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»Eine Medaille ist schon längst fällig«

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Sie hofft bei der Weltmeisterschaft auf eine Medaille: die Priener Snowboarderin Isabella Laböck. (Foto: Wukits)

Für die Priener Snowboarderin Isabella Laböck und ihre Teamkolleginnen Anke Karstens (Bischofswiesen), Amelie Kober (Fischbachau) und Selina Jörg beginnt kommenden Freitag im kanadischen Stoneham die Weltmeisterschaft.


Bei den Herren sind Patrick Bussler (Aschheim), der Berchtesgadener Alexander Bergmann sowie Stefan Baumeister (Feldkirchen) am Start.

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Laböck reiste mit einem guten Gefühl über den »Großen Teich« zu den Titelkämpfen an. Mittlerweile hat sich die für Klingenthal startende Sportlerin erste blaue Flecken im Training auf der WM-Strecke geholt. »Leider bin ich kein Indianer und leide unter den Schmerzen«, schreibt sie via Facebook über die ersten Eindrücke. Vor dieser Saison war die 26-Jährige allerdings wegen ihren starken Rückenbeschwerden und dem daraus resultierenden Trainingsrückstand noch ziemlich verunsichert gewesen.

Um so mehr ist sie über ihre guten Ergebnisse in den ersten Europa- und Weltcuprennen erstaunt. In diesen erreichte die Prienerin konstant die besten Zehn.

»Das gibt mir natürlich eine wahnsinnige Sicherheit und ein gestärktes Vertrauen in meine Fähigkeiten. Ich weiß, dass das, was ich da mache richtig gut ist«, freut sich die 26-Jährige.

Allerdings fährt bei der ehrgeizigen Sportlerin immer der Schmerz mit. »Mal weniger, mal heftiger, aber ich versuche mich davon nicht unterkriegen zu lassen.«

Darum hat Laböck auch ein ganz klares Ziel bei ihren Starts im Parallel-Slalom und Parallel-Riesenslalom im Auge. »Aufgrund meiner Leistungen ist eine Medaille – wie ich finde – schon längst fällig«, heißt ihre Kampfansage an die Konkurrenz aus dem eigenen Lager sowie an die aus Österreich, Schweiz und Russland.

Mittlerweile hat sich Isabella Laböck in der kanadischen Provinz Quebec auch schon gut eingelebt. Bis zum ersten Start am Freitag werden die deutschen Snowboarder noch ein paar Rennen im »North Am Cups«, ähnlich wie einem Europacup, bestreiten.

Nach dem letzten Weltcup in Bad Gastein war keine Zeit mehr geblieben, zu trainieren. Bereits zwei Tage später ging es nach Kanada.

»Da hat bei mir wieder das totale Packchaos geherrscht. Jetzt bin ich schon so viele Jahre unterwegs, aber packen kann ich immer noch nicht«, beklagte sie kurz vor dem Flug.

Vielleicht muss sie beim Heimflug noch ein paar Trophäen einpacken – sie wird’s wohl hinbekommen. SHu.