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»Ein paar Scheiben mehr treffen«

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Sie war eine der treffsichersten deutschen Athletinnen im Einzellauf: Annika Knoll. (Foto: DSV)

Beim Auftakt klappte es noch nicht, nun nehmen die deutschen Biathleten einen neuen Anlauf: Bei der Biathlon-Europameisterschaft in Duszniki Droj (Polen) stehen am heutigen Freitag die Sprintrennen der Männer (10 Uhr/10 km) und Frauen (13.30 Uhr/7,5 km) auf dem Programm. Dabei hoffen die deutschen Athleten auf die ersten EM-Medaillen 2017.


Beim Einzellauf zum Start der EM waren die Aktiven des Deutschen Skiverbandes (DSV) noch leer ausgegangen. Für die beste Leistung hatte dabei eine Sportlerin aus dem Stützpunkt Ruhpolding gesorgt: Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) hatte nach fehlerfreiem Schießen mit 1:41,8 Minuten Rückstand auf Siegerin Irina Starych (Russland) den 6. Platz erkämpft. Zweite wurde Swetlana Sleptsowa (Russland/+ 1:03,8/1) vor Anastasija Merkushyna (Ukraine/+ 1:05,0/1).

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Auch die zweit- und drittbeste deutsche Athletin gehören dem Stützpunkt an. Rang 16 errang Annika Knoll (SC Friedenweiler/+ 4:42,0/1) dank ihrer guten Schießleistung, Neu-Biathletin Denise Herrmann (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal/+ 5:29,2/6) kam trotz sechs Strafminuten auf den 22. Rang von 87 Sportlerinnen. Die weiteren Platzierungen: 29. Miriam Gössner (SC Garmisch/+ 6:52,2/6); 59. Helene-Therese Hendel (WSV Oberhof/+ 10:08,8/6).

Karolin Horchlers Schwester Nadine (SC Willingen), die unlängst mit ihrem Weltcupsieg in Antholz für eine Sensation gesorgt hatte, wurde noch geschont. Sie wird aber am heutigen Freitag im Sprint angreifen.

»Angreifen« ist auch das Ziel der deutschen Männer, die im Einzellauf keinen Spitzenplatz verbucht hatten. Bester Deutscher war hier mit Rang 25 Matthias Dorfer (SV Marzoll/+ 3:54,1/1) vor Philipp Nawrath (28. Platz/SK Nesselwang/+ 4:19,2/4), die beide dem Stützpunkt Ruhpolding angehören.

Rang 33 ging an Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/+ 4:33,3/1). Er war nachnominiert worden, weil Philipp Horn (SVE Frankenhain) krankheitsbedingt für die EM komplett ausfällt und Florian Graf (WSV Eppenschlag/Stützpunkt) angeschlagen und für den Einzellauf nicht fit war. Ob er heute eingesetzt werden kann, entscheidet sich erst kurzfristig.

Roman Rees (SZ Schauinsland/+5:35,5/3) kam auf den 49. Platz, sein Stützpunkt-Kollege Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/+ 7:09,2/6) auf den 66. Platz im Feld der 114 Teilnehmer. Das Geschehen an der Spitze bestimmten die russischen Teilnehmer, die fünf der ersten sechs Plätze eroberten. Nur der Bulgare Krasimir Anev (+ 11,4 Sekunden/0 Fehler) konnte als EM-Zweiter in die russische »Phalanx« eindringen. Den Sieg holte sich trotz einer Strafminute Alexander Loginow, den dritten Rang Alexej Slepow (+ 53,6/0).

Insgesamt »war das kein gelungener Auftakt für uns«, so Trainer Remo Krug im Hinblick auf das in Polen von ihm betreute Frauen- und das von Peter Sendel betreute Männerteam. Daher lautet sein Hauptwunsch an die Sportler für die folgenden Wettkämpfe: »Sie sollten halt ein paar Scheiben mehr treffen ... who