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Ein Punkt für die Starbulls

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Nur ein Punkt blieb den Starbulls Rosenheim an diesem Wochenende in der II. Eishockey-Bundesliga. Nach der engen Partie in Hannover, die mit 1:2 verloren ging, wurde es im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars noch knapper und die Starbulls unterlagen im Penaltyschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 geheißen.


Es war ein Spiel, das vor allem die Qualität der Special Teams austestete: Immer wieder waren die Strafbänke besetzt, auf dem Eis wurde in Über- oder Unterzahl gespielt. Der Schiedsrichter strapazierte die Nerven aller Beteiligten. Ravensburgs Trainer Petri Kujala fand bei den vielen Strafen »unglaubliche Sachen«. Dennoch blieb er während der Partie zumeist ruhig, während sich seine Spieler Tommi Hannus und Marco Friedrich Zusatz-Strafen aus Frust einhandelten. »Ich glaube, dass es nicht viel bringt, wenn ich auch noch die Nerven verliere«, meinte Kujala dazu lapidar.

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Auch Rosenheims Trainer Franz Steer fand »einige kuriose Strafen auf beiden Seiten«, wobei ihn vor allem wurmte, dass Brian Maloney nach einer Attacke gegen Robert Schopf mit 2 plus 10 gut davongekommen war: »Mein Spieler Robert Schopf konnte nicht mehr weitermachen, er muss wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus. Das wundert mich dann schon, wenn das keine Spieldauerstrafe ist.«

Zumal die Starbulls der Ausfall hart traf, denn Schopf war damit schon der sechste Angreifer, der nicht zur Verfügung stand: Simon Wenzel und Marcus Marsall fehlen ja schon länger verletzt, in den vergangenen Spielen erwischte es dann Dominik Daxlberger und Norman Hauner und Robin Hanselko fiel wegen einer Grippe aus. Nun kam auch noch Schopf hinzu, Max Renner rückte in den Sturm auf und Niko Senger feierte schneller als erwartet sein Comeback nach Verletzungspause.

Kritik darüber, dass die Starbulls sehr viele Powerplay-Situationen ungenutzt ließen, wollte Steer gar nicht erst aufkommen lassen. »Ravensburg hat auch hervorragende Offensivspieler und hat in Überzahl kein Tor erzielt. Ich glaube, dass beide Mannschaften in Unterzahl überragend gespielt haben.« Immerhin einmal klappte es bei den Rosenheimern ja doch mit einem Mann mehr auf dem Eis: Micky Rohner erzielte da den 2:2-Ausgleich.

Alle anderen Tore fielen bei Gleichzahl: Zunächst sorgte Andrej Strakhov für die Rosenheimer Führung, als er den Abpraller nach einem Schuss von Bryan Schmidt verwertete. Der Ausgleich fiel keine zwei Minuten später durch Ravensburgs NHL-Spieler Adam Hall, der Torwart Pasi Häkkinen von hinter dem Tor anschoss – vom Finnen prallte die Scheibe ins Netz. »Unglücklich«, befand Steer, wie auch den zweiten Gästetreffer, als Stefan Langwieder von der blauen Linie abgezogen hatte und der Puck irgendwie den Weg hoch ins Rosenheimer Tor fand.

Weil dann aber Rohner egalisierte und die weitere Spielzeit sowie die Verlängerung torlos blieben, musste das Penaltyschießen entscheiden: Hier traf nur Ryan Del Monte für die Starbulls, während Hall und Radek Krestan Häkkinen bezwangen. »Momentan hängt das Glück nicht auf unsere Seite«, meinte Steer, der aber mit dem Auftritt seiner Mannen keineswegs unzufrieden war: »Hochachtung vor den Jungs, sie haben großen Einsatz gezeigt und alles gegeben.«

Statistik: Starbulls Rosenheim - Ravensburg Towerstars 2:3 nach Penaltyschießen (0:0, 1:2, 1:0, 0:0, 0:1): Tore: 1:0 (28.) Strakhov, 1:1 (29.) Hall, 1:2 (37.) Langwieder, 2:2 (45.) Rohner, Penaltyschießen: Krestan. – Strafminuten: Rosenheim 16, Ravensburg 22 plus je 10 Disziplinar für Maloney, Hannus und Friedrich plus Spieldauer für Friedrich. – Zuschauer: 1902. tn