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Ein harter Kampf in Donington

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Ein packender Zweikampf: Im zweiten Rennen in Donington duellierte sich Markus Reiterberger (Nr. 21) während der gesamten 23 Runden mit Alex de Angelis. Letztlich lag sein Konkurrent knapp vorn. (Foto: Althea)

Das war keine leichte Aufgabe: Beim Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft in Donington (England) waren der Obinger Markus Reiterberger und sein Teamkollege Jordi Torres (Spanien) vom Team Althea BMW Racing kräftig gefordert. Insgesamt meisterten sie ihre Aufgabe jedoch gut: Routinier Torres verbuchte einen 7. und einen 11. Platz. Reiterberger einen 11. und einen 16. Rang.


Dabei kämpfte das Team von Beginn an um eine passende Abstimmung, wurde aber für die harte Arbeit nicht richtig belohnt. Die Suche nach der erfolgreichen Basisabstimmung blieb auch in England erfolglos.

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Hinzu kam: Seinen letzten Auftritt in Donington hatte Markus Reiterberger im Jahr 2008 gehabt – damals noch als 14-Jähriger im Red Bull Rookies Cup. Entsprechend musste er sich erst einmal an die Strecke »herantasten«. Im Training konnte er sich nur den 18. Startplatz erarbeiten. Problematischer aber: Reiterberger hatte immer noch nicht das richtige Gefühl für das Vorderrad und mangelnde Traktion am Hinterrad.

Mit einer Änderung an der Hinterradaufhängung versuchte das Team, die aufgetretenen Bewegungen im Motorrad einzudämmen. Aber: Die Änderungen verringerten zwar die Vibrationen am Kurvenausgang, verursachten allerdings mehr Bewegung im Motorrad beim Richtungswechsel. Nach gutem Start kämpfte Reiterberger mit Anthony West, Javier Fores, Josh Brookes und Roman Ramos um die Plätze. Mit konstanten Rundenzeiten ließ er seine Kontrahenten hinter sich. Gegen Rennende musste er sich lediglich Anthony West geschlagen geben und überquerte als Elfter die Ziellinie.

Vor dem zweiten Rennen konnte der Obinger nicht am Warm Up teilnehmen. Aufgrund eines technischen Problems musste er seine BMW S 1000 RR gleich wieder in die Box bringen. Die Fehlersuche dauerte das ganze Warm Up lang. Im Rennen lieferte sich Reiterberger 23 Runden lang einen spannenden Kampf mit Alex de Angelis (San Marino/Aprilia). Letztlich lag sein Konkurrent um gut vier Zehntelsekunden vor ihm auf dem 15. Platz und holte noch einen WM-Punkt, während der 22-Jährige als 16. leer ausging.

»Natürlich bin ich enttäuscht, aber es hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, immer in den Top Ten zu sein – aber trotzdem gebe ich für mein Team alles und will auf der Strecke gute Ergebnisse einfahren. Gerade an diesem Wochenende wäre ein gutes Resultat wichtig gewesen, für das alle so hart gearbeitet haben«, so Reiterberger. Für den nächsten WM-Lauf in Misano (Italien) vom 17. bis 19. Juni »hoffe ich, dass wir den Schritt in die richtige Richtung schaffen.«

In der WM-Gesamtwertung nimm Jordi Torres (117 Punkte) Rang 7 ein, Reiterberger liegt mit 58 Zählern auf dem 13. Rang und ist damit zweitbester BMW-Pilot des Feldes. Klar in Führung ist Jonathan Rea (293 Punkte) vor seinem Kawasaki-Teamkollegen Tom Sykes (237) sowie Ducati-Pilot Chaz Davies (alle Großbritannien/231). who