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Einige Spitzenplätze und Gesamtsieg für Nadine Horchler

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Er sicherte sich mit seinen guten Leistungen den zweiten Platz der Gesamtwertung im IBU-Cup und wurde für das Finale im Weltcup nominiert: Florian Graf. (Foto: Wukits)

Einen gelungenen Abschluss verbuchte das deutsche IBU-Cup-Team beim Finale im Martelltal (Italien). Dabei überzeugten die Schützlinge des Inzeller Trainers Remo Krug mit mehreren Spitzenplatzierungen und sicherten sich damit auch in der Gesamtwertung mehrere vordere Ränge.


Sogar den Gesamtsieg schaffte Nadine Horchler (SC Willingen): Die 29-Jährige erkämpfte bei den zwei Sprints im Martelltal einen siebten und einen vierten Platz.

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Karolin Horchler ohne Schießfehler Dritte

Im ersten Rennen hatte sich die Französin Marine Bolliet vor der Norwegerin Hilde Fenne (+ 35,0 Sekunden) und Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 46,7) vom Stützpunkt Ruhpolding durchgesetzt. Alle drei Biathletinnen schossen fehlerfrei. Rang 7 verbuchte Nadine Horchler (/+ 1.21,8) vor Luise Kummer (SVE Frankenhain/+ 1:46,3), beide mit je einem Fehlschuss.

Zwölfte wurde die am Schießstand fehlerfreie Carolin Leunig ((WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt Ruhpolding) mit 2:06,7 Minuten Rückstand. Janina Hettich (SC Schönwald/+ 2:46,2/1) belegte den 19. Rang. Annika Knoll (SC Friedenweiler/Stützpunkt Ruhpolding) kam nach zwei Schießfehlern mit 3:10,0 Minuten Rückstand auf den 24. Platz.

Im zweiten Sprint setzte sich die Ukrainerin Nadine Bielkina an die Spitze. Vierte wurde Nadine Horchler + 26,2/1) vor ihrer Schwester Karolin (+ 27,8/1). Siebte wurde Kummer (+ 54,2/1), Zehnte Knoll (+ 1:10,2/0). Die 19-jährige Janina Hettich (+ 1:39,4/1) belegte den 14. Platz. Carolin Leunig kam nach drei Fehlschüssen (+ 2:50,8) auf Rang 34.

Nadine Horchler darf nach ihrem Gesamtsieg (633 Punkte) zum Weltcup-Finale nach Khanty-Mansyisk (Russland) reisen. Ihre Schwester Karolin (384) hatte als Neunte der IBU-Cup-Gesamtwertung die grundsätzliche Qualifikation geschafft.

»Mit dieser Entscheidung nicht ganz glücklich«

Sie wurde aber ebenso wenig nominiert wie die auf Rang 11 und 13 der Gesamtwertung folgen Knoll (346) und Kummer (329). »Die deutsche Mannschaft tritt in Khanty-Mansyisk mit sechs Männern und sieben Frauen an, wir hätten aber je acht Startplätze besetzen können. Mit dieser Entscheidung bin ich nicht ganz glücklich«, bedauert Krug.

Bei den Herren musste sich Stützpunkt-Athlet Florian Graf (WSV Eppenschlag) in der Gesamtwertung mit 595 Punkten nur den Russen Matwej Elisejew (679) geschlagen geben. Auch Matthias Bischl (SV Söchering/5. mit 480 Punkten) und Steffen Bartscher (WSV Oberhof/9. mit 338 Punkten) erfüllten die Vorgabe eines Top-Ten-Platzes in der Gesamtwertung. Letztlich wurden aber nur Graf und Bischl nominiert.

Matthias Dorfer (SV Marzoll/284 Punkte) und Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl/19./280) folgten in der Gesamtwertung auf den Plätzen 18 und 19. Platz 21 verbuchte Philipp Horn (SVE Frankenhain/244), Rang 28 Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/212).

Aus für Philipp Horn nach Sturz im ersten Sprint

Horn war der Pechvogel im Martelltal: Er stürzte im ersten Sprint und verletzte sich leicht, sodass auch ein Start im zweiten Rennen nicht mehr möglich war. Im ersten Lauf war Matthias Bischl (+ 27,8/2 Schießfehler) beim Sieg des Franzosen Antonin Guigonnat (0 Fehler) als Sechster bester Deutscher vor Bartscher (+ 38,5/0), der Neunter wurde. Die weiteren Ergebnisse: 17. Graf (+ 1:13,4/2); 19. Dorfer (+ 1:13,9/1); 42. Kühn (+ 2:24,0/5).

Im zweiten Rennen musste sich Graf (+ 37,5/0) lediglich den beiden Russen Alexej Slepow und Petr Paschenko (+ 33,5/1) geschlagen geben. Sechster wurde Matthias Bischl (+ 1:22,4/3). Die weiteren Platzierungen: 14. Matthias Dorfer (+ 1:44,9/1); 16. Kühn (+ 1:49,6/3); 28. Bartscher (+ 2.24,2/1).

Zum Abschluss gab es auch noch eine Mixed-Staffel und eine Single-Mixed-Staffel. Im Mixed gewann Russland vor Frankreich (+ 58,2), der Ukraine (+ 2:09,6) und Deutschland (+ 2:16,8). Luise Kummer und Karolin Horchler hatten die DSV-Auswahl in einem spannenden Vierkampf an der Spitze in eine gute Verfolgerposition gebracht, dann hatte Bartscher beim Stehendschießen (1 Strafrunde und 3 Nachlader) Pech und fiel zwei Plätze zurück. Johannes Kühn kam trotz einiger Nachlader ohne Strafrunde aus und holte gut auf, doch letztlich musste er sich dem ukrainischen Schlussläufer Vladimir Semakov im Kampf um Rang 3 knapp geschlagen geben.

In der Single-Mixed-Staffel kam kurz nach dem Start Annika Knoll bei einer Abfahrt nach einem Gerangel zu Sturz. »Das hat uns gut 30 Sekunden gekostet«, bedauert Remo Krug. Zwar mischten Knoll und Matthias Dorfer immer gut vorne mit, »aber wir hatten vielleicht auch den ein oder anderen Nachlader zu viel«, bedauert Krug. So gab es mit 59,7 Sekunden Rückstand auf Sieger Russland »nur« den vierten Platz – was aber immer noch eine gute Leistung darstellt. who