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Eine zusätzliche Medaille für den vierten Platz

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Steffi Böhler und Denise Herrmann mit ihrer Bronzemedaille und der vom Keller Steff angefertigten Medaille zum 4. Platz im Teamsprint. (Foto: S. Huber)

Mit einer kleinen Feier im Cafe Biathlon in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena wurden die Leistungen der beiden Stützpunkt-Langläuferinnen Steffi Böhler (SC Ibach) und Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) gewürdigt.


Die beiden Sportlerinnen gewannen bei den Olympischen Spielen in Sotschi mit der deutschen Staffel Bronze, im Teamsprint schrammten sie mit dem vierten Platz nur knapp an einer Medaille vorbei.

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Zu der Veranstaltung kamen auch U-23-Junioren-Weltmeisterin Lisi Schicho und der zweimalige Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer vom SC Vachendorf sowie Stützpunkttrainer Bernd Raupach.

Mehr war nicht möglich

Denise Herrmann sagte rückblickend auf ihre zwei Schlussspurts bei der Staffel und im Team, dass sie alles gegeben habe. Mehr sei nicht möglich gewesen, betonte sie: »In vier Jahren mache ich es dann besser«, meinte sie schmunzelnd im Hinblick auf die Spiele in Südkorea.

Steffi Böhler sprach von einem »tollen Erlebnis« bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. »Nach der Abschlussfeier habe ich richtig Wehmut gehabt und habe mich gefragt, waren das wirklich wir, die da mitgekämpft haben?«

»Da gehe ich mit«

Zu der Medaille in der Staffel sagte die 32-Jährige: »Ich habe mir gedacht, egal welches Tempo gegangen wird, da gehe ich mit.«

Besonders gefreut haben sich Böhler und Herrmann über eine Medaille zum vierten Platz im Teamsprint. Diese hatte der Freund von Böhler, der Mundartmusiker Keller Steff, extra für die beiden Sportlerinnen angefertigt.

Über ihre sportliche Zukunft wollte die gebürtige Schwarzwälderin noch nichts Konkretes sagen. »Es würde mir derzeit schwer fallen, die Karriere zu beenden«, meinte sie vielsagend und lächelte.

Stützpunkt-Trainer Bernd Raupach wertete die Erfolge in Russland als wichtig für den Stützpunkt und auch für die gesamte Nachwuchsarbeit in der Region.

»Wir brauchen solche Vorbilder«, sagte Raupach, der vor drei Jahren das Training in der Chiemgau-Arena übernommen hatte. »Wir werden an Erfolgen gemessen, das haben wir auch unserer gesamten tollen Truppe hier zu verdanken.«

Raupach bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei den Biathleten. Mit diesen habe man bei den Spielen in Sotschi hervorragend zusammengearbeitet und eine tolle Stimmung gehabt.

Tobi Angerer berichtete über seine Eindrücke während der Damenstaffel, die er in der Wachskabine der deutschen Langläufer erlebte.

Angerer fieberte mit

»Ich habe richtig mitgefiebert. Mir war klar, wenn eine der Top-Nationen schwächelt, dann machen wir eine Medaille – und genauso ist es gekommen«, meinte der 36-Jährige angesichts des schwachen Tags der Norwegerinnen.

Zu seinem Abschneiden bei Olympia sagte Angerer, er habe alles gegeben, dummerweise habe er sich dann einen Infekt eingehandelt. Deswegen konnte er die 50 Kilometer zum Abschluss der Winterspiele nicht mehr in Angriff nehmen.

Angriff am Holmenkollen

Das will er jetzt zum Weltcupfinale beim am Holmenkollen in Oslo zum Karriereende nachholen. »Der Holmenkollen hat für mich die Bedeutung wie Wimbledon für einen Tennisspieler«, meinte der Traunsteiner. SHu.