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Eine unangenehme Aufgabe

Eine unangenehme Aufgabe, wie sie im Buche steht, hat der Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring am morgigen Sonntag vor der Brust, wenn die Schützlinge des Trainer-Duos Sepp Aschauer und Uli Habl auswärts bei TürkGücu Ataspor München ran müssen.

Unangenehm deshalb, weil die Salzachtaler auf dem Papier als eindeutiger Favorit an die Bezirkssportanlage in Berg am Laim reisen, TürkGücu aber durchaus imstande ist, einiges zu leisten. So schlugen die Hausherren bei ihrem letzten Sieg den Tabellenvierten SE Freising mit 4:1 – dieser Erfolg liegt allerdings fünf Spieltage zurück, seitdem wartet der Aufsteiger auf einen Dreier, der aufgrund des 14. Tabellenrangs so wichtig wäre.

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Einen dieser Art haben am vergangenen Spieltag die Kirchanschöringer eingefahren, als sie zu Hause mit einer starken Leistung den TSV Eching mit 4:0 in die Knie zwangen.

Ginge es nach dem Geschmack von »Anschörings« Offiziellem Sepp Thanbichler, könnte das auch am Sonntag so laufen, allerdings warnt dieser vor dem kommenden Auswärts-Trip: »Ataspor hat eine gute Offensive, die jeden Gegner vor Probleme stellen kann. Außerdem werden die von der ersten Minute an Vollgas geben und wohl versuchen uns zu überrumpeln. Da müssen wir wach sein und dagegenhalten, dann haben wir sehr gute Chancen in Berg am Laim zu punkten«, so Thanbichler, der inständig hofft, dass die Partie nicht auf Kunstrasen ausgetragen wird.

»Das ist immer wieder ein Thema bei Münchner Mannschaften, die auf Bezirkssportanlagen spielen. Aber ich bin optimistisch und hoffe das Beste, das wir auf Naturrasen an die Echinger Leistung anknüpfen können«, spricht Thanbichler weiter, der wie seine Kollegen zuversichtlich ist.

Dazu hat man an der Ache im Moment auch guten Grund, denn nach kurzzeitigen Verletzungssorgen meldeten sich vergangene Woche mit Flo Hofmann, Patrick Mölzl und Bernd Eimannsberger wieder voll zum Dienst und das war dem Kirchanschöringer Spiel durchaus anzumerken.

Gut vorbereitet

Nun haben sie wieder eine Trainingswoche mehr hinter sich und stehen sicher gut im Saft. Ebenso in prächtiger Verfassung präsentierten sich zuletzt Dauerbrenner Sebastian Leitmeier, der nach zwei torlosen Spielen wieder ins Schwarze traf und vor allem Stephan Schmidhuber. Der Kapitän traf in den vergangenen zwei Heimspielen viermal. Diesen Trend will er jetzt auch auswärts beginnen, wo der SVK in dieser Spielzeit bisher ohnehin eine bessere Figur abgibt als im heimischen Stadion. Leitmeier und Schmidhuber sollen also die Tore machen für Gelb-Schwarz, wer sie vorbereiten soll, ist hingegen nicht so ganz gewiss.

Auf den offensiven Außenpositionen sind die »Anschöringer« bekanntlich sehr gut besetzt, so bleibt es auch an diesem Wochenende wieder spannend, wer auf der Außenbahn ran darf. Zuletzt startete zweimal Youngster Jakob Unkner, der besonders gegen Eching eine hervorragende Partie ablieferte. Und Christian Heinrich ist bekanntlich auch ein solider Posten.

Man darf also gespannt sein, ebenso wie auf den Verlauf der Partie. Auf eine flotte, hitzige Partie stellt man sich im Kirchanschöringer Lager ein, dafür liefern 25 Gelbe, drei Gelb-Rote und zwei Rote Karten in 16 Spielen der Münchner den Beleg. bts