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Ein perfektes Wochenende für die TVT-Ringer

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Wie schon im letzten Heimkampf auch in Mering ein Siegringer: Mahsun Ersayin (rotes Trikot), Freistil-Leichtgewichtler des TV Traunstein. (Foto: Wittenzellner)

Ein perfektes Wochenende konnten die Traunsteiner Ringer verbuchen: Vor dem Derby-Klassiker gegen den TSV Berchtesgaden am kommenden Samstag in der heimischen Franz-Eyrich-Halle in Traunstein zeigten sich die TVT-Cracks gut aufgelegt und holten auswärts zwei hohe Siege.


In der Bayernliga zeigte man dem TSC Mering beim 21:11 auswärts vor 150 Zuschauern deutlich die Grenzen auf. Und in der Grenzlandliga setzte sich der TVT-Nachwuchs gegen den TSV Trostberg auswärts hoch mit 31:4 durch. Entsprechend zufrieden zeigte sich Abteilungschef Hartmut Hille: »Mit diesen Leistungen brauchen wir uns auch im Derby gegen Berchtesgaden nicht zu verstecken.«

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Den Anfang in Mering machte Tobias Einsiedler (57 kg, Freistil) im Nachwuchsduell gegen Moritz Zeitler. Der Traunsteiner mühte sich redlich, konnte am Ende aber eine knappe 0:4-Punkteniederlage nicht vermeiden: Gesamtstand 0:2. Nicht leicht hat es TVT-Schwergewichtler Andreas Boschko in diesem Jahr besonders stark besetzten Gewicht bis 130 kg. Im Greco-Duell gegen den mehrfachen WM-Teilnehmer Zsolt Dajka musste er eine Niederlage mit Technischer Unterlegenheit hinnehmen: 0:6.

Nicht nach Wunsch lief es für den TVT-Ringer Fawad Quistani (61 kg, Greco) beim Bantamgewichtsduell gegen Benedikt Rieger, das der Meringer knapp mit 11:10 gewann: 0:7. Eine klare Sache war der Halbschwergewichtskampf (98 kg, Freistil) für Gökhan Tetik gegen Benedikt Mastronicola. Der TVT-Ringer war klarer Chef auf der Matte. 10:0 Punkte nach sechs Kampfminuten sprachen eine deutliche Sprache und brachten die ersten Traunsteiner Punkte: 3:7. Im letzten Duell vor der Pause sollte Mahsun Ersayin (66 kg, Freistil) gegen Maximilian Zeitler Punkte einfahren. Dies gelang ihm bereits in der ersten Runde mit einem Schultersieg, bei dem sich der Gästeringer verletzte: 7:7 stand es zur Pause – für den TVT schon die halbe Miete, nachdem man wusste, dass man im zweiten Abschnitt noch einige Trümpfe in der Hand hatte.

Einer davon war Alexej Patalaschko (86 kg, Greco). Ein bestens aufgelegter TVT-Ringer ließ Elias Polster nicht den Hauch einer Chance. Nach gut einer Minute Kampfzeit hatte Patalaschko den Gastgeber so oft umhergewirbelt, dass 16 Punkte und damit der Sieg mit Technischer Überlegenheit feststanden: 11:7.

Und der TVT blieb auf der Siegerstraße: Gegen den defensiv eingestellten Oliver Tanzyna gab es zwar nur fünf Wertungspunkte für Artur Tatarinov, die brachten aber zwei weitere Teampunkte: 13:7.

Kurz wurde der Siegeszug noch unterbrochen: Mathias Reuß musste sich im Freistil-Mittelgewicht (86 kg) dem polnischen Grand-Prix-Teilnehmer Radoslaw Siejak nach gut vier Minuten mit Technischer Unterlegenheit beugen: 13:11.

Doch mit Eduard Tatarinov (75 kg, Freistil) und Plamen Petrov (75 kg, Griechisch-römisch) folgten zwei absolute Siegringer des TVT auf der Matte. Nach gut zwei Minuten machte Tatarinov Schluss: Seinen Dauer-Beinangriffen und seinem hohen Angriffstempo hielt sein Gegenüber Nico Winter nicht stand. 16 Punkte bedeuteten einen Sieg mit Technischer Überlegenheit: 17:11.

Plamen Petrov zog zum Abschluss nochmals alle Register. Nach gut einer Minute standen gegen Niklas Guha acht Punkte angeschrieben und dieser strich vorzeitig die Segel. Endstand für den TVT 21:11.

»Der Sieg in Mering sichert uns in der Tabelle nach unten ab. Jetzt hoffen wir auf mehr: Wir wollen im Derby gegen Berchtesgaden am kommenden Samstag einen Sieg einfahren«, gab sich TVT-Abteilungschef Hartmut Hille kämpferisch.

Die Nachwuchsringer wurden gegen den TSV Trostberg in der Grenzlandliga ihrer Favoritenrolle gerecht. Neun von zehn Mattenduellen gingen gegen dezimierte Trostberger an den TVT, am Ende stand ein 31:4 an der Anzeigetafel. Sieger mit zum Teil schnellen Schultersiegen waren für den TVT Justin Flemmer (29 kg), Mateo Gmaz (31 kg), Daniel Flemmer (34 kg), Leopold von Ellerts (38 kg), Leonard Rube (42 kg), Maximilian Bach (46 kg), Maximilian Mintchev (50 kg), Sanaullah Nasraty (55 kg) und Ben Wittenzellner (60 kg). Einziger »Schönheitsfehler« war die Niederlage von Philipp Schrag (76 kg). awi