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Eine Halbzeit zum Vergessen

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Auch er konnte diesmal nicht die Niederlage des TVT verhindern: Andreas Schmidmayer, der hier von Milan Despot abgeschirmt wird. (Foto: Weitz)

Ordentlich Lehrgeld musste der TV Traunstein beim Heimspiel in der Basketball-Bezirksoberliga bei der 44:66-Niederlage gegen den BC Hellenen München II zahlen. In der ersten Halbzeit lag der TV noch vielversprechend im Rennen und führte zur Pause sogar mit zehn Zählern, die folgende Halbzeit sollte allerdings schnell vergessen werden.


Ganze neun Zähler brachte man noch zustande, währenddessen die Gäste aus München aus allen Lagen trafen und einen letztlich ungefährdeten Sieg verbuchen konnten. Für den TVT war diese zweite Halbzeit die mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Saison. Die Niederlage stellt einen Dämpfer zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt dar – kurz vor dem mit Spannung erwarteten Traunsteiner Stadtderby am Samstag (16.15 Uhr).

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Heimspiel als Gastauftritt in Seeon

Das Heimspiel des TV Traunstein wurde zum Gastauftritt in Seeon. Vor zahlreichen Zuschauern verlief der Start für den TVT hervorragend. Die Räume an der Dreipunktlinie bei einer tief gestaffelten Zonenverteidigung des BC Hellenen München wussten Kapitän Thomas Weber und Valentin Rausch gleich zu nutzen und verhalfen dem Gastgeber zu einem 11:2-Start. Erst langsam fanden die Gäste aus der Landeshauptstadt ins Spiel, doch es war bereits spürbar, dass sich die erfahrenen Gäste durch den frühen Rückstand nicht verunsichern ließen.

Doch zunächst einmal blieb der TV am Drücker. Weiterhin fielen gerade aus der Distanz die Würfe. Trotz allem wirkte das Spiel der Chiemgauer bisweilen ausrechenbar. Der Weg zum Korb wurde kaum einmal gesucht und der sonst so treffsichere Stefan Gruber bekam wenig Anspiele in Korbnähe. Doch noch war dies Kritik auf hohem Niveau, der Halbzeitstand von 35:25 sprach für den TVT.

Für die folgende Leistung in der zweiten Halbzeit ist es schwer, eine Erklärung zu finden. Fünf Minuten lang taten sich beide Mannschaften schwer, die Münchner hatten den Rückstand lediglich um zwei Zähler verkürzt.

Doch die TVTler wirkten mit Beginn der zweiten Halbzeit, als hätte man ihnen den Stecker gezogen. Ideen- und mutlos wurde der Ball im Angriff von einer Station zur nächsten gepasst, während die Münchner Verteidigung auf die Probleme in der ersten Halbzeit reagiert hatte und konsequenter die Dreipunkteschützen abdeckte. So sanken mit jedem verfehlten Wurf oder nach Ballverlusten die Köpfe der Traunsteiner tiefer und tiefer.

Hingegen witterte der BC allmählich seine Chance. Mit einstudierten Angriffszügen, aber auch Aktionen ihrer starken Einzelkönner entblößten die Hellenen ein ums andere Mal die Verteidigung des TV Traunstein und hatten zum Ende des dritten Viertels den Rückstand in eine Vier-Punkt-Führung verwandelt (42:46).

Das letzte Viertel war dann eine reine Machtdemonstration des neuen Tabellenzweiten aus München. Traumwandlerisch sicher wurden Würfe aus der Mitteldistanz versenkt. Falls ein Wurf nicht fiel, war meist ein Hellenen-Spieler zur Stelle. Die Traunsteiner gaben sich förmlich auf. Etwas Zählbares gelang als einzigem Maximilian Schätz, am deutlichen Endergebnis von 44:66 änderte dies freilich nichts mehr.

Schwere Aufgabe zum Jahresabschluss

Nun wird der Jahresabschluss für den TVT nicht leichter. Es wartet nämlich die DJK Traunstein zum mit Spannung erwarteten Stadtderby. In der Tabelle steht der TVT mit Rang vier noch zwei Positionen vor der DJK. Doch dies sollte nicht über den Fakt hinwegtäuschen, dass der Rivale bereits die ganze Saison über mit Personalproblemen zu kämpfen hatte und sich dafür durchaus beachtlich schlägt.

Zudem darf für das Derby nun erwartet werden, dass die DJK mit einem voll besetzten Kader aufwarten kann. Zusammen mit dem Fakt, dass das erste Derby in der DJK-Festung Hans-Dierl-Halle stattfindet, gilt es für den Liganeuling TVT, sich möglichst teuer zu verkaufen und möglichst keinen Gedanken mehr an die Niederlage gegen den BC Hellenen München zu verschwenden.

Für den TV Traunstein spielten: Thomas Weber (15 Punkt/ 3 Dreier), Stefan Gruber (8), Schätz Maximilian (6), Andreas Schmidmayer (6/2), Valentin Rausch (5), Alexander Guggenberger (2), Sebastian Kösterke (2), Andreas Guggenberger, Franz Hell und Marinko Varnica. JR