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»Ein idealer Platz für ein Etappenziel«

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Trotz des Regens wurde den Zuschauern an der Winklmoos-Alm erstklassiger Radsport geboten.

Erstmals in der Geschichte der Bayernrundfahrt – inzwischen Deutschlands bedeutendstes Etappenrennen für Rennradprofis – war die Winklmoos-Alm Ziel eines Abschnitts dieser fünftägigen Rundfahrt: Am Nachmittag des gestrigen Himmelfahrtstages erreichte der Tross der 133 Fahrer aus 27 Nationen das auf rund 1100 Meter gelegene Hochplateau.


Dort hatte man sich die größte Mühe gegeben, die Profis nach über 160 Kilometer, die sie vom Start in Freilassing an diesem zweiten Etappentag zurückgelegt hatten, auch würdig zu empfangen. Nach Schätzungen von Beobachtern bereiteten rund 2500 Radsportfans den Rennradfahrern einen begeisterten Empfang.

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Dies war auch für den Radsportverein (RSV) Traunstein eine ideale Kulisse, denn im Vorfeld waren auf der vier Kilometer langen, bis zu 18 Prozent steilen und kurvigen Bergstraße die Bayerische Bergmeisterschaft ausgetragen worden. Zudem wurde für ambitionierte Bergradler ein »Jedermann- Uphill«-Rennen organisiert. Eine kurze Umfrage im Rahmen der Ganztagesveranstaltung hatte bei vielen Gesprächspartnern stets die gleiche Grundaussage: Eine großartige, weil bestens organisierte Veranstaltung, die besseres Wetter verdient gehabt hätte.

Einer, der diese Aussage ebenfalls traf, war beispielsweise Rudolf Scharping: Der Präsident des Bundes deutscher Radfahrer (BDR) zeigte sich bei diesem »rein privaten Besuch« sehr beeindruckt vom abwechslungsreichen Rahmenprogramm. »Das ist wirklich toll hier«, bekräftigte Scharping. Auch Radsport-Legende Rudi Altig –inzwischen 77 Jahre alt – war anzumerken, dass er mit den Profis mitfieberte: »Ich bin hier als Berater eines der Teams. Mich wird der Radsport wohl nie mehr loslassen.« Und: »Hier auf Winklmoos ist ein idealer Platz für ein Etappenziel.«

Dies sahen viele der Gäste ebenso, freilich auch, »weil man mit der Gondelbahn umsonst und bequem bis fast in den Zielbereich chauffiert wird«, wie eine freudestrahlende Dame aus Altötting betonte, ehe sie wie viele andere auch mit einer Ratsche wieder für hörbare Stimmung sorgte. Unter den Gästen waren auch Rosi Mittermaier-Neureuther mit Ehemann Christian, Sohn Felix und dessen Freundin Miriam Gössner.

Ewald Strohmeier, seit vielem Jahren Rennleiter der Bayernrundfahrt, beschränkte sich in seiner Bewertung der Zielankunft auf der Winklmoos auf ein einziges Wort: »Super!« Es passe der Feiertag, es passe das Rahmenprogramm, es passten die begleitenden Rennen für Amateure und Hobbyfahrer. »Das ist für den Radsport insgesamt wirklich eine große Werbung.« Diese Gelegenheit wollten sich auch verschiedene Ausrüster und Fachfirmen nicht entgehen lassen, die mit zahlreichen Ständen in dem Almengebiet postiert waren. Freilich trat auch die Raiffeisenbank Rosenheim – zusammen mit der Gemeinde Reit im Winkl wichtigster Sponsor – in Erscheinung.

Zum Rahmenprogramm gehörte beispielsweise aber auch die Show des 19-jährigen Albert Sandritter aus Kiefersfelden, der als Zehnter der jüngsten Weltmeisterschaft sein Können als Trial-Fahrer demonstrierte: Akrobatik über und von Hindernissen auf dem Fahrrad.

Vom frühen Morgen an hatten sich die Organisatoren, die Wirte, die freiwilligen Helfer, unter anderem von der Feuerwehr und Bergwacht, aber vor allem vom RSV Traunstein auf diesen großen Tag auf der Winklmoos-Alm vorbereitet: Und so sehr die Spannung gegen 15 Uhr – befeuert durch die informative Moderation von Harald von Knoerzer mit DJ Lumpi – anstieg, so schnell war der Höhepunkt mit der Zielankunft der Profis auch schon vorbei. Es blieb aber bei vielen der Zuschauer der bleibende Eindruck einer rundherum gelungenen Radsportveranstaltung. ost