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»Eine Überraschungskiste« zum Jahresabschluss

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Frederic Funk bereitet sich derzeit noch in Nürnberg aufseine beiden Rennen in Amerika vor. In wenigen Tagen reist der Unterwössener Profi-Triathlet in die USA.

Am Ende des Jahres wird es für Frederic Funk doch noch einmal richtig ernst und vor allem auch spannend werden! Der junge Prof-Triathlet aus Unterwössen reist in wenigen Tagen nach Amerika, um dort am Sonntag, 6. Dezember, bei der ersten Mitteldistanz-WM der Professional Triathletes Organisation (PTO) auf dem Daytona International Speedway zu starten.


Eine Woche später – also am Sonntag, 13. Dezember – will der Athlet des Teams Erdinger Alkoholfrei dann auch noch beim Ironman 70.3 Florida sein Glück versuchen.

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»Vor wenigen Tagen habe ich die Einreisegenehmigung für die USA bekommen. Meine Flüge sind auch gebucht. Es ist jetzt also alles fix«, freut sich Frederic Funk auf die beiden Wettkämpfe. Die einzige Hürde, die er jetzt noch für die Einreise nehmen muss, ist die Vorlage eines negativen Coronatests.

Gleich der erste Wettkampf in Amerika wird ein Höhepunkt in der noch jungen Karriere des bisher schon sehr erfolgreichen Triathleten werden. »Das ist eines der bestbesetzten Rennen, die es je gegeben hat«, freut sich Funk, der in Nürnberg lebt und studiert. »Für mich ist es toll, da dabei zu sein.«

Aber auch das Starterfeld beim Ironman 70.3 Florida wird erlesen sein. »Viele werden die Chance nutzen und so wie ich auch dieses Rennen noch mitnehmen«, vermutet Funk, der im vergangenen Jahr ja schon den Ironman 70.3 Lanzarote gewonnen hat. »Der Wettkampf wird also auch richtig stark besetzt sein.«

Doch jetzt konzentriert sich Funk erst einmal auf die Mitteldistanz-WM an der Atlantikküste Floridas, bei der eine Million US-Dollar an Preisgeld ausgeschüttet wird. Dabei sollen je 50 Männer und Frauen an den Start gehen. Ausschlaggebend für die Teilnahme ist die PTO-Weltrangliste. Von den deutsche Athleten sind bei den Frauen Anne Haug, Laura Philipp, Daniela Bleymehl und Carolin Lehrrieder qualifiziert. Bei den Männern sind es sogar sieben – und zwar Ironman-Weltmeister Jan Frodeno, der allerdings nicht starten wird, Sebastian Kienle, Andreas Dreitz, Maurice Clavel, Florian Angert, Andi Böcherer und eben Frederic Funk.

Auf dieses Highlight zum Jahresende hat Funk, der wie die beiden amtierenden Hawaii-Weltmeister Jan Frodeno und Anne Haug von Dan Lorang trainiert wird, die vergangenen Wochen emsig hintrainiert. »Meine Form stimmt mich zuversichtlich«, betont der 23-Jährige. Allerdings sei er auch gespannt, was dabei am Ende rauskommen werde. »Nach dem Jahr ist es wirklich schwierig vorauszusagen, welche Athleten in Form sind.« Das Rennen sei also so etwas wie »eine Überraschungskiste.«

Frederic Funk selbst wünscht sich einen Platz unter den Top 20. »Ich hoffe sehr, dass ich gute Ergebnisse abliefern kann.« Und er darf durchaus zuversichtlich nach Amerika reisen. Schließlich zeigte er bei seinen beiden einzigen Triathlon-Starts in diesem Jahr gute Leistungen: Beim Mostiman in Österreich wurde er im Juli bei starker Konkurrenz über die Sprintdistanz Fünfter und beim Austria Triathlon Podersdorf holte er im September über die Mitteldistanz den Sieg.

Für Daytona hat Funk einige Favoriten. Ganz vorne erwartet er bei den Männern etwa den französischen Triathleten Vincent Luis, der amtierender Weltmeister auf der Triathlon-Kurzdistanz ist. Aber auch den Briten Alistair Brown schätzt er stark ein und freilich auch die beiden Norweger Gustav Iden und Kristian Blummenfelt.

Was schon im Vorfeld klar ist: Es wird auf jeden Fall ein schnelles Rennen über 2,0 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 18 km Laufen werden. Denn alle drei Sportarten finden direkt innerhalb des Rennstrecken-Areals statt.

In Florida hat es übrigens gerade so zwischen 20 und 25 Grad Celsius, dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit. »Das ist ähnlich wie auf Hawaii«, sagt Funk. Aktuell sei es natürlich schwierig gewesen, sich in Deutschland auf diese Bedingungen einzustellen. »Ich bin deswegen aber zuletzt auch viel drinnen auf der Rolle gefahren«, erzählt er und lacht: »Man kommt da also schon ins Schwitzen.«

Nach seiner Rückkehr wird Frederic Funk übrigens nicht mehr so richtig in die Offseason gehen. Ein paar Tage werde er wohl eher locker trainieren, betont er. Eventuell muss er daheim ja auch erst einmal in Quarantäne. »Aber das wäre gar nicht so schlimm, dafür darf ich jetzt ja erst einmal zwei Rennen machen. Es ist schön, dass dieses Jahr jetzt noch so endet«, freut er sich.

Im Anschluss geht es dann aber eben fast direkt mit dem Wintertraining und der Vorbereitung auf die neue Saison weiter. »Dabei gilt es vor allem, viele Kilometer zu sammeln.« Und Frederic Funk hat auch gleich noch einen Wunsch fürs neue Jahr parat: »Hoffentlich wird 2021 wieder einigermaßen normal werden.« SB

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