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Eine eindeutige Angelegenheit für Günther Bauer

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Erst holte er sich in Berlin den DM-Titel, jetzt wartet er gespannt auf den Start der WM-Rennen in der deutschen Hauptstadt: Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Günther Bauer (Schleching) ist wieder Deutscher Meister im Eisspeedway. Bei den Titelkämpfen in Berlin-Wilmersdorf holte sich der Titelverteidiger in allen fünf Läufen den Sieg und gewann mit 15 Punkten vor Max Niedermaier (Edling/14).


Dritter wurde Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding/12), der sich im Stechen gegen den punktgleichen Hans Weber (Schliersee) durchsetzte. »Das war eine ziemlich klare Sache«, freut sich Bauer über seinen insgesamt neunten DM-Titel.

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Hinter dem österreichischen Gastfahrer Charly Ebner (11) wurde Luca Bauer (Reit im Winkl/9) Sechster. »Im letzten Lauf ist ihm das Getriebe kaputtgegangen und der Gang rausgesprungen«, bedauert sein Vater Günther Bauer. So kam der 17-Jährige ausgerechnet im Toplauf gegen Pletschacher, Weber und den stark auftretenden Franz Mayerbüchler junior (Inzell) hier auf den letzten Rang und blieb ohne weitere Zähler.

»Vom Tempo her ist er gut dabei. Aber bei den Starts tut er sich oft schwer, und das Überholen gegen routinierte Konkurrenten ist eben noch nicht so einfach«, weiß Günther Bauer, wo sein Sohn noch Verbesserungsbedarf hat. So versuchte der 17-Jährige unter anderem, nachdem er Rene Stellingwerf (Niederlande) überholt hatte, auch noch Max Niedermaier zu »packen«. Der wehrte die Attacke ab, und als es Luca Bauer auf der anderen Seite versuchen wollte, nutzte Stellingwerf die entstandene Lücke und überholte den 17-Jährigen.

»Da merkt man halt, dass Routine schon wichtig ist«, so Günther Bauer. Er selbst freut sich nun auf den WM-Lauf (Grand Prix) an diesem Samstag und Sonntag in Berlin. Hier ist Luca Bauer als Reservefahrer dabei.

Max Niedermaier in Berlin im GP-Hauptfeld

Im GP-Hauptfeld ist dagegen DM-Vize Max Niedermaier per Veranstalter-Wildcard am Start. Er traue sich heuer noch nicht genug zu, hatte der 27-Jährige im Vorfeld beklagt. Doch diesmal trat er schon forscher auf und bestätigte damit den zweiten Teil seiner Aussage: Zum Saisonende hin werde er immer stärker. Das stellte Niedermaier eindrucksvoll unter Beweis.

Den erhofften DM-Podestplatz verbuchte auch der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher. Schon in seinem letzten »normalen« Lauf bezwang er den starken Schlierseer Hans Weber – und zog damit mit seinem Konkurrenten nach Punkten gleich. So kam es zu Stechen um Rang 3 der Gesamtwertung, und hier »habe ich das Rennen schon nach einer Runde für mich entschieden«, freut sich Pletschacher. Der 37-Jährige hatte in seinem zweiten Lauf »zwei Punkte verschenkt. Da war ich erst vorn und bin dann in der ersten Kurve in ein Loch im Eis gefahren – da sind die anderen alle an mir vorbei«, berichtet er. Es reichte nur noch dazu, Rainer Greisel zu überholen. »Da hatte ich schon Bedenken, aber in den restlichen Rennen lief es gut«, freut sich Pletschacher. Der Podestplatz sei schon eine Befreiung: »Endlich ist der Knopf aufgegangen«, hofft er nun darauf, auch am Wochenende im GP in Berlin gut abzuschneiden.

Hinter dem Österreicher Charly Ebner (11 Punkte) war Luca Bauer (9) fünftbester Deutscher. Auf Rang 7 landete der Niederländer Rene Stellingwerf (9) vor Franz Mayerbüchler junior (8), der damit sechstbester Deutscher war. Vor allem über seinen Sieg im Duell mit dem erfahrenen Stellingwerf durfte sich der junge Inzeller freuen. Auf Rang 11 – und damit Platz 7 in der DM-Wertung – landete Markus Jell (Altfraunhofen), der immerhin sechs Zähler verbuchte. Pech hatte dagegen DM-Neuling Thomas Rausch: Er stürzte in seinem ersten Auftritt und brach sich die Hand. Von diesem Sturz abgesehen, verlief die gesamte Veranstaltung erfreulich. »Auch die knapp 1000 Zuschauer sind für eine DM an einem Wochentag sehr erfreulich«, lobt Günther Bauer.

Er will sich gemeinsam mit seinen deutschen GP-Kollegen nun in Berlin gut präsentieren. Schließlich stehen danach noch die WM-Läufe in Assen (Niederlande/12. und 13. März) sowie in Inzell (19./20. März) auf dem Programm.

Großes Interesse am Grand Prix in Inzell

Das Interesse am GP in Inzell ist schon jetzt riesengroß: Inzwischen hat die ausrichtende DMV-Landesgruppe Südbayern den Vorverkauf eingestellt. An den Tageskassen gibt es ab Freitag, 18. März (Training) nur noch vereinzelt Sitzplatzkarten, aber es stehen noch ausreichend Stehplatzkarten zur Verfügung. who