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Eine Saison mit vielen »Sahnehäubchen«

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SVC-Vorsitzender Bernhard Kübler (links) ehrte Marion Zeus und Dieter Popp für ihr langjähriges Engagement im Verband. (Foto: Huber)

»Die Teilnehmerzahl ist erschütternd und das bei über 13 000 Mitgliedern«, so kommentierte der Vorsitzende des Skiverbands Chiemgau, Bernhard Kübler, den mäßigen Besuch bei der Jahreshauptversammlung des Verbands im Gasthof Hörterer in Hammer.


In seinem Rechenschaftsbericht sprach Kübler davon, dass im vergangenen Jahr einiges erreicht worden sei. »Ich habe aber auch festgestellt, dass es nicht geht, in einem Jahr alles umzusetzen.« Vor allem die Außendarstellung des Verbands sei in den vergangenen Monaten verbessert worden – zum Beispiel ist der Jahresbericht in einer aufwendigen Hochglanzbroschüre erstellt worden.

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Balance zwischen Breiten- und Spitzensport

»Sportlich sind wir sehr erfolgreich gewesen«, bemerkte Kübler. »Bei Olympia haben sich unsere Teilnehmer sehr gut präsentiert. Die Grundlage dafür sind von den Vereinen schon vor langer Zeit gelegt worden.« Eine der Hauptaufgaben des Skiverbands sei es, die Balance zwischen dem Breiten- und dem Spitzensport zu finden.

Die Nachwuchsserien im Langlauf und Skispringen mit der Mini-Tournee seien Veranstaltungen, die zu den wichtigsten im Bereich des DSV zählten. Erfreulich sei die steigende Zahl der Teilnehmer bei den alpinen Bewerben. Für die Zukunft will der Skiverband verstärkt nach Sponsoren suchen. »Geld können wir immer brauchen«, bekräftigte Kübler. Besonders stolz ist Kübler darauf, dass die Sparkassen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land weiter ihre Unterstützung zugesagt haben.

Dominik Feldmann vom Bayerischen Skiverband (BSV) verwies in seinen Ausführungen auf die »Säule Ehrenamt« in den Vereinen. Für den Nachwuchsleistungssport sei ein neues Konzept erstellt worden. Dessen Förderung wird mit 120 000 Euro unterstützt. »Die Nachhaltigkeit muss im Vordergrund stehen«, so der stellvertretende Geschäftsführer des BSV.

Er sprach aber auch von der Notwendigkeit der Zentralisierung des Leistungssports. So habe der Chiemgau den Vorteil der kurzen Wege zu den Sportstätten in Ruhpolding und am Götschen. Zur neuen Datenschutzverordnung beruhigte Feldmann die Vereine: »Lasst euch nicht verrückt machen.« Bei Fragen würden die Datenschutzexperten von BSV und BLSV zur Verfügung stehen.

In den Berichten der Sportwarte standen vor allem die Olympischen Spiele in Südkorea im Mittelpunkt. Werner Bartholomäus freute sich, dass es mit Marina Wallner (SC Inzell) und Josef Ferstl (SC Hammer) gleich zwei Alpine zu Olympia geschafft hatten. Kritik übte er an fehlendem Engagement im Nachwuchsbereich. »Wir müssen wieder alle Beteiligten motivieren. Trotz allem sind wir sehr erfolgreich gewesen.«

Im Bereich Biathlon war die Teilnahme von Johannes Kühn bei den Olympischen Spielen das herausragende Ergebnis. An der Junioren-WM haben Franziska Pfnür (SK Ramsau) und Sophia Schneider (SV Oberteisendorf) teilgenommen. Pfnür gewann in der Verfolgung Silber.

Gute Ergebnisse gab es auch im Alpencup und im Deutschlandpokal. Die Entwicklung im Trainerbereich sei ebenfalls erfreulich. Kristian Mehringer ist zum Bundestrainer der Damen befördert worden und Dori Scheurl zum Co-Trainer der Herren-Nationalmannschaft.

Gute Nachwuchsarbeit im Langlaufen

Die gute Nachwuchsarbeit im Langlaufen lobte Romy Angerer als zuständige Sportwartin. Mit der Firma Bioteaque ist ein neuer Sponsor im Bereich der Langlauf-Tournee im Sparkassencup gefunden worden. Bei der Bayerischen Meisterschaft war der SV Chiemgau mit 90 Sportlern vertreten.

Ein weiterer Höhepunkt seien die Deutschen Meisterschaften in Reit im Winkl mit der »wiederbelebten Vereinsstaffel« gewesen. Jonas Dobler vom SC Traunstein hat sich für die Olympischen Winterspiele qualifiziert.

Sebastian Schwarz sprach für seinen Bereich (Ski Nordisch) von einem »Winter mit emotionalen Momenten«. Höhepunkt seien die drei Olympiamedaillen für Andreas Wellinger vom SC Ruhpolding gewesen. Auch die Rolle von Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf) bei den Olympischen Spielen als fünfter Mann beim Teamspringen sei aller Ehren wert gewesen.

Als Vater freute er sich besonders über den Sieg seines Sohns Sebastian beim Deutschen Schülercup. Auch das 50. Jubiläum der Mini-Vierschanzentournee zählte zu den Highlights.

Mit einer Bronzemedaille bei Olympia kehrte Snowboarderin Ramona Hofmeister vom WSV Bischofswiesen aus Südkorea zurück – für Sebastian Schöndorfer das »Sahnehäubchen« der Saison. Am Trainingsstützpunkt Götschen sei im vergangenen Winter ein regelmäßiges und disziplinübergreifendes Training angeboten worden. Ziel war es, den jungen Snowboardern die Basiselemente aller Disziplinen zu vermitteln. Aufgrund der Begeisterung für das Angebot soll dieses Trainingskonzept fortgeführt werden.

Am Ende der Versammlung ehrte SVC-Vorsitzender Bernhard Kübler noch Marion Zeus und Dieter Popp für ihre langjährige Tätigkeit im Skiverband. SHu