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Ein wirklich heißes Rennen für Markus Reiterberger

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Er ist nach seinem Erfolg in Misano in der Superstock-1000-EM weiter auf Titelkurs: Markus Reiterberger. (Foto: alpha Racing-Van Zon-BMW Team)

Pole Position, Start-Ziel-Sieg und EM-Gesamtführung ausgebaut: Der Lauf zur Superstock-1000-EM in Misano (Italien) war für Markus Reiterberger ein voller Erfolg. Doch trotz der besten Startposition war dieser Sieg für den Piloten des Teams alpha Racing-Van Zon-BMW hart erkämpft.


Der Obinger musste nämlich gleich in doppelter Hinsicht ein heißes Rennen bestreiten: Zum einen, weil bei gut 30 Grad Lufttemperatur und 48 Grad Asphalttemperatur die Hitzebeständigkeit von Pilot, Maschine und Reifen gefragt war, zum anderen, weil der Chilene Maximilian Scheib (Aprilia) dem 24-Jährigen mächtig einheizte.

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Reiterberger wollte von Beginn an einen Vorsprung herausfahren, um ungefährdet über die Distanz von 15 Runden zu kommen. Doch obwohl Reiterberger mit der BMW S 1000 RR in der dritten Runde mit 1:36,474 Minuten einen neuen Rennrekord aufstellte, blieb der Chilene noch dran. Ab der fünften Runde aber hatte sich der Obinger einen kleinen Vorsprung erkämpft, den er bis ins Ziel brachte. Dritter wurde Riccardo Russo (Italien/Ducati9 vor Roberto Tamburini (Italien/BMW) und Federico Santi (Italien/Ducati), Reiterbergers Teamkolege Jan Bühn (Kronau9) belegte den 13. Rang.

In der Gesamtwertung führt Reiterberger (124 Punkte) nun vor Scheib (110) und Tamburini (97), Bühn (21) nimmt den 12. Platz ein.

Reiterberger freute sich: »Nachdem wir in Brünn unsere Möglichkeiten im Rennen nicht umsetzen konnten, haben wir hier in Misano wieder zur richtigen Mischung gefunden. Die Strecke war heute brutal rutschig, aber das war für alle gleich. Ich war schon überrascht, wie schnell Scheib gefahren ist. Im Training und Qualifying war er noch langsamer – der hat mich ganz schön unter Druck gesetzt.« Doch letztlich setzte sich der Obinger durch: »Pole Rekord, Pole Position, neuer Streckenrekord und der Sieg im Rennen – mehr geht nicht. Mein Team hat mir wieder das optimale Motorrad zur Verfügung gestellt, dafür muss ich mich bedanken«, jubelte der 24-Jährige.

Gemischte Gefühle herrschten dagegen bei Luca Grünwald (Waldkraiburg) nach dem Rennen der WM Supersport 300. Denn einerseits verringerte er in der WM-Gesamtwertung den Rückstand auf Tabellenführerin Ana Carrasco (Spanien), andererseits wäre mehr drin gewesen als Rang 5. In einem dramatischen Rennen mischte der Pilot des Teams KTM Freudenberg World SSP mitten in der Spitzengruppe mit und übernahm gut eine halbe Runde vor dem Ziel die Führung. Doch dann spielte das Getriebe nicht mehr mit und Grünwald wurde – als bester KTM-Pilot – Fünfter. Der Sieg ging an Manuel Bastianelli (Italien/Kawasaki), WM-Spitzenreiterin Carrasco (Spanien/Kawasaki) wurde Zehnte. In der Gesamtwertung führt sie nun mit 84 Punkten vor Grünwald (68), hinter dem mehrere Fahrer dicht gedrängt die nächsten Plätze belegen: 3. Borja Sanchez (Spanien/Kawasaki) 58; 4. Scott Deroue (Niederlande/Kawasaki) 55; 5. Dorren Loureiro (Südafrika/Kawasaki) 53; 6. Galang Hendra Pratam (Indien/Yamaha); 7. Mika Perez (Spanien/Kawasaki) je  52.

In der »Königsklasse« Superbike baute der britische Kawasaki-Pilot Jonathan Rea mit einem Doppelsieg seine WM-Führung aus. Er   führt nun mit 370 Punkten vor seinem Landsmann Chaz Davies (Ducati/278), Michael van der Mark (Niederlande/Yamaha/ 248), Tom Sykes (Großbritannien/Kawasaki/218) sowie Marco Melandri (Italien/Ducati/193). Im ersten Lauf war Davies Zweiter vor Eugene Laverty (Irland/Aprilia) geworden. Im zweiten Lauf folgte van der Mark hinter Rea auf Rang 2, Dritter wurde Melandri.

Während es für Reiterberger und Grünwald »nur noch« die Rennen in Portimao (Portugal/14. bis 16. September) und Magny Cours (Frankreich/28. bis 30. September) gibt, stehen für die Superbiker anschließend noch die Läufe in Argentinien (12. bis 14. Oktober) und Katar (25. bis 27. Oktober) auf dem Programm. who