weather-image
14°

Ein »Schwergewicht« im Weltcup

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und auch die Werbetafeln stehen schon: Der Hochfelln-Berglauf gehört wieder zur Weltcupserie und wird zudem – zwei Wochen nach der Weltmeisterschaft – auch wieder zu einer WM-Revanche. (Foto: SC Bergen)

Der Hochfelln-Berglauf 2016 hat eine weitere Aufwertung erhalten: Bergen und der Hochfelln-Berglauf sind Austragungsort des Berglauf-Weltcups, der vom Berglauf-Weltverband WMRA als Nachfolgeserie des Grand-Prix-Circuits in Szene gesetzt wurde und unter dem Patronat des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF steht. Gleichzeitig hat der internationale Leichtathletikverband den Hochfelln-Berglauf (8,9 Kilometer, Höhenunterschied 1074 m) als einzigen Berglauf Deutschlands mit dem Status IAAF-Permit ausgezeichnet. Schon bisher galt die traditionelle Veranstaltung als Deutschlands ältester und bekanntester Berglauf – und als einer der weltweit bestbesetzten Bergläufe.


Der »Mountain Running Worldcup 2016« besteht aus den Veranstaltungen in La Montee du Grand Ballon (Frankreich) am 12. Juni, Gorski tek na Grintovec Kamnik (Slowenien) am 24. Juli, dem 28. Schlickeralmlauf in Telfes (Österreich am 31. Juli, dem 43. Hochfelln-Berglauf am 25. September und dem Smarna Gora Mountain Race Ljublijana (Slowenien) am 6. Oktober. Einbezogen in die Serie ist auch die Weltmeisterschaft in Sapareva Banja (Bulgarien) am 11. September.

Anzeige

14 Tage nach der WM kommt es demnach in Bergen zur WM-Revanche. Weltmeister, Europameister, Streckenrekordinhaber und Weltcup-Gesamtsieger, treffen auf der WM-Strecke von 2000 aufeinander. Bergen ist gerüstet und die ersten verbindlichen Zusagen von namhaften Athleten liegen bereits vor.

Für Aufsehen gesorgt hatte im Vorfeld die Ankündigung des Verbandes, dass sich der Hochfelln-Berglauf Bergen und der Schlickeralmlauf Telfes beworben haben. Beide waren bereits Weltmeisterschafts-Veranstalter und jahrelang Grand-Prix-Organisatoren gewesen, ehe sie beide die Partnerschaft aufkündigten. Bergen tat dies wegen »ständiger Bevormundung« und Telfes wegen »unattraktiv werdender Rahmenbedingungen«. Danach setzten die Veranstalterorte jedoch ihre Traditionsveranstaltungen in eigener Regie erfolgreich fort.

»Meinungsverschiedenheiten früherer Jahre«, wie es Grand-Prix-Urheber Georg Anfang dezent bezeichnet, »haben sich gelegt«. Er ergänzt aber, es seien »bei den Wettkampfbestimmungen doch noch gewisse Nachbesserungen erforderlich«. Mit dem Beitritt der »Schwergewichte« sei sicher der Durchbruch verbunden, ließ der Pressebeauftragte des Weltverbandes durchblicken, nachdem die Weltcupserie mit bisher drei slowenischen Terminen kaum Akzente setzen konnte.

Bei aller Konzentration von Berglaufspitzenläufern legt der Skiclub Bergen aber auch wieder ein großes Augenmerk auf die Hobby- und Freizeitsportler. »Eine gesunde Mischung des Teilnehmerfeldes war schon immer unser Anspruch«, betonte der stellvertretende Organisationschef und Skiclub-Ehrenvorsitzende Georg Anfang. Daher gelte: »Selbstverständlich ist auch die Zusatzwertung Inn/Chiemgau wieder im Angebot. Gestartet wird in einem Block, mit Weltmeistern auf der Startlinie zu stehen, ist eine nicht alltägliche Begebenheit«, wirbt er. Weitere Informationen und Onlinemeldung für die 43. Auflage des Deutschen Berglaufklassikers am 25. September sind unter www.hochfellnberglauf.de möglich. ng