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»Ein Wochenende zum Vergessen«

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Diesmal lief es für Supermoto-Fahrerin Steffi Köberle aus Fridolfing gar nicht rund. (Foto: supermotogirls.de)

Was für ein Pech! Bei den letzten Läufen zum internationalen Grenzlandcup im österreichischen Burgkirchen musste Steffi Köberle (www.supermotogirls und AMC Freilassing), den sicher geglaubten Titel in der Klasse »Young Racer« in letzter Minute noch hergeben – unter anderem, weil ihr Motorrad plötzlich streikte. Auch bei den Läufen zur österreichischen Supermoto-Meisterschaft lief es für die Fridolfingerin nicht rund. »Es war ein Wochenende zum Vergessen«, betonte sie. Ihre Schwester Nicole konnte wegen einer starken Erkältung in Burgkirchen gar nicht erst an den Start gehen.


Steffi Köberle hatte vor dem Rennen zwei Punkte Vorsprung auf Gerhard Hagner aus Surheim, der ebenfalls für den AMC Freilassing startet. Diese wollte sie unbedingt verteidigen. Beim freien Training lief es für die ehrgeizige Motorradfahrerin dann auch noch sehr gut. Sie wurde ihrer Favoritenstellung mit einem zweiten Platz hinter Kim Adlhart gerecht.

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Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Zum Ende des Zeittrainings verabschiedete sich das Getriebe ihrer KTM SMR 450. Steffi Köberle konnte damit dieses Training nicht mehr fertig fahren. Ja, mehr noch. Sie musste mit ihrem Freund eine Ersatzmaschine, eine Honda CRF 450, aus Waging holen, die der dortige MXC-Shop der Sportlerin sofort zur Verfügung stellte.

Motorrad kaputt: Ersatz kurzfristig besorgt

Nur zehn Minuten vor dem ersten Lauf trafen sie wieder an der Strecke ein. Die 18-Jährige, die in diesem Jahr Abitur gemacht hat, musste damit das erste Rennen des Tages mit einem Regenreifen vorne und einem für sie nicht optimal abgestimmtem Fahrwerk antreten. Doch sie kam sehr gut zurecht und erreichte den 3. Rang.

»Diese gute Platzierung hat mir Hoffnung für das zweite Rennen gemacht«, betonte sie. Das Motorrad wurde nun umgebaut. Auf das Vorderrad kam jetzt ein Slick, um so optimale Bedingungen zu schaffen. Steffi Köberle kam auch gut in die erste Runde und konnte sich kurz auf Platz drei setzen. Diese Platzierung hielt sie auch bis etwa zur Mitte des Rennens, doch dann starb ihr im Offroad-Teil der Motor ab. Sie brachte ihn – auch wegen des für sie ungewohnten Kickstarters – zu allem Überfluss auch nicht mehr zum Laufen.

Sie musste im Anschluss tatenlos zusehen, wie Gerhard Hagner in diesem Lauf auf Rang drei fuhr. Er überholte sie damit im letzten Moment in der Gesamtwertung und sicherte sich den Titel.

Zum Staatsmeisterschaftslauf am nächsten Tag schlug das Wetter wieder um. Nach stundenlangen Regenfällen in der Nacht war die Strecke nass. Das Köberle-Team musste zum ersten freien Training wieder auf Regenreifen wechseln. Steffi Köberle fuhrt unter diesen schwierigen Bedingungen im Zeittraining einen sehr guten fünften Platz ein. Das ließ für das Rennen auf gute Ergebnisse hoffen – und hier klappte es dann auch: In diesem Lauf kam sie sehr gut zurecht und konnte nach einem harten Kampf um Platz vier am Ende einen sehr guten sechsten Platz einfahren.

Zum zweiten Lauf fing es dann stark zum Regnen an. »Wir mussten komplett auf Regenreifen ummontieren«, sagte die Sportlerin. Nach dem Start fand sich die Fridolfingerin kurz auf Rang drei wieder, bevor sie in Kurve eins auf den vierten Rang zurückfiel. Doch an diesem Wochenende klebte ihr wahrlich das Pech an den Füßen: In der zweiten Kurve kollidierte ein Konkurrent mit Köberle. Er fuhr ihr leicht ins Hinterrad und verbog ihr dabei die Bremsscheibe.

Auch die Bremsscheiben gehen kaputt

Sie kämpfte noch bis zwei Runden vor Schluss verbissen um den dritten Rang, doch dann gingen die Bremsscheiben kurz vor dem Offroad-Anteil komplett kaputt und es gab kein Weiterkommen mehr. Somit war auch in diesem Lauf kein Top-Ergebnis mehr möglich. Steffi Köberle war hinterher sichtlich enttäuscht.

Für Steffi und Nicole Köberle ist die Saison damit aber noch nicht beendet: Die beiden Mädchen starten am 10. und 11. September im niederösterreichschen Melk. Dort werden im Rahmen der Supermoto-Weltmeisterschaft auch nochmals Läufe zur österreichischen Meisterschaft gefahren. In der Gesamtwertung liegt Steffi Köberle in der Klasse S 3 Junior auf dem zehnten Platz. Den Titel holte sich hier bereits vorzeitig Kim Adlhart (RTS Schalchen). Nicole Köberle wird wieder in der Einsteiger-Klasse am Start sein. SB

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