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Eine geschlossene Mannschaftsleistung

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Auch er holte zwei Plätze im Vorderfeld: Florian Graf vom Stützpunkt Ruhpolding. (Foto: Wukits)

Einen Aufwärtstrend stellten die deutschen Biathleten beim IBU-Cup in Obertilliach unter Beweis. Sie zeigten eine mannschaftlich geschlossene Leistung, wobei die zwei vierten Plätze von Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) und Luise Kummer (SVE Frankenhain) am ersten Tag im Einzellauf herausragten.


»Wir haben einfach im Moment mit einer sehr starken zweiten Reihe von russischen Biathleten zu kämpfen«, so Trainer Remo Krug. »Die haben ja alles gewonnen, aber wir haben uns dafür im Anschlussbereich etabliert.« Dass beispielsweise Johannes Kühn mit einer so hohen Trefferquote – nur einer von 20 Schüssen ging daneben – trotz einer zusätzlich guten Laufleistung »nur« Vierter geworden sei, sei auch dem gestiegenen Niveau im IBU-Cup geschuldet.

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Im 20-km-Wettbewerb der Herren gab es einen russischen Dreifachsieg. Matwej Elisejew setzte sich vor seinen Landsmännern Anton Babikow (+ 41,0 Sekunden/0 Schießfehler) und Juri Schopin (+ 1:08,2/0) durch, obwohl er mit einem Schießfehler eine Strafminute kassiert hatte. Auch Kühn (+ 1:39,7) hatte einen Fehlschuss und wurde Vierter.

Matthias Dorfer und Florian Graf vorn dabei

Stark präsentierten sich auch Matthias Dorfer (SV Marzoll/+ 3:12,0) auf Rang 7 und der hinter ihm platzierte Florian Graf (WSV Eppenschlag/+ 3:35,8/2) als Achter. Diese drei Biathleten gehören dem Stützpunkt Ruhpolding an, dem auch Matthias Willeitner (SK Berchtesgaden/+ 8:06,7/4) angehört. Er hatte schon nach dem zweiten Schießen – da kassierte er drei Strafminuten – keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz. Letztlich landete er auf dem 61. Platz.

Außerdem gehörte auch Steffen Bartscher (WSV Oberhof) der deutschen Mannschaft an. Zwei Fehler im letzten Schießen warfen ihn noch zurück und so kam er mit 4:41,2 Minuten Rückstand auf Rang 17 im Feld der 136 Herren.

Tags darauf gab es im Sprint einen russischen Doppelsieg: Der fehlerfrei schießende Timofej Lapschin verwies diesmal Matwej Elisejew (+ 44,2/2) und Antonin Guigonnat (Frankreich/+ 52,4/0) auf die weiteren Podestplätze. Hinter einem russischen Trio auf den Plätzen 6 bis 8 folgte ein deutsches Trio auf den Rängen 9 bis 11. Neunter wurde Bartscher (+ 1:29,8/1) vor Graf (+ 1:33,1/0) und Kühn (+ 1:36,8/2). Auch Michael Willeitner (+ 1:53,8/2) mischte auf Platz 15 noch im Vorderfeld der gut 130 Teilnehmer mit, Matthias Dorfer (+ 2:29,6/2) musste sich diesmal mit Rang 36 begnügen.

Bei den Damen überzeugte Luise Kummer im schießlastigen Einzellauf mit einer starken Laufleistung. Obwohl sie zwei Strafminuten hinnehmen musste, kam die 22-Jährige (+ 55,4 Sekunden) auf den vierten Platz. Vor ihr lagen Siegerin Swetlana Sleptsowa (Russland/1 Schießfehler), Lene Berg Aadlandsvik (Norwegen/+ 4,4/1) sowie Alina Raikova (Kasachstan/+ 30,8/0).

Doch auch das Quartett aus dem heimischen Stützpunkt mischte weit vorne mit: Achte wurde Nadine Horchler (SC Willingen/+ 1:27,2/1) und Elfte Carolin Leunig (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 2:01,1/0), auf Rang 16 landete Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 2:37,1/3) vor Annika Knoll (SV Friedenweiler/+ 2:40,4/1). »Lehrgeld« musste beim Schießen die junge Sarah Schaber (TSV Buchenberg) zahlen: Insgesamt kam sie bei den vier Einlagen auf neun Fehler und damit neun Strafminuten. Mit 9:55,4 Minuten Rückstand belegte sie den 73, Rang. Läuferisch ist die Umsteigerin aus dem Langlauf-Bereich also stark unterwegs.

Nadine Horchler im Sprint Zehnte

Im Sprint lief es beim Sieg von Tatjana Akimowa (Russland) im Feld der 100 Teilnehmerinnen nicht mehr ganz so gut für die deutschen Biathletinnen. Beste war Nadine Horchler (+ 1:08,0/1) als Zehnte. Es folgten: 13. Luise Kummer (+ 1:22,0/2); 17. Karolin Horchler (+ 1:34,1/2); 21. Annika Knoll (+ 1:38,2/1); 39. Carolin Leunig (+ 2:07,7/1); 55. Sarah Schaber (+ 2:43,2/3).

Jetzt ist Trainer Remo Krug erst einmal froh darüber, dass »wir jetzt erst einmal eine Trainingsphase haben«, schließlich wolle man im Cup sogar noch weiter nach vorn. Allerdings ist die Trainingsphase insofern erschwert, weil ja überall der Schnee fehlt. In der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena steht immerhin eine ca. 1,3 Kilometer lange Trainingsstrecke zur Verfügung, »und wir haben auch schon zwei Termine in Hochfilzen gebucht.« Dann will man am 9./10. Januar in Nove Mesto im IBU-Cup wieder gute Leistungen bringen – vorausgesetzt, dort liegt bis dahin Schnee ... who

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