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Eine Weltmeisterschaft als »das Übelste bisher«

Einen harten Kampf hatte Andreas Huber vom RSV Traunstein bei der UCI-Marathon-WM der Mountainbiker zu bestehen. Der Ruhpoldinger hielt sich auf der großteils schlammigen Strecke gut und belegte bei dieser offiziellen Weltmeisterschaft im französischen Ornans den 55. Platz im Einzel und Platz 12 mit der Nationalmannschaft.

Nicht nur das letzte Hemd, sondern sogar den letzten Socken gegeben: Andreas Huber kämpfte bei der MTB-WM mehr mit dem Schlamm als mit den Gegnern.

»Die UCI-Marathon-Weltmeisterschaft war das Übelste, das ich bis jetzt gefahren bin«, so das Fazit des erfahrenen Mountainbikers Andreas Huber.

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Der 26-jährige Ruhpoldinger hatte eine Strecke von 84 km Länge mit ca. 3.300 Höhenmetern vor sich. Die Strecke war technisch sehr anspruchsvoll. Ca. 70 Prozent nasser Waldwiesenboden, teils unfahrbare Schlamm-Trails, Up- und Downhills in schwierigem Gelände und sehr viele Trage- und Schiebepassagen gehörten zu den Aufgaben. Der in der Nacht vor dem Wettkampf einsetzende Dauerregen hatte die Strecke zusätzlich verschlechtert.

Am Start waren 140 Teilnehmer aus allen Nationen. Ins Ziel kamen bei diesem selektiven Kurs, der von den Fahrern alles abverlangte, lediglich 91.

Andreas Huber reiste mit seinen vier Betreuern bereits drei Tage vor dem Rennen an, um genügend Zeit zu haben und die Strecke zu besichtigen. Dafür hatte er extra ein E-Bike im Gepäck, um zügig voranzukommen. Vor Ort nahm er als erstes das Trikot der Nationalmannschaft in Empfang, da er in diesem Rennen unter anderem mit dem späteren Zweitplazierten Profi Moritz Milatz, für die deutsche Nationalmannschaft fuhr.

Durch die vielen Profis, die am Start waren, war das Tempo von Anfang an extrem hoch. Andreas Huber konnte in den ersten Anstieg gut mitfahren und machte Platz um Platz nach vorne gut.

Nach der ersten Abfahrt war ein Überholen jedoch unmöglich, da die Strecke zu technisch und zu eng war.

Entlang der Strecke gab es sieben »Technische Zonen«, in der sich die Betreuer mit Verpflegung und Ersatzmaterial aufhielten. In jeder dieser Zonen musste Huber stehenbleiben, um sein Rad vom Schlamm zu befreien.

Durch den Waldwiesenboden verschlammte das Schaltwerk immer wieder, sodass teilweise nur noch zwei Gänge zur Verfügung standen.

Die Betreuer hatten alle Hände voll zu tun, um rechtzeitig vor dem Mountainbiker an den »Technischen Zonen« zu sein. Im Gegensatz zu den Profiteams, die mehrere Begleitfahrzeuge und mobile Servicestationen hatten, war das Team um Andi Huber mit lediglich einem Fahrzeug unterwegs. Huber kam nach einem sehr harten Rennen zufrieden ins Ziel und belegte den hervorragenden 55. Platz. Es siegte Perilis Ilias aus Griechenland vor dem Deutschen Moritz Milatz und dem Tschechen Kristian Hynek. Vorjahressieger Alban Lakata aus Österreich belegte den 22. Platz.