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Eindrucksvolle Vielfalt des erfolgreichen heimischen Sports

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Lisa-Marie Haunerdinger wurde für ihren Deutschen Meistertitel im Luftgewehrschießen durch Landrat Siegfried Walch ausgezeichnet. Weitere Bilder von der Sportlerehrung des Landkreises sind im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de zu finden. (Fotos: Wittenzellner)

»Diese und die vielen weiteren erfolgreichen Sportler im Landkreis Traunstein sind unsere Vorbilder. Für ihre herausragenden Leistungen sagen wir »Danke«.« Mit diesen Worten ehrte der Landkreis im vollbesetzten Saal des Landratsamts erfolgreiche Sportler aus der Region. Die 140 sportlichen Aushängeschilder hatten sich auf nationaler Ebene, aber auch international durchgesetzt.


Und so konnte Landrat Siegfried Walch die Leistungen einer Vielzahl von Deutschen Meistern wie auch Teilnehmer bei Europa- und Weltmeisterschaften würdigen und Spitzensportler aus der Region beziehungsweise aus regionalen Sportvereinen herausstellen. Höhepunkt der Veranstaltung, die traditionell von Harald von Knoerzer moderiert wird, war die Verleihung des Chiemgauer Panthers an den Biathleten Ricco Groß (siehe eigenen Bericht). Die Sportlerehrung des Landkreises wird seit 2010 jedes Jahr durchgeführt und fand heuer zum 6. Mal statt. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der »Mundwerk Crew« untermalt, deren locker vorgetragene Stücke viel Zuspruch erhielten.

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Landrat Walch betonte in seiner Rede die Vielfältigkeit der Sportveranstaltungen und nannte exemplarisch den Biathlon-Weltcup in Ruhpolding, die Special Olympics in Inzell, aber auch die Einweihung der Brunneranlage, die auch für den Schul- und Breitensport eine große Bedeutung hat.

Sportler aus der Region seien über den ganzen Globus herum unterwegs gewesen. »Jeder von ihnen hat den Chiemgau repräsentiert.« Der Landkreis Traunstein sei ein »Sportlandkreis«. Zum Sportlerleben gehöre auch der Umgang mit Rückschlägen dazu. Wichtig sei es, von Seiten des privaten und sportlichen Umfelds Rückhalt, Respekt und Anerkennung zu erhalten. »Wir sind stolz auf sie«, sagte der Landrat, der darauf hinwies, dass der Sport Werte vermittle, die für eine Gesellschaft von hoher Bedeutung sind.

Große Erfolge in Sommer- und Wintersport

Die Gemeinden und Städte im Landkreis meldeten im Vorfeld der Veranstaltung ihre erfolgreichen Sportler, ein Expertengremium wählte anschließend nach verschiedenen Kriterien die Athleten aus, deren Leistung mit der Überreichung einer Ehrenurkunde herausgestellt wurde. Mindestvoraussetzung war der Titel bei einer Deutschen Meisterschaft.

Dabei waren auch eine Reihe von Aktiven wie beispielsweise Marina Dunstmair (Eisstockschießen) aus Engelsberg, oder die Surbergerin Sabrina Weilharter (Skicross), die auch schon in den Vorjahren unter den Geehrten vertreten waren.

Schwerpunktmäßig zeigte sich, dass der Landkreis sportlich recht stark vom Wintersport »dominiert« wird. Aber auch klassische Sommer- oder Ganzjahres-Sportarten wie beispielsweise Triathlon, Ringen, Bogenschießen oder tänzerische Ausdrucksformen waren vertreten. Hier konnten sich Athleten zum Teil bis in die Weltspitze vorkämpfen, wie der Erfolg der Kadetten-Weltmeisterin im Ringen, Nicole Amann aus Traunstein, eindrucksvoll zeigt. Ob Rock’n Roll, Hip-Hop oder allgemeine Tanzwettbewerbe – Landkreissportler machten auf internationalem Parkett eine gute Figur, wie beispielsweise die Europameisterin im Hip-Hop, Beatrice Renges aus Grabenstätt. Oder auch der Obinger Markus Reiterberger, der sich über seinen herausragenden Erfolg bei der Motorrad-WM über die Langstrecke genauso freuen konnte, wie die Judokämpferin Gela Dressler aus Traunreut, die zeigte, dass sportliche Höchstleistungen auch im »Ü-30-Bereich« im Landkreis gut vertreten sind.

Neben den Biathleten zeigten auch die heimischen Langläufer, dass sie in der Loipe blitzschnell sind. Jonas Dobler aus Traunstein kämpfte sich im vergangenen Winter, wie eine Reihe von weiteren Langläufern, in Richtung Weltspitze vor. Die Eisschnellläufer waren ebenfalls erfolgreich unterwegs – wie auch Eisspeedwayfahrer Günther Bauer aus Schleching, der schon seit vielen Jahren in Reit im Winkl wohnt.

Ruhpolding war mit der längsten Liste von Geehrten gut vertreten, was auch auf den Status als Bundesstützpunkt zurückzuführen ist, womit man ein Anziehungspunkt für junge Talente ist. Aber auch weitere Städte und Gemeinden wie beispielsweise Inzell, Reit im Winkl oder Traunreut waren gut vertreten. Eine Reihe der 140 ausgewählten Athleten fehlten bei der Ehrung – sind doch viele von ihnen sportlich »unterwegs« auf Trainingslagern oder Wettkämpfen.

Besonders gewürdigt wurden auch die Athleten, die an den Special Olympics teilnahmen. Landrat Siegfried Walch dankte den »Menschen mit besonderen Fähigkeiten«. Er selbst habe in seinem Heimatort Inzell »unglaubliche und unvergessliche Momente« erlebt. Die Special Olympics und ihre Sportler hätten eine »unwahrscheinliche Lebensfreude« gezeigt, betonte er.

Die Special Olympics hätten gerade durch die Spitzenathleten Tobias Angerer (Skilanglauf), Tanja Kirsch (Special Olympics, Schneeschuhlauf) und Stefan Birnbacher (Ski alpin) eine öffentlichkeitswirksame Aufwertung erfahren. Die Aktion »Sportler golfen für den guten Zweck« brachte zudem 8000 Euro für die Lebenshilfe und den Irmengard-Hof der Björn-Schulz-Stiftung.

Einen Blumenstrauß überreichte der Landrat noch an die BLSV-Kreisvorsitzende Claudia Daxenberger. Abschließend machte Walch deutlich, dass der Erfolg der Sportler viele Väter habe. Dabei seien Trainer, Betreuer und Vereine genauso wichtig wie der Rückhalt im familiären Umfeld. Auch die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren sei unerlässlich. Die Sportler wurden in zumeist kleinen Gruppen nach vorne geholt und geehrt. Moderator Harald von Knoerzer lockerte die Ehrungsrunden mit kurzen, zum Teil humorvoll gestellten Fragen an einzelne Sportler auf. awi