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Ein Spitzenspiel und drei Derbys

In der Fußball-Kreisklasse IV ist an diesem Wochenende Einiges geboten. Im Mittelpunkt steht dabei das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Siegsdorf und dem ersten Verfolger aus Berchtesgaden. Reichlich Brisanz bieten auch die Lokalderbys zwischen Ruhpolding und Inzell, Fridolfing und Kirchanschöring II sowie Laufen und Saaldorf.

Der Inzeller Michael Schaffler, am Donnerstag Doppeltorschütze beim 4:3-Sieg gegen Saaldorf, gastiert mit seiner Mannschaft beim Lokalrivalen SV Ruhpolding. (Foto: Weitz)

Der noch ungeschlagene Spitzenreiter TSV Siegsdorf (23 Punkte) hat sich nach neun Spieltagen bereits einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den TSV Berchtesgaden (2. Rang/17 Zähler) erarbeitet und könnte sich nun mit einem Sieg gegen den ärgsten Verfolger noch weiter absetzen. Für die Mannschaft von Spielertrainer Helmut Felber spricht neben der Spitzenposition auch die starke Heimbilanz. Alle vier Auftritte vor eigenem Publikum wurden in dieser Spielzeit gewonnen. Die Berchtesgadener haben es hingegen in der Hand, das Aufstiegsrennen wieder etwas spannender zu machen. Nicht wenige Liga-Rivalen dürften dem Kreisliga-Absteiger am heutigen Samstag ab 16 Uhr die Daumen drücken.

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Chieming mit Heimspiel

Zwei Partien werden heute schon früher angepfiffen. Ab 13.45 Uhr will der TSV Grabenstätt (10./8) versuchen, seinen dritten Saisonsieg einzufahren und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen. Die Gelegenheit ist günstig, denn die TSV-Mannschaft gastiert beim immer noch sieglosen Schlusslicht ESV Freilassing II (13./2).

Ähnliches dürfte dem TSV Chieming (11./7) vorschweben, der um 14.30 Uhr den Tabellennachbarn TSV Traunwalchen (12./4) empfängt und mit einem Heimsieg den Abstand auf den Rivalen auf sechs Punkte vergrößern könnte. Mut machen dürften den Gastgebern die jüngsten Auftritte. Zuerst feierte man zu Hause den ersten Saisonsieg (1:0 gegen Grabenstätt), dann holte man ein 2:2 beim Tabellenvierten Inzell und lag dabei lange Zeit in Front. Für die Gäste, die ebenfalls ihren bislang einzigen Saisonsieg gegen Grabenstätt gefeiert haben (2:0), geht in Chieming eine kuriose Serie zu Ende. Die Mannschaft von Trainer Gerry Straßhofer bestreitet bei den Chiemseern ihre sechste Auswärtspartie in Folge. Da man in der Fremde erst einen Punkt geholt hat, wird man in Traunwalchen erleichtert sein, am kommenden Wochenende wieder zu Hause auflaufen zu können.

Am Sonntag dürfte es vor allem im Waldstadion zur Sache gehen. Dort will der Aufsteiger SV Ruhpolding (6./14) dem Lokalrivalen SC Inzell (4./17) die Stirn bieten und am besten gleich mit den Gästen in der Tabelle gleichziehen. Allerdings ist dem SVR nach dem starken Saisonstart zuletzt etwas die Puste ausgegangen, seit fünf Spielen wartet man auf einen Sieg und hat dadurch den Kontakt zur Spitzengruppe verloren. Nahezu gegensätzlich gestaltet sich der bisherige Saisonverlauf beim SCI. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Biermaier hat ihre Schwächephase zum Saisonbeginn überwunden und sammelt seitdem fleißig Punkte. Bei für Inzell optimalen Ergebnissen könnte man an diesem Spieltag sogar bis auf drei Zähler an die Tabellenspitze herankommen. Dass beim Gegner ausgerechnet der frühere SCI-Trainer Willi Aigner an der Seitenlinie steht, dürfte bei den Inzellern für zusätzliche Motivation sorgen. Aigner wiederum möchte sich sicherlich keine Blöße gegen seinen Ex-Verein geben. Der Anpfiff erfolgt um 15 Uhr.

Ein weiterer Lokalkampf steigt zur selben Zeit im Rupertiwinkel. Der TSV Fridolfing (8./13) ist dabei Gastgeber für die Reserve des SV Kirchanschöring (5./15) und möchte nach einem Remis und zwei knappen Niederlagen wieder einen »Dreier« einfahren. Der SVK II hat seinerseits die Chance, mit einem Auswärtserfolg an der Spitzengruppe dranzubleiben. Im jüngsten Heimspiel gegen Freilassing II (1:1) bekleckerte man sich allerdings wahrlich nicht mit Ruhm.

Ebenfalls um 15 Uhr beginnt die Partie zwischen dem SV Laufen und dem SV Saaldorf. In diesem Duell zwischen zwei Nachbarorten geht es neben Punkten natürlich auch ums Prestige. Der gastgebende SVL steht zudem nach der Niederlage in Siegsdorf unter Zugzwang, wenn er dem Spitzenreiter weiter folgen will. In Saaldorf hofft man wohl wie im Vorjahr auf den Beginn einer Serie, die den SVS in die obere Tabellenregion führt. Denn derzeit reicht es nur für einen Mittelfeldplatz.