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Ein Topfavorit und zwei Außenseiter

In der Rosenheimer Gabor-Halle wird am morgigen Sonntag der Kreismeister Inn/Salzach im Hallenfußball ermittelt. Acht Vereine haben sich für dieses Turnier qualifiziert – vom absoluten Topfavoriten aus der Regionalliga Bayern bis zum krassen Außenseiter aus der A-Klasse ist dabei alles vertreten.

»Gerade diese Vielfalt macht das Teilnehmerfeld spannend«, sagt Kreisspielleiter Bernd Schulz, der sich aber nicht nur durch die Euphorie der »Kleinen« (die beiden A-Klassisten SV Gendorf Burgkirchen und FT Rosenheim) ein höchst interessantes Turnier erhofft: »Es sind auch einige Mannschaften dabei, die in den vergangenen Jahren immer einen festen Platz bei der Kreismeisterschaft hatten. Sie gehören zu unseren Hallen-Spezialisten und sind immer für eine vordere Platzierung gut.« Gemeint sind dabei vor allem die drei Bezirksliga-Vertreter SV Erlbach, SB Chiemgau Traunstein und TuS Raubling. Letzterer geht sogar als Titelverteidiger ins Rennen.

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Topfavorit ist aber das klassenhöchste Team: Regionalligist 1860 Rosenheim will vor heimischer Kulisse seine Klasse unter Beweis stellen. Gespielt wird am Sonntag ab 13 Uhr zunächst in zwei Vierergruppen, die beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Halbfinals, in denen überkreuz die beiden Finalisten ermittelt werden. Die beiden Halbfinalsieger dürfen sich bereits freuen, denn sie haben sich damit die Teilnahme an der Oberbayerischen Meisterschaft erspielt.

Das Teilnehmerfeld im Turnier spiegelt übrigens die Kräfteverhältnisse im Kreis Inn/Salzach unter dem Hallendach wieder: Vier Mannschaften aus der Gruppe Chiem – neben Titelverteidiger Raubling und Gastgeber 1860 Rosenheim auch noch der ASV Au und die FT Rosenheim – treffen auf die beiden Vertreter aus der Gruppe Ruperti (SB Chiemgau Traunstein und TSV Bad Reichenhall) sowie die zwei Teams aus der Gruppe Inn (SV Erlbach und SV Gendorf Burgkirchen).

Gruppe A

Das Auftaktspiel wird gleich richtungsweisend: Zum Start stehen sich Regionalligist 1860 Rosenheim und Titelverteidiger TuS Raubling gegenüber. Diese beiden Teams bekommen es in der Gruppe noch mit den Außenseitern aus der A-Klasse, dem SV Gendorf Burgkirchen und der Freien Turnerschaft Rosenheim zu tun.

Die Sechziger sind favorisiert. Das Team von Trainer Dirk Teschke kann in diesem Winter auf Hallen-Erfahrung bei den Turnieren in Mühldorf, Altötting und der Sparkassenpokal-Vorrunde verweisen.

Der TuS Raubling will natürlich alles versuchen, um erneut für Furore zu sorgen. Trainer Manfred Thaler kann auf viele Akteure setzen, die 2012 den Pokal ins Inntal holten – und die jetzt heiß auf eine Wiederholung des Triumphes sind.

Die Kicker der Freien Turnerschaft marschierte im Vorjahr im Sparkassenpokal voran und begeisterten durch disziplinierte Spielweise und Euphorie. Als Außenseiter fühlt sich das Team von Trainer Heinz Lamprecht durchaus wohl und will das beste daraus machen.

Gleiches gilt für A-Klassist SV Gendorf Burgkirchen. Für die Truppe von Trainer Hannes Dreier gilt es zunächst einmal, sich in dieser Gruppe so teuer als möglich zu verkaufen – und dann vielleicht für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

Gruppe B

Zwei Bezirksligisten und zwei Kreisligisten stehen sich hier gegenüber. Langjährige Kreismeisterschafts-Erfahrung haben der SV Erlbach und SB Chiemgau Traunstein, neu hingegen sind der TSV Bad Reichenhall und der ASV Au.

Das Team aus Erlbach begeisterte bereits im Freien, nachdem man die Tabelle der Bezirksliga deutlich anführt. Trainer Robert Berg kann auf eine junge Mannschaft bauen, die unter dem Hallendach ihre fußballerische Klasse ebenfalls zeigen möchte – der SVE ist ein heißer Anwärter auf einen der vorderen Ränge.

Das gilt auch für den Bezirksligisten SB Chiemgau Traunstein, der im Vorjahr noch als ESV Traunstein das Finale erreichte. Trainer Gerhard Balk kann aus einer großen Zahl an guten Fußballern auswählen. Die Mannen aus der Großen Kreisstadt haben sich den Einzug ins Halbfinale vorgenommen – danach ist alles möglich.

Nicht zu unterschätzen ist der ASV Au, der im Freien in der Kreisliga zwar auf einem Abstiegsplatz steht, nach einem schwachen Start langsam aber wieder zu alter Stärke zurückfindet. Basierend auf eine kompakte Mannschaftsleistung, wird das Team von Trainer Markus Glück auch in der Halle nur schwer zu schlagen sein.

Ebenfalls in der Kreisliga ist der TSV Bad Reichenhall beheimatet – und damit durchaus auch eine Option für den Halbfinal-Einzug. Die Kurstädter, trainiert von Markus Huber, betreten in der Gabor-Halle Neuland. Sie sollten aber auch ein Garant für die Ausgeglichenheit und damit auch die Spannung in dieser Gruppe sein. tn