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Ein Heim-Weltcup mit Höhen und Tiefen

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Er gibt seinen Sportlern die entscheidenden Fingerzeige: Eisschnelllauf-Bundestrainer Markus Eicher. (Foto: Wukits)

Höhen und Tiefen aus Inzeller Sicht gab es nach Angaben von Eisschnelllauf-Bundestrainer Markus Eicher beim Weltcup in Berlin. Dort wurde auch bekannt, dass Eicher weiter Cheftrainer bei der DESG bleibt. Sein Posten wurde nach den Olympischen Spielen ausgeschrieben, nach einem Gespräch mit dem neuen Sportdirektor Robert Bartko einigte er sich mit Eicher auf eine weitere Zusammenarbeit.


Besonders zufrieden zeigte sich der 60-Jährige mit dem Abschneiden von Gabi Hirschbichler. »Sie hat ihren Platz in der A-Gruppe über 500 und 1500 Meter gefestigt und wird nächstes Wochenende auch beim Weltcup in Heerenveen starten.«

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Das dürfen auch Denis Dressel und Roxanne Dufter. Dufter überzeugte Eicher über 1500 Meter, Dressel lief gute 1000 Meter. »Leider hat er auf den 1500 Metern etwas geschwächelt, aber diese Strecke ist eh unsere Problemdistanz im gesamten deutschen Bereich.«

Keinen Platz für die Rennen im Weltcup konnte Hubert Hirschbichler ergattern. Trotz guter 1000 Meter als Zehnter in 1:11,43 Minuten verpasste er die Fahrkarte um einen Platz. Über die 1500 Meter brach Hirschbichler in der Schlussphase ein, so Eicher. Nicht zufrieden war Eicher mit dem Inzeller Neuzugang Jennifer Bay, da habe er sich mehr erwartet.

Die Leistung von Joel Dufter bei seinem Weltcup-Debüt bewertet Eicher als in Ordnung, die 500 Meter seien okay gewesen, auf den 1500 Metern sei der Rückstand sehr groß gewesen.

Gabi Hirschbichler schwört auf Danny Legers Training

In guter Stimmung machte sich Gabi Hirschbichler von Berlin auf den Weg nach Heerenveen. Über 500 Meter kam sie in der B-Gruppe auf die Plätze fünf und acht. Die 1500 Meter absolvierte sie in der A-Gruppe in 2:00,41 Minuten als 15. und die 1000 Meter als 19. in 1:18,25. »Die Saison hat für mich holprig angefangen, aber dann ist es immer besser gelaufen«, betonte die bald 31-Jährige.

So mache sich die schon zweijährige Zusammenarbeit am Stützpunkt Inzell mit Danny Leger immer mehr bezahlt. »Da herrscht ein gutes Klima«, lobt sie – und deswegen geht sie auch in die zweite Saisonhälfte mit großen Hoffnungen. Bessere Zeiten laufen, im Weltcup bleiben und sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren, sind die vorrangigen Ziele. Ob sie 2018 mit einem Start bei Olympia liebäugelt, lässt sie offen. »Ich plane von Jahr zu Jahr und höre auf meinen Körper.«

Joel Dufter will weiter im Weltcup laufen

Während für Gabi Hirschbichler der Weltcup Normalität ist, war es für Joel Dufter in Berlin die Premiere. »Ein tolles Gefühl, wenn mal mehr als zehn Leute im Stadion sind«, meinte er.

Der 19-Jährige wertete den Start als Motivation und als positive Erfahrung. »Es ist schwer, als Newcomer vorne mitzulaufen. Leider konnte ich nicht ganz zeigen, was ich drauf habe. Ich versuche weiter an mir zu arbeiten und hoffe weiter im Weltcup dabei zu sein«, sagte er.

Über 500 Meter lief er in der B-Gruppe in 36,61 Sekunden auf den 30. Platz. Dufter legt nun sein Hauptaugenmerk auf die deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Inzell und die Sprintmeisterschaften in Berlin. Danach wird sich entscheiden, wohin der weitere Weg des großen Talents führt. »Eigentlich habe ich mein Saisonziel schon geschafft. Ich wollte gleich den Sprung vom Juniorenweltcup in den der Senioren schaffen«, meint er zufrieden. SHu

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