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Ein zäher Start

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Mit dem Auftakt konnte er nicht ganz zufrieden sein und hofft nun auf eine Steigerung: Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Das war nicht der erhoffte WM-Auftakt: Beim Eisspeedway-Grand-Prix in Astana (Kasachstan) musste sich der Schlechinger Günther Bauer mit insgesamt nur vier Punkten aus den zwei Wettbewerbstagen mit Rang 16 in der WM-Zwischenwertung zufrieden geben. Auch für den Schlierseer Hans Weber (14./6) lief es nicht ganz nach Wunsch.


Besonders am ersten Tag hatte sich Bauer schwergetan und nur einen einzigen Punkt im Grand Prix I geholt. Der 46-Jährige war nach einer schweren Fußverletzung stark gehandicapt an den Start gegangen. Tags darauf steigerte er sich und holte drei Zähler.

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Das Geschehen an der Spitzen beherrschten zwar die russischen Fahrer, doch für Aufsehen sorgte der Schwede Martin Haarahiltunen, der gegen diese kräftig mitmischte und am ersten Tag sogar 17 Punkte verbuchte. Stärker war aber auch im GP I schon Titelverteidiger Dimitri Koltakow, der es hier auf 19 Zähler brachte. Noch besser machte es der Russe im Grand Prix II: Er holte nicht nur 15 Punkte aus seinen fünf Vorläufen, sondern sicherte sich durch Siege im Halbfinale und im Endlauf je drei weitere Punkte – insgesamt also das Tagesmaximum von 21 Punkten.

Stark fuhr auch der österreichische Routinier Harald Simon, der nun WM-Siebter ist. Dagegen tat sich sein Landsmann Franz Zorn ungewohnt schwer und nimmt in der WM-Wertung noch hinter seinem Landsmann Charly Ebner Rang 11 ein.

Nun findet am Wochenende in Schadrinsk (Russland) die Team-Weltmeisterschaft statt. Vorjahres-Bronzegewinner Deutschland scheint jedoch derzeit nicht in der Lage, den drei Topmannschaften Russland, Österreich und Schweden Paroli bieten zu können. Doch Bauer, Weber und Max Niedermaier (Edling) haben schon bewiesen, dass sie gerade im Team-Wettbewerb zu besonderen Leistungen fähig sind.

Eine Woche nach der Team-WM findet dann in Togliatti (Russland) der nächste Grand Prix statt. In der darauffolgenden Woche geht es für die heimischen Piloten erst einmal zurück nach Deutschland, wo dann am Donnerstag, 1. März in Berlin die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird. Am Wochenende 3./4. März folgt an gleicher Stätte der nächste Grand Prix, am 17./18. März die vierte GP-Runde in Inzell. Bis zu diesen Wettbewerben in der heimischen Max-Aicher-Arena wollen sich Bauer und Weber natürlich noch deutlich steigern.

Der Stand der Einzel-WM: 1. Dimitri Koltakow 40 Punkte; 2. Sergej Karatschintsew 36; 3. Daniil Iwanow, alle Russland 30; 4. Martin Haarahiltunen, Schweden 29; 5. Dimitri Khomisewitsch 26; 6. Andrej Schischegow (Wildcard), beide Russland 17; 7. Harald Simon, Österreich 17; 8. Ove Ledström 16; 9. Jimmy Olsen, beide Schweden 11; 10. Charly Ebner 10; 11. Franz Zorn, beide Österreich 9; 12. Niclas Svensson, Schweden 8; 13. Wladimir Tscheblakow (Reservefahrer), Kasachstan 7; 14. Hans Weber, Schliersee 6; 15. Stefan Svensson, Schweden 6; 16. Günther Bauer, Schleching 4; 17. Jasper Iwema, Niederlande 2; 18. Pawel Nekrassow, Kasachstan 0. who