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Ein ehrgeiziges Ziel

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Martin Dufter befindet sich mit dem Orga-Team des Rupertus-Thermenlaufs in enger Abstimmung. In den letzten Wochen wurde ein Konzept für die 14. Auflage in diesem Jahr ausgearbeitet – freilich in völlig anderer Form. Er ist guter Dinge, dass es auch klappt. 2019 nahmen rund 850 Sportler in Bad Reichenhall teil. Was heuer passieren kann und wird, ist noch offen. (Foto: Bittner)

Es ist ein ehrgeiziges Ziel: »Wir wollen den Rupertus-Thermenlauf trotz all der aktuellen Schwierigkeiten stattfinden lassen«, sagt Martin Dufter, Mitglied des siebenköpfigen Kern-Organisationsteams und 2. Vorstand des ausrichtenden TSV Bad Reichenhall.


»Freilich«, ergänzt der erfahrene Veranstalter von Sport-Wettkämpfen, »wird der Bewerb aber dann nicht mehr viel mit den bisherigen Austragungen gemein haben. Das ist momentan einfach nicht möglich.«

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Organisatoren brauchen »eine Meisterleistung«

Die Corona-bedingten Auflagen für Sportveranstaltungen sind mittlerweile derart umfangreich und oft schwierig umzusetzen, dass tatsächliche Durchführungen zu echten Herausforderungen avancieren. »Es wird eine Meisterleistung nötig sein«, ist sich Dufter durchaus bewusst.

Er steht in enger Telefon- und Chat-Abstimmung mit seinen Organisations-Kollegen Boris Bregar, Brigitte Behrens, Florian Stapfer, Martin Meier, Kathrin Thoma-Bregar und TSV-Gesamtvorstand Sepp Denner. Dabei geht es darum, die vielen offenen Fragen zu klären. Der Plan ist, einen reinen Lauf zu organisieren. Ohne großen Schnickschnack drumherum, also keinerlei Rahmenprogramm. Damit solle gewährleistet werden, dass sich alle Beteiligten – Aktive, Helfer, Zuschauer – »nicht zu nahekommen«. Einfach nur laufen, jeder für sich allein.

Jeweiliger Startzeitpunkt individuell vorab buchbar

Der jeweilige Startzeitpunkt solle individuell vorab buchbar sein, sofern die TSV-Verantwortlichen die Erlaubnis der entscheidenden Behörde erhalten: Das ist das Ordnungsamt der Stadt Bad Reichenhall. Ein Konzeptvorschlag des Rupertus-Thermenlauf-Orga-Teams liegt dort inzwischen auf. »Nun heißt es abwarten«, so Martin Dufter, der jedoch guter Dinge ist.

»Wir sind uns auf diesem Weg unserer Verantwortung bewusst«, betont Dufter. Dies gilt vor allem als Antwort gegenüber Kritikern, die eine Durchführung des Laufs als »momentan wirklich nicht so wichtig« bezeichnen.

»Es geht hier aber auch um die Rückkehr zu ein wenig Normalität, um den Menschen eine kleine Perspektive zu geben, dass wieder etwas stattfinden kann«, sagt Kathrin Thoma-Bregar. Sie ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Laufs zuständig – am 29. August wäre es die 14. Auflage. Viele Anfragen und Rückmeldungen geben den Machern des Laufs recht. Martin Dufter dazu: »Wir spüren deutlich, dass sich die Sportler nach Angeboten dieser Art sehnen.«

Start und Ziel sollen wieder im Bereich der Therme erfolgen: »Es wird wohl nur eine Strecke für die Erwachsenen geben. Für die Kinder wollen wir ebenfalls eine Distanz anbieten«, informiert Dufter. Hier sei aber noch vieles offen. Die Laufwege sollen so angelegt werden, dass es keinen Gegenverkehr gibt.

Auf alles andere müsse heuer verzichtet werden: Keine musikalische Stimmung am Wegesrand, keine Live-Band nahe Start und Ziel, keine Duschen, Massagen, Tombola oder Finisher-Medaillen.

Finanziell keine Risiken

Finanziell werden die Veranstalter heuer so oder so keine Risiken eingehen. Die Gefahr einer kurzfristigen Absage – sollte das Land eine zweite große Corona-Welle erfassen und sich die gesetzlichen Regelungen wieder schlagartig ändern – schwebt derzeit natürlich immer über dem gesamten öffentlichen Leben. »Wir haben jedoch einen hervorragenden Austausch und sehr gute Kontakte zu unseren Sponsoren. In diesen Fragen befinden wir uns auf der sicheren Seite«, ist Martin Dufter froh. Sollte es tatsächlich soweit kommen, dass der Lauf von allen nötigen Stellen genehmigt ist, am Ende aber doch nicht am 29. August stattfinden kann, stünde das Orga-Team einer Verschiebung mit einem neuen Termin im Herbst positiv gegenüber.

Der größte Finanzposten bei der geplanten, stark abgespeckten Thermenlauf-Version sei die Zeitnahme: »Sie soll und muss dennoch absolut professionell sein«, weiß Boris Bregar. Inwieweit deshalb eine Rückerstattung des Teilnehmer-Startgelds – welches heuer aufgrund des fehlenden Rahmenprogramms weit niedriger ausfallen würde – bei einer Absage abgewickelt werden könne, müsse noch eruiert werden. Möglicherweise könnten bestätigte und bezahlte Meldungen – mit Einverständnis der Läufer – auf 2021 übertragen werden. Eines ist aber schon jetzt klar: »Nachmeldungen werden wir diesmal leider nicht anbieten können«, so Boris Bregar. bit

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