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Ein Sieg gegen West Ham United als Höhepunkt

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Großen Einsatz zeigten die Spieler des TuS Traunreut (grüne Trikots) auch im Derby gegen den TSV 1860 München. Hier gab es trotz einiger klarer Chancen eine knappe 1:2-Niederlage für die Mannschaft des Gastgebers. (Foto: Weitz)

Wieder nur Letzter! Trotzdem wussten die U-12-Fußballer des gastgebenden TuS Traunreut beim Sparda-Bank-Hallenmasters 2018 zu überzeugen. Organisator Markus Steinberger fand einige Auftritte der Hausherren sogar »bärenstark«, vor allem jenen beim 3:1-Sieg in der Gruppenphase gegen den englischen Club West Ham United. Wie berichtet, schnappte sich der FC Bayern wie schon im Vorjahr den Turniersieg – mit einem 3:1-Erfolg im Finale gegen den FK Austria Wien.


»Ein absolutes Spektakel mit Fußball auf allerhöchstem Niveau«, lobte Steinberger die Veranstaltung in der TuS-Halle, »die in diesem Gesamtpaket in Europa ihresgleichen sucht.«

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Aus dem Team der Gastgeber, das sich toll präsentierte, ragten Basti Pasler als fünfmaliger Torschütze und Torhüter Tino Kuzman heraus – doch auch alle anderen TuS-Akteure gaben ein überaus würdiges Bild ab. Sogar der Einzug ins Viertelfinale wäre drin gewesen.

Auch mit dem gesamten Ablauf zeigte sich der Turnierchef hochzufrieden. Die Zusammenarbeit mit dem Hauptvorstand, allen voran Hans Mayer und Hans Kaltenbacher, habe in diesem Jahr schon bei einigen Details Früchte getragen.

Die TuS-Mannschaft des Trainerduos Miki Fischer und Mihael Kuzman ging gegen den VfB Stuttgart zweimal in Führung. Erst in der Schlussphase wurde das Spiel mit 4:2 zugunsten der Schwaben entschieden. Das Duell mit Hertha BSC Berlin (1:3) gestalteten die Grün-Weißen ebenfalls offen. Im Derby gegen die Münchner »Löwen« (1:2) wurde eine schnelle Führung leichtfertig aus der Hand gegeben, obwohl der TuS einige klare Torchancen hatte.

Gute Chancenverwertung im letzten Gruppenspiel

Die Partie gegen Austria Wien (1:5) war das einzige Gruppenspiel der Gastgeber, in dem der Wurm drin war. Im letzten Gruppenspiel gegen die »Hammers« lief der Ball hervorragend in den Traunreuter Reihen, und auch die Chancen wurden wieder besser genutzt, sodass man West Ham mit 3:1 in Schach halten konnte.

Im Überkreuzspiel der Gruppen-Fünften und -Sechsten setzte es gegen die TSG Hoffenheim eine 1:7-Klatsche, auch bedingt durch viele Spielerwechsel. Im Spiel um Rang 11 gegen RB Leipzig (1:4) gab es ebenfalls nichts zu ernten. Hier zeigten die bis dahin enttäuschenden Sachsen ihr bestes Spiel.

Für Traunreut waren im Einsatz: Tino Kuzman und Raffael Papakyprianos (beide im Tor), Philipp Alerdinger, Alexander Stergel, Marius Pop (1 Tor), Erik Curikos, Nick Juhazs, Kevin Terengin (2), Dennis Jazenko (1), Basti Pasler (5), Nico Kindsvater (1) und Daniel Murschel.

Packende Spiele hatte das Viertelfinale zu bieten: Das Münchner Derby gewannen die Bayern gegen die »Löwen« mit 2:1. Es ging munter hin und her. Rot ging in Führung, es folgte der Ausgleich für Blau, dann sorgte ein Freistoßhammer zum 2:1 für die Entscheidung.

Hertha BSC Berlin schaltete den Vorjahresfinalisten FC Basel mit 1:0 aus, ehe sich der FC Augsburg gegen West Ham mit 2:1 behauptete. In diesem Viertelfinale wurde den Mannen aus London ihr Minikader von nur sechs Spielern zum Verhängnis – die Kräfte ließen nach. Im Neunmeterschießen hatte die Wiener Austria gegen den 1. FC Nürnberg beim 6:4 das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

Im ersten Semifinale landete die Austria einen souveränen 2:0-Sieg gegen großartig kämpfende Augsburger. Eine »enge Kiste« war der Vergleich zwischen dem FC Bayern und der Hertha. Letztlich feierte der Titelverteidiger einen 2:1-Sieg. Im Finale legte der FC Bayern eine schnelle 2:0-Führung vor. Doch die Österreicher verkürzten in der zweiten Halbzeit und machten die Partie noch einmal spannend, ehe in der Schlusssekunde FCB-Torhüter Jannis Bärtl mit einem 35-Meter-Schuss zum 3:1-Endstand traf.

»Die Bayern haben sich den Pokal verdient«

»Die Bayern haben sich den Pokal an diesem Tag ab dem ersten Spiel verdient«, bilanzierte Markus Steinberger. Somit schaffte der FC Bayern als erstes Team die Titelverteidigung und ist mit drei Siegen nun alleiniger Rekordhalter in der Geschichte des U-12-Masters.

TuS-Vorstand Hans Mayer würdigte den enormen Stellenwert des Turniers für Verein und Stadt. Er versprach Turnierboss Steinberger, dass fürs Masters 2019 – wie schon 2017– wieder ein Kunstrasen verlegt wird. cs