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Einige Neuerungen beim Chiemgau Trail Run

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Das Wetter spielte bei den bisherigen Auflagen des Chiemgau Trail Run oft nicht so mit. Den Teilnehmern machte das aber wenig aus. Sie hatten trotz der Strapazen ihren Spaß und auch einige Zuschauer – diese durften nur im vergangenen Jahr wegen der strengen Auflagen nicht dabei sein – feuerten die Läufer immer wieder an. (Foto: Stefan Göschl)

Veranstaltung rund um Marquartstein soll am 8. Mai stattfinden – Organisator Dominik Hartmann hat mehrere Optionen in der Schublade


Er soll in diesem Jahr hoffentlich wieder der Auftakt für eine lange Trailrun-Saison sein: Der Chiemgau Trail Run (CTR) ist aktuell für den 8. Mai terminiert und Organisator Dominik Hartmann aus Grassau ist zuversichtlich, dass die vierte Auflage des beliebten Laufs trotz der Corona-Pandemie an diesem Datum auch über die Bühne gehen kann.

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»Trailrunning ist erstens ein Individualsport und zweitens können wir mit den vier verschiedenen Strecken das Starterfeld auch sehr gut auseinanderziehen«, betont er im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Aber Hartmann räumt auch ein, dass es aufgrund der Krise aktuell noch einige Fragezeichen gebe und deshalb hat er mehrere Pläne in der Schublade. Klar ist: Für eine Durchführung müsse es auf jeden Fall erst einmal wieder Lockerungen geben, fügt er hinzu.

Was das Rahmenprogramm betrifft, kann Hartmann indes keine zuverlässige Aussage treffen. Also etwa, ob es eine Siegerehrung geben wird oder ob eine Abendveranstaltung für die Läufer nach dem Rennen abgehalten werden darf. »Das steht alles in den Sternen. Wir werden das kurzfristig entscheiden müssen«, sagt der Veranstalter. Hartmann geht aber schon einmal davon aus, dass das Konzert am Vorabend des Rennens auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Er möchte aber auf jeden Fall, wenn es erlaubt ist, die Expo-Fläche – dort können verschiedene Sportartikel-Hersteller ihre Waren präsentieren – diesmal wieder anbieten. Zudem sollen auch wieder verschiedene Foodtrucks für den kulinarischen Genuss am Veranstaltungsort zu finden sein.

Hartmann hofft, dass ihm dabei eine Tatsache in die Karten spielen wird: Der Start- und Zielbereich wird nämlich in diesem Jahr verlegt und wird künftig am Rathausplatz in Marquartstein zu finden sein. »Damit haben wir deutlich mehr Platz und so ist etwa der Sicherheitsabstand gewährleistet«, betont er.

Seine Zuversicht schöpft Hartmann auch daraus, dass er seine Veranstaltung 2020 ebenfalls durchziehen konnte – zwar nicht wie ursprünglich geplant im Mai dafür aber im Oktober. »Wir haben ein funktionierendes Hygienekonzept, das von der Gemeinde genehmigt wurde«, hebt er hervor. Freilich sei auch eine erneute Verschiebung in den Herbst denkbar, informiert er. »Ein genaues Datum ist da aber noch nicht fixiert.«

Im vergangenen Jahr zog Hartmann mit seinem Team diese Option. Rückblickend fällt seine Bilanz diesbezüglich sehr positiv aus, auch wenn er zugibt: »Der Mehraufwand war extrem. Das war uns am Anfang so auch nicht bewusst.« Und erst nach dem erfolgreichen Wettbewerb – nur das Wetter spielte mal wieder nicht mit – sei der ganze Druck von ihm abgefallen. »Wir haben erst danach wirklich gewusst, dass eine solche Veranstaltung auch unter diesen schwierigen Bedingungen möglich ist.«

Bei den Teilnehmern jedenfalls kam der Chiemgau Trail Run erneut richtig gut an. Man habe nur positives Feedback erhalten. »Viele waren dankbar, dass die Veranstaltung stattfinden konnte.« Denn das richtige Wettkampf-Feeling komme eben auch nur bei einem richtigen Rennen auf, ist er überzeugt.

Und auch aus diesem Grund hofft Hartmann, dass er im Mai die Teilnehmer auf die Reise schicken kann – und dabei wird es neben dem umgestalteten Start- und Zielbereich weitere Neuerungen geben. Neu ist dabei unter anderem die Streckenführung auf der kürzesten Distanz: Sie führt diesmal ins Hochplatten-Gebiet – und sie wird auch länger sein: Statt 8 km werden die Teilnehmer diesmal 10 km absolvieren. Sie werden dabei von Marquartstein aus auf die Staffnalm und wieder zurück laufen. Was Dominik Hartmann bei der Streckenänderung besonders gefällt: »Die Strecke führt jetzt auch überwiegend auf Pfaden.«

Im Angebot des CTR stehen auch wieder die Distanzen über 21 km, 42 km und 60 km. Die ersten, die dabei auf die Reise geschickt werden, sind die Läufer über die 60 km. Sie werden in diesem Jahr ebenfalls in Marquartstein – und nicht wie in den vergangenen Jahren in Übersee – um 6 Uhr morgens starten. »Wir wollten den Startern über die 60 km weniger Kilometer in der Ebene bieten«, hebt Hartmann hervor. Das Echo darauf ist positiv, fügt er hinzu.

Überhaupt ist der Run auf die Startplätze groß. Die Anmeldung ist nämlich seit einiger Zeit geöffnet und vor allem die 21 km und die 42 km sind schon gut gebucht. »Man sieht daran, dass die Trailrun-Community stetig weiter wächst.« Und was ihn auch besonders freut: »Wir haben schon jetzt viele Wiederholungstäter dabei.«

Der Chiemgau Trail Run gehört seit dem vergangenen Jahr auch zur Rennserie der International Trail Running Association. Dabei kann man sich für den Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB) qualifizieren. Zudem zählt die 42-km-Distanz ab sofort auch zur Salomon Golden-Trail-Series. Auch dabei kann man Punkte fürs Finale sammeln.

Neu im Angebot ist übrigens auch ein Trailrun-Camp. Es findet von 22. bis 25. April in Unterwössen statt. Trailrunning-Trainerin Natalia Schneider wird den Teilnehmern dabei jede Menge Wissenswertes zum Thema Trailrun vermitteln. Es wird diverse Technikübungen und Vorträge geben. Zudem ist geplant, dass man an einem der Veranstaltungstage auch die Originalstrecke des CTR über 21 km ablaufen kann.

Für die vierte Auflage des Chiemgau Trail Run hat Dominik Hartmann jetzt noch einen großen Wunsch. »Bisher konnten wir die Teilnehmer wettertechnisch nie auf die Originalstrecke schicken. Wir hoffen, dass das in diesem Jahr jetzt endlich klappen wird.« Für den Chiemgau Trail Run kann man sich ab sofort unter www.chiemgau-trail-run.de anmelden. Auf dieser Internetseite gibt es demnächst auch weitere Informationen zum Trailrun-Camp. SB

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