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»Ein generell sehr hohes Niveau«

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Jessica von Bredow-Werndl siegte im Grand Prix mit Ferdinand. (Foto: Weitz)

Hochkarätiger Dressursport mit spannenden Wettbewerben wurde den Zuschauern beim Hallenturnier auf Gut Ising geboten. »Das war ein generell sehr hohes Niveau. Es macht uns schon stolz, dass dieses Turnier inzwischen im großen Sport etabliert ist« zieht Petra Hofmann Bilanz. Sie hatte auch diesmal gemeinsam mit der Isingerin Sylvia Gugler als Turnierleiterin fungierte.


So war unter anderem die Mannschafts-Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl (RFV Aubenhausen) am Start. Und die Lokalmatadorin holte sich mit ihrem Pferd Ferdinand am ersten Wettkampftag gleich im Grand Prix de Dressage überlegen den Sieg. Trotz ihrer starken Leistung »waren da schon noch einige kleinere Fehler dabei. Aber dieses Pferd hat eine spektakuläre Grundqualität«, zeigt sich Hofmann beeindruckt.

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Mit Ferdinand gewann von Bredow-Werndl zudem noch zwei hochkarätige Prüfungen der Klasse S***, nämlich einmal den Wettbewerb Intermediaire II (»Stars von Morgen«) sowie eine Aufgabe S 10 der Drei-Sterne-S-Prüfungen. Und mit ihrem Pferd Franz Joseph setzte sich von Bredow-Werndl in einer Dressurprüfung der Klasse M an die Spitze.

Doch nicht nur sie sorgte für hochkarätigen Sport: So waren bei den Stars unter anderem Matthias Alexander Rath am Start, ebenso wie der U-25-Mannschafts-Europameister Raphael Netz. Netz ist bereits seit vier Jahren in Aubenhausen im Team von Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl aktiv und gewann unter anderem eine Aufgabe der Klasse S* der Altersklasse Junge Reiter mit Franziskaner sowie eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A mit seinem Pferd Dwayne.

Besonders bei der Grand Prix Kür am Abend des zweiten Wettkampftages »war der Besuch sensationell. Da war die Halle komplett voll«, freut sich Hofmann. Den Sieg holte sich hier Franz Trischberger (TSG Hofgut Allerer) auf Zap Zap, mit dem er gleich am nächsten Morgen mit einem Erfolg im Grand Prix Special nachlegte – hier wurde Netz mit Sir Davidoff übrigens Fünfter.

Eine hohe Auszeichnung gab es auch für Alexandra Eiband (PF Taufkirchen): Sie erhielt das Goldene Reitabzeichen. Dafür sind grundsätzlich zehn Siege auf S-Niveau erforderlich, zum Teil können die Siege auch durch zweite bis fünfte Plätze in Grand Prix und Grand Prix Special ersetzt werden.

So oder so: Für die Sportler, die dieses Abzeichen bekommen, ist es ein Zeichen dafür, dass es im Sport noch »hoch hinaus« gehen könnte. »Das war schon stimmungsvoll«, blickt Petra Hofmann auf diese Ehrung zurück – ebenso stimmungsvoll wie die vielen Siegerehrungen.

Die werden in Ising inzwischen ohne Pferd gemacht. Davon profitieren alle. »Die Pferde sind bis dahin nach dem Reiten schon längst kalt und werden eher unruhig, das ersparen wir ihnen.« Und den Reitern, denn diese können nun in Ruhe stehen, »und auch das Publikum kann so die Sportler viel besser erkennen. Das kommt bei allen gut an«, weiß Hofmann.

Viel los war in diesem Jahr nicht nur in der Halle, sondern wegen des schönen Wetters auch am Abreiteplatz, »auch da waren zahlreiche Zuschauer da.« Viel Lob gab es auch von den Aktiven: »Ich mache ja auch bei anderen Turnieren in der Organisation mit. Aber so viele Dankeschöns wie nach Ising bekomme ich sonst nie«, zeigt sich Hofmann begeistert.

In diesem Jahr ist übrigens noch nicht Schluss mit den Veranstaltungen auf Gut Ising: Vom 7. bis 10. November steht in der Isinger Halle auch noch ein Springturnier auf dem Turnier-Programm. who