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Die SG Schönau zeigte gegen den BSC Surheim eine starke Leistung als Mannschaft, hier setzt sich Stefan Weinbuch gegen Robert Stallmayer durch. (Foto: Jürgen Waßmuth)

Ein Lichtblick im letzten Spiel vor der Winterpause

Im letzten Spiel vor der Winterpause rief die Schönauer Elf vor gut 100 Zuschauern vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung ab und besiegte den Tabellennachbarn BSC Surheim mit 2:0. Vom Anpfiff an zeigten die Schönauer, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten, um aus der gefährlichen Tabellensituation zu kommen. 


Mit einer Energieleistung aller Spieler gelang dieses Vorhaben und sieht die SG Schönau mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz nun wieder auf einem Nichtabstiegsplatz. Nachdem der Punkteabstand ins Mittelfeld nicht groß ist, darf man den Schönauern zutrauen, im Frühjahr noch weiter nach vorne zu kommen.

Die Gäste aus Surheim zeigten zunächst, dass sie gegen die SG Schönau siegen wollten. Angetrieben von den auffälligsten Akteuren, Mannschaftskapitän Nico Jordan, Philip Hahn und Torjäger Robert Stallmayer (14 Saisontreffer), brachte Surheim die Schönauer früh in Verlegenheit. So bewahrte die SG bereits in der ersten Spielminute großes Glück vor dem drohenden Rückstand. Doch die Hillebrand-Elf überstand die ersten prekären Situationen und fand dann besser ins Spiel.

Allerdings lief im Sturmspiel zunächst nicht viel zusammen. Den zu Stürmern umfunktionierten Abwehrspielern Felix Zange und Sebastian Pfnür fehlte die Abstimmung, sodass viele Pässe ins Leere gingen. Doch auch die Surheimer konnten die gut stehende Schönauer Abwehr nicht aushebeln. So spielten sich die Aktionen weitgehend im Mittelfeld ab.

Dies änderte sich in der 43. Minute, als Sebastian Wessels Mittelstürmer Felix Zange ideal einsetzte. Doch Zange wurde elfmeterreif von den Beinen geholt, was den Schönauer Trainer Franz Hillebrand sichtlich aufregte. Denn die Pfeife des für viele Zuschauer unsicher wirkenden Schiedsrichters Denis Tahiri vom TSV Brannenburg blieb stumm. Dabei hatte Tahiri zuvor für augenscheinlich harmlose Fouls drei Gelbe Karten gegen die SG Schönau verteilt.

Nachdem sich keine der beiden Mannschaften weitere entscheidende Chancen erarbeitet hatte, ging es torlos in die Halbzeitpause, aus der die SG Schönau stärker kam. Jetzt agierte die Platzelf auf Augenhöhe mit dem Gast und zeigte immer wieder gelungene Spielzüge. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, ehe die entscheidenden Treffer fielen. Weinbuch setzte in der 75. Minute Louis Graßl ein, der jedoch die gute Möglichkeit vertändelte. In der nächsten Situation löste es Weinbuch auf seine Weise und zirkelte den Ball mit seinem bekannten Schussvermögen zum 1:0 (78.) in die Torecke.

Surheim entblößte nun die Abwehr, was den Schönauern Konter ermöglichte. Und so setzte Sebastian Wessels in der 89. Minute Mittelfeldakteur Valentin Lagler ideal ein, der gekonnt zum 2:0 und damit zur Entscheidung einschoss. In der 90. Minute sah Leonhard Pletzer noch die »Rote Karte«, weil er als letzter Mann ein Foulspiel begangen hat. Er wird somit im ersten Spiel der Frühjahrsrunde in Buchbach fehlen.

Der Schönauer Trainer Franz Hillebrand lobte sein Team für den großen kämpferischen Einsatz und stellte besonders die Leistungen von Abwehrspieler Stefan Roth und Sebastian Wessels heraus. Der Schönauer »Medizinmann« Rudi Lorenz hatte den verletzten Wessels für das letzte Spiel doch noch fit bekommen. »Das war ein wichtiger Befreiungsschlag«, zog Hillebrand ein sehr zufriedenes Fazit.

SG Schönau: Franz Lenz; Simon Sanktjohanser, Lukas Laue, Leonhard Pletzer, Georg Biberger (73. Raphael Stromitzky), Valentin Lagler, Stefan Roth, Sebastian Pfnür (63. Louis Graßl), Felix Zange (65. Dominik Meyer), Stefan Weinbuch, Sebastian Wessels.

Christian Wechslinger

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