huß unter der Telefonnummer 08684/365 zur Verfügung. aca