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Altmeister Peter Fodor beendete den Kampf nach 2:37 Minuten mit 16:0 Technischer Überlegenheit. (Fotos: Jürgen Waßmuth)

Ein toller Sieg gegen den letztjährigen Meister

Eine Topleistung zeigten die Ringer des TSV Berchtesgaden den 1000 Zuschauern im ersten Heimkampf mit einem 17:14-Erfolg über den SV Untergriesbach. Bereits vor dem Kampf war den Experten bewusst, dass der Kampf gegen die starke Gästestaffel eine sehr schwierige Aufgabe würde. Dies bewahrheitete sich auch und nur durch überragende Leistungen von Tobias Küpper, Lukas Laue, Alexander Petersen, Christoph Graßl, Musza Arsunkaev und Peter Fodor reichte es zum knappen und verdienten Erfolg. Erstmals begrüßte Benedikt Graßl die Mannschaften sowie die Zuschauer und moderierte gekonnt den begeisternden Ringsportabend.

Nachwuchsringer für Topleistungen geehrt

Vor dem Kampf wurden die beiden Nachwuchsringer Maximilian Leo und Paul Ilsanker für ihre Topleistungen bei den deutschen Schülermeisterschaften geehrt (wir berichteten). Der erst 14-jährige Andreas Pelzer (F 57) zeigte zunächst in seinem zweiten Bayernligakampf, was in ihm steckt. Nach einer brenzligen Situation zum Kampfbeginn drehte der talentierte Nachwuchsringer richtig auf und zog mit gekonnten Durchdrehern und Kontern auf 15:2 davon.

Doch seine Unerfahrenheit brachte Maximilian Fisch nach knapp fünf Minuten noch zum Schultersieg und so gingen die Gäste in Führung. Statt einer klaren Führung lag Berchtesgaden mit 0:4 zurück. Nachdem der neue Schwergewichtler Adolf Bazso bei der ungarischen Meisterschaft im Einsatz war, sprang Altmeister Peter Fodor (G 130) gegen Daniel Rowe in die Bresche und beendete den ungleichen Kampf nach 2:37 Minuten mit 16:0 Technischer Überlegenheit. Damit war wieder alles im Lot. Tobias Küpper (G 61) bot gegen Mohamed Jabban eine taktische Meisterleistung. Nachdem Küpper bisher gegen den Untergriesbacher noch nicht gewonnen hatte, schaffte er ein 3:3 und gewann den Kampf mit der letzten Wertung 1:0. Berchtesgaden führte erstmals mit 5:4.

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Musza Arsunkaev brachte seinen Gegner bereits nach weniger als einer Minute in die Brücke, aus der es trotz heftiger Gegenwehr kein Entrinnen gab.

Arsunkaev eine ringsportliche Augenweide

Mit dem neuen Ungarn Musza Arsunkaev (F 98) wird der TSV Berchtesgaden noch viel Freude haben. Thomas Hartl stand gegen den Modellathleten auf verlorenem Posten. Der Ungar brachte seinen Gegner bereits nach weniger als einer Minute in die Brücke, aus der es trotz heftiger Gegenwehr kein Entrinnen gab. 9:4 nach vier Kämpfen und nun stand Seriensieger und Kampfmaschine Lukas Laue (F 66) auf der Matte. Nachdem Laue am Vormittag als Mannschaftskapitän für seine SG Schönau Fußball gespielt hatte, richtete er sich seinen Gegner förmlich her. Christoph Fenzl stand auf verlorenem Posten, obgleich Laue taktisch klug nicht alles riskierte. Nach einer klaren Punkteführung beendete Laue den Kampf nach 4:25 Minuten mit dem erwarteten Schultersieg. So ging Berchtesgaden mit 13:4 in die Pause, nach der sich alles entscheiden sollte. Marius Mackamul (G 86) zeigte gegen Marvin Music keine schlechte Leistung, musste sich aber dennoch mit 1:5 geschlagen geben, was den Gegner auf 13:6 herankommen ließ. Der souveräne Mattenleiter Christian Pribil vom SC Anger sprach schon während der Pause vom vorentscheidenden Kampf zwischen Alexander Petersen (G 71) und Johannes Lenz. Es wurde die erwartet enge Auseinandersetzung, in der sich die beiden Ringer nichts schenkten. Petersen hielt seinen 4:3-Vorsprung und brachte seiner Mannschaft einen ganz wichtigen Punkt. Berchtesgaden führte nach sieben Runden mit 14:6. Man wusste jedoch, dass zwei Kämpfe klar zugunsten der Gäste enden würden. Zunächst stelle sich Markus Graßl (F 80) verletzt angetreten seinem Widersacher Benedikt Heindl, der mit dem ersten Angriff einen Schultersieg landete. Untergriesbach verkürzte auf 14:10 und nun waren alle Blicke auf Christoph Graßl (F 75 A) gerichtet, der den Mannschaftssieg unter Dach und Fach bringen sollte. Gegen Florian Unfried war dies keine leichte Aufgabe, die Graßl jedoch perfekt meisterte. Graßl ließ seinem Gegner keine Chance und ging nicht nur als 13:4-Punktsieger von der Matte, der TSV Berchtesgaden war beim Stand von 17:10 nun nicht mehr einzuholen.

Schlusskampf war nur Makulatur

So war der Schlusskampf zwischen Benedikt Wendl (G 75 B) und Benedict Pauli nur mehr Makulatur und Ergebnisverbesserung für den SV Untergriesbach. Berchtesgaden hatte den schweren ersten Heimkampf recht souverän mit 17:14 gewonnen und blickt nun optimistisch auf die nächsten Aufgaben.

Die weiteren Ergebnisse des zweiten Kampftages in der Bayernliga Süd: TSV Kottern – SpVgg Freising 23:10, SV Mietraching – ATSV Kelheim 23:11, SV Kempten – SC Isaria Unterföhring 12:17.

Christian Wechslinger

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