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Ein Weltrekord soll noch her

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Er überzeugte beim Internationalen Eisschnelllauf-Cup in Berlin: Günter Traub. Das Ehrenmitglied des DEC Inzell stellte einen neuen Deutschen Rekord im Kleinen Vierkampf auf.

Eisschnellläufer Günter Traub ist weiter gut in Form – und hat noch hohe Ziele für diesen Winter. Der 79-Jährige will zum einen noch bei den Sprint-Weltmeisterschaften in Leeuwarden (Niederlande/9. und 10. März) und den Masters-Weltmeisterschaften in Trondheim (Norwegen/22. bis 24. März) möglichst gute Ergebnisse einfahren, zum anderen hat er noch (mindestens) einen Weltrekord im Visier. Denn er hofft, bereits an diesem Samstag auf der schnellen Bahn in Heerenveen (Niederlande) den AK-Weltrekord (AK 80 bis 85) des Norwegers Dr. Arne Kjell Foldvik über 5000 Meter (9:44,28 Minuten) angreifen zu können.


Dass die Form passt, zeigte sich zuletzt beim 20. Internationalen Eisschnelllauf-Cup der Masters in Berlin. Dort waren in den verschiedenen Altersklassen immerhin 80 Teilnehmer aus 14 Nationen vertreten.

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Traub, Ehrenmitglied des DEC Inzell, verbesserte im Kleinen Vierkampf (500 m - 1000 m - 1500 m - 3000 m) seinen Deutschen Rekord aus dem Dezember 2018 noch einmal, nämlich von 220,559 Punkten auf 216,723 Punkte. Zwar war das Eis in Berlin nicht so perfekt wie in Inzell, dennoch wurden einige Altersklassen-Rekorde erzielt.

Die Strecken-Weltrekorde von Foldvik, die dieser auf der schnellen Hochgebirgsbahn von Calgary (Kanada) aufgestellt hatte, konnte Traub hier jedoch nicht gefährden.

Das liegt nicht nur am weniger schnellen Eis, sondern auch daran, dass der 79-Jährige in den Kurven nicht die gewünschte Geschwindigkeit erzielen kann. Wegen seiner starken Arthrose-Schmerzen im linken Hüftgelenk sei er beim Abstoß mit dem linken Bein – das heißt bei der Kraftübertragung auf seine Schlittschuhe – stark gehandicapt, betont Traub.

Da er nach der Sprint-WM auch noch die Masters-WM möglichst erfolgreich bestreiten will, verzichtet Traub übrigens auf ein weiteres Weltrekord-Vorhaben: Ursprünglich hatte er erwogen, in Heerenveen am 18./19. März (Montag/Dienstag) den Weltrekord der AK 80 bis 85 im Großen Vierkampf (500 m - 1500 m - 5000 m - 10 000 m) anzugreifen. Doch um am folgenden Wochenende fit genug zu sein, wäre dieser Vierkampf zu anstrengend. Hohe Ziele gibt es ja für Traub auch sonst noch genug ... who