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Eisschnellläufer sind zuversichtlich

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Moritz Geisreiter wird in Inzell über 1500 und 3000 Meter starten und will dabei – auch im Hinblick auf den Weltcup in Berlin – wieder seinen Rhythmus finden. (Foto: Wukits)

Von der Sonne auf Lanzarote wieder zurück in Inzell: Die heimischen Eisschnellläufer um ihren Trainer Danny Leger haben derzeit nur wenig Zeit, die Tage zwischen Weihnachten und Jahreswechsel zu genießen. Donnerstag und Freitag stehen in der Max-Aicher-Arena die deutschen Meisterschaften im Sprint und zeitgleich ein Überprüfungswettkampf auf dem Plan.


»Das Training auf Lanzarote ist gut und ohne Probleme verlaufen«, sagte Leger nach der Rückkehr. Zusammen mit dem Rest der deutschen Nationalmannschaft haben die Inzeller das ganze Pensum abgespult. »Das war sicher kein vorweihnachtlicher Sommerurlaub«, meinte Langstreckenspezialist Moritz Geisreiter. Vor allem die deutlich bessere physische Verfassung im Vergleich zum vergangenen Jahr habe intensive Trainingsleistungen zugelassen. »Wir haben ja erst in der zweiten Saisonhälfte unsere Höhepunkte«, erklärte Danny Leger. So hätten seine Athleten auch keine Probleme gehabt, sich am ersten Weihnachtsfeiertag wieder auf das Inzeller Eis einzustellen.

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Leger: »Jeder Wettkampf ist wichtig«

Da es bei den Meisterschaften diesmal zwei Wettkampfformate gibt, wird Danny Leger seine Sportler dementsprechend einsetzen. An den Sprintwettkämpfen werden Hubert Hirschbichler und Joel Dufter teilnehmen. Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter werden aus trainingsmethodischen Gründen an der zweiten Streckenwertung über 1500 und 3000 Meter teilnehmen. Moritz Geisreiter wird über 1500 und 3000 Meter starten. »Jeder Wettkampf ist wichtig und wir wollen immer das bestmögliche Ergebnis erzielen«, gibt der Trainer seinen Sportlern mit auf den Weg.

Leger wünscht sich bei den Sprintwertungen auch die eine oder andere Medaille für seine Läufer. So sieht es auch Moritz Geisreiter, der am zweiten Wettkampftag seinen 29. Geburtstag feiern wird. »Wichtig ist für mich, dass ich wieder den Rhythmus auf dem Eis finde, schließlich steht noch einiges an«, sagt er – und meint damit den Heimweltcup in Berlin im Januar und die Vorbereitung auf die Einzelstrecken-WM in Südkorea.

Roxanne Dufter wünscht sich nach den intensiven Trainingseinheiten unter der spanischen Sonne bei der Meisterschaft technisch saubere Läufe. Darauf legen der Trainer und auch die Sportlerin großen Wert. Körperlich fühlt sich die 24-Jährige besser als vor einem Jahr. Bei der WM in Südkorea peilt sie im Team eine Medaille an und über 1500 Meter wieder ein Top-Ergebnis. Auch beim Weltcup in Berlin will sie sich gut präsentieren. Einen Start bei der Sprint-WM in Calgary hat Roxanne Dufter ebenfalls ins Auge gefasst. Deswegen wird sie die 500 Meter in Angriff nehmen, um so einen weiteren Startplatz für die DESG zu ergattern.

Für Gabi Hirschbichler galt es zunächst, am zweiten Weihnachtsfeiertag mit ihrer Familie und ihren »Mädels« den 33. Geburtstag »ganz ruhig« zu feiern. An den Sprint-Meisterschaften wird sie nicht teilnehmen, dafür aber im Überprüfungswettkampf die Strecken über 1500 und 3000 Meter in Angriff nehmen. Danach liegt ihr Fokus möglicherweise auf die Europameisterschaften im Januar in Heerenveen. Diese werden erstmals über den Sprint-Vierkampf ausgerichtet. Laut Danny Leger sei es denkbar, dass Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter an der EM teilnehmen.

Beim Weltcup in Berlin will sich Gabi Hirschbichler für die Sprint-WM qualifizieren. Diese findet zwei Wochen nach der Einzelstrecken-WM statt. »Ich werde also in der zweiten Saisonhälfte ganz schön unterwegs sein«, meint die frischgebackene 33-Jährige.

Hirschbichler ist für den Wettkampf zuversichtlich

Ihr Bruder Hubert Hirschbichler wird die DM aus dem Training heraus laufen. Nachdem er das Trainingslager auf Lanzarote mit einem guten Gefühl absolviert hat, ist er auch für den Weltcup in Berlin zuversichtlich. »Da werde ich noch mal richtig angreifen«, so seine Kampfansage.

Selbstbewusst, aber nicht überheblich, geht Joel Dufter in die Sprintrennen in der heimischen Arena. »Über 1000 Meter will ich schon ein paar Worte mitreden«, erklärt er in seiner frischen, unbekümmerten Art. »Über 500 Meter wird’s schwieriger, aber ich häng' mich voll rein. Mal schauen, was das Inzeller Eis hergibt.« Mitte des Monats will Joel Dufter beim Weltcup in Berlin den zweiten Startplatz über 1000 Meter für die WM in Südkorea erlaufen. Mit einem Auge schielt er auch auf die Teilnahme an der Sprint-WM in Kanada. SHu